Autor: cavebase

  • Italien, Sardinien Mai 2008

    Italien, Sardinien Mai 2008

    Team: Roland & Robin

    Aufgrund der momentan eher ungünstigen Wetterbedingungen in Frankreich wurde das geplante Gourneyras Projekt verschoben und stattdessen kurzerhand ein kleinerer Sardinientrip hinsichtlich der Abklärung geplanter, zukünftiger Projekte im Spätsommer bzw. Herbst und der hierfür erforderlichen Logistik organisiert.

    Unsere Ausgangsbasis bildete dabei die Basis Protec Sardinia von Toddy und Patrick protecsardinia in Cala Gonone im östlichen Teil der Insel. Südlich von Cala Gonone finden sich etwa über 50 km Küstenabschnitt massive Karstvorkommen und zahlreiche über das Meer erreichbare sowie im Inland befindliche Höhlensysteme die nur teilweise erforscht sind.

    Nachdem ich (Robin) am 30.04 morgens mit dem VW-T4 von Frankfurt nach München zu Roland gefahren bin, laden wir das Scoutgepäck in Form von 2 RB 80 mit D20 Tanks, 6 Magnumscootern, 2 Doppel-12, diversen Stages und den anderen Kleinkram in Rolands Bus und fahren anschließend gemeinsam über den Brenner in Richtung Livorno, von wo aus unsere Nachtfähre nach Olbia abfährt.

    Nach einer „erholsamen“ Nacht auf der Fähre erreichen wir schließlich gegen 6:30 Olbia und fahren anschließend zur Protecbasis nach Cala Gonone, wo wir herzlich von Toddy erwartet werden.

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    Wir entscheiden uns es gemütlich angehen zu lassen und statten am Morgen unserer Ankunft als erstes der Grotta del Fico einen Besuch ab. Bewaffnet waren wir jeweils mit D12 mit EAN 32 sowie jeweils einer 80 cf Stage EAN 32. Dies ist eine im Anfangsteil eher restriktive Höhle mit einem herrlichen etwa 100 m langen x 15 m breiten Cavernbereich die im weiteren Verlauf stark verzweigt ist und es bis zum Ende der Leine 8 Jumps, diverse Restrictions und etwa 1200 m Penetration abzuleisten sind. Die Dekorationen mit Tropfsteinsimsen und Tropfsteinfächern im hinteren Teil sind einfach der Wahnsinn. Manchmal muss es eben auch etwas fürs Auge sein. Da es doch relativ eng war, sind wir brav geflösselt. Hier hatten wir kristallklares Wasser, die Sicht wurde lediglich durch Haloclines etwas beeinträchtigt. Während wir am Vormittag den vorderen Teil der Höhle und 3 Jumps hinter uns gebracht hatten und etwa 500 m Penetration erreichten, sind wir am Nachmittag erneut mit D12 und 80 cf EAN 32 nach 6 Jumps bei etwa 900 m Penetration angelangt.

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    Am Abend genossen wir noch ein gepflegtes mehrgängiges Abendessen in einem typisch italienischen Hafenrestaurant und ließen den ersten Tag bei exquisitem Rotwein ausklingen und besprachen mit Toddy und Bruno die Planungen für den Tauchgang in der Utopia und in der Bel Torente. Da Roland noch nicht in Sardinien war und er die Bel Torente noch nicht kannte und Toddy unbedingt vor unserem geplanten Angriff auf das Ende der Leine der Meinung war, er müsse Roland die 5000 Jahre alten Mönchsrobbenskelette in einem restriktiven Seitengang zeigen (und der war wirklich eng)

    Auf dem Rückweg zur Basis statteten wir der Cala Luna noch einen kleinen Besuch ab und legten hier auch noch ein paar hundert Meter Strecke zurück und tauchten am 2 T. gerade aus weiter und ignorierten diesmal die zahlreichen Jumpmöglichkeiten rechts und links der Mainline und orientieren uns an der Mainline.

    Da wir die ersten beiden Tage Toddy, als absoluten Top Full-Caveinstructor dabei hatten, haben wir es uns nicht nehmen lassen bei den Tauchgängen einiges an Übungen und Leinenaufgaben mit einzubauen. Wo hat man schon die Möglichkeit (außer in Mexico) ein so komplexes Höhlensystem mit unzähligen Gängen zu betauchen und die Navigation zu üben!

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    Für den nächsten Tag hatten wir einen Pushdive in der Bel Torente geplant. Das bisherige Ende der Leine befindet sich bei etwa 1200 m und Toddy wähnte die Fortsetzung des weiträumigen, ja sogar hallenartigen Gangprofiles (15 x 30 m) nach dem 2 T bei etwa 1200 m. Hier wollten wir ansetzen und den weiteren Verlauf dieses Ganges explorieren und neue Leine verlegen und die Höhle in ihrem weiteren Verlauf pushen.

    en TG führten wir zu jeweils mit den RB 80 und D20 Bailouttanks , 4 Magnumscootern, jeweils einer 80 cf 50/25 für den flacheren Anfangsteil sowie einer 80 cf EAN 32 für den 25-30 m Bereich durch. Wir vereinbarten für den Fall, das das weitere Profil der Höhle deutlich unter die 30 m Marke abfällt, wir maximal 10 min das Trimix (15/65) des Rückenpaketes in den Switchblock des Rebreathers einstöpseln würden ansonsten hätten wir bei einem erneuten TG eine zusätzliche Trimixstage mitgeführt, um diesen Tiefenbereich abzudecken.

    Wir scooterten mit dem eingestöpselten 50/25 zügig zu unserem am Vortag zurückgelassenen Jump und scooterten einen Loop zur Umgehung der Restriktion und jumpten erneut an die Mainline und scooterten in dem weitläufigen, hallenartigen Gangprofil durch herrlich dekorierte Räume über das 2 T und erreichten schließlich kurz vor einem Sump in etwa 6m Tiefe das Ende der Leine, wir liessen die Backupscooter hier an der Leine zurück, cleanten die Passage von alten Draht und Leinenresten und konnektierten schließlich das Explorationsreel an das Leinenende und fingen an neue Leine zu verlegen.

    Das Gangprofil fiel tiefer und wurde in den Dimensionen immer weiträumiger, teilweise konnten wir die andere Wand bzw. die Decke nicht ausleuchten und das bei Sichtweiten um > 30-40 m!!. Hier musste es einfach weitergehen!! Bei 20 m Tiefe stöpselten wir das EAN 32 in den Switchblock und folgten dem Gangverlauf in zunehmender Tiefe. Bei 33 m und weiter abfallendem Tiefenprofil kommunizierten Roland und ich kurz und stöpselten das Trimix 15/65 aus dem Doppel 20 Rückenpaket in den Switchblock und erreichten schließlich eine Maximaltiefe von 46 m in Minute105 des Tauchgangs.

    Nach diesem kurzen Knick auf 46 m stieg das Profil der Höhle steil wieder an und mündete in eine weiträumige Passage mit einem Abstand Wand-Wand von etwa 50-60 m. Wir verlegten die Leine rechts an der Wand und leuchteten so gut es ging den gesamten Bereich aus und hielten in den Spalten in der Wand Ausschau nach weiteren Seitengängen. Zwischendurch stöpselten wir uns erst wieder das EAN 32 und dann bei zunehmend geringerer Tiefe das 50/25 erneut in den Rebreather. Schließlich erreichten wir einen erneuten Sump und der Gang war leider zu Ende, ohne das eine betauchbare Fortsetzung sichtbar war. Das war kaum zu glauben!

    Bis zu diesem Punkt verlegten wir ziemlich exakt 250 m neue Leine. Wir tauchten in einer riesigen von Tropfsteinen herrlich dekorierten Halle auf und besprachen kurz das weitere Vorgehen. Wir konnten es eigentlich gar nicht fassen, das der große Gang so „banal“ endet. Wir befestigten das Leinenende an einer Felsnase im Wasser und drehten um, das war etwa bei 170 min im TG.

    Auf dem Rückweg verteilten wir uns in dem Gang, Roland links an der Wand, ich rechts und suchten den Gang systematisch nach Fortsetzungen ab. Etwa 50 m vor erreichen des Sumps, wo das Höhlenprofil wieder auf ein Niveau von 15 m ansteigt, fand sich noch ein geräumiger Parallelgang der etwa 100 m ausgeleint wurde und über ein neu geschaffenes T mit der neu verlegten Leine verbunden wurde, geht es hier weiter, ist das die Fortsetzung ? Man wird sehen. Die Auftauchstelle wurde noch ausgeleint und ein weiteres T an die Mainline platziert und wir traten gemütlich den Rückweg an und scooterten zurück.

    Am 2 T (von jetzt 4 T’s ) warfen wir noch einen Blick in den sog. „Boneroom“ und schauten noch einen kurzen Blick auf einen gut erhaltenen auch etwa 5000 Jahre alten Schädel einer Mönchsrobbe und scooterten schließlich aus der Höhle. Es ist dann schon angenehm so ohne Deko langsam im Meer auszutauchen. Wir waren etwa 4,5 Std auf den Rebreathern unterwegs.

    Schön ist hier: Tauchzeit = Grundzeit

    Hier werden wir sicherlich noch einmal ansetzen und 2 weitere Möglichkeiten der Höhlenfortsetzung näher unter die Lupe nehmen.

    Für den nächsten Tag hatten wir einen ca. 4.000 m TG in der Utopia mit den Rebreathern geplant. Dies ist eine im Anfangsteil sehr große Höhle (40 x 50 m!!) deren Schachtartiger Eingang sich in einer Tiefe von 15m befindet und danach in Form einer riesigen Halle in ihren Dimensionen aufgeht und auf dem ersten Kilometer etwa eine Durchschnittstiefe von etwa 40 m hat, bevor das Profil wieder ansteigt und sich schließlich in größerer – Trimix notweniger – Tiefe fortsetzt.

    Wir bereiteten am frühen Abend in der Protecbasis unsere Rebreather für den nächsten Tag vor und checkten nochmals alles erforderliche Equipement und packten dieses für den nächsten Tag sehr sorgfältig, da die gesamte Ausrüstung ja auf dem Boot verstaut werden muss.

    Wir besprachen uns dann ausgiebig über den bevorstehenden Tauchgang hinsichtlich Logistik, Dekorigg für die Deko im Meer sowie der zeitlichen Ablaufplanung für den angesetzten TG, einer Dekostrategie und die vielen anderen Dinge die man eben bedenken muss, wie z.B. was machen wir mit dem Rigg wenn das Wetter umschlägt usw.(Freefloating Deko) und sind dann nach einem guten italienischen Abendessen (Roland :Pasta, Robin :Steak) zeitig ins Bett.

    Toddy und Bruno (Mitarbeiter von Toddy) bereiteten am nächsten Morgen im Hafen das Dekorigg für die 9 und 6 m Deko im Meer vor, welches später von Bruno auf einer Tiefe von 15 m an einem Felsbrocken vor dem Höhleneingang festgebunden wurde. Wir fuhren zeitig im Hafen los. Von Cala Gonone sind es etwa 45 min an die Utopia.

    Die 80 cf O2-Stages und einige Trinkbeutel wurden am Rigg von Bruno abgehängt, die restlichen Gase in 80 cft Stages (35/35, 50/25, 15/65) führten wir mit uns bzw. platzierten das 21 m Gas an der Leine innerhalb der Höhle. Wir führten ferner jeder 3 Magnum Gavins (Aluheck) bzw. 2 Magum Gavins und 1 Suex ADV 42 für den TG mit uns und planten, die Scooter periodisch während des Tauchgangs durchzutauschen und jeweils etwa 30% der nominalen Burntime je Scooter für die Penetration zu verwenden, so dass am Ende des Tauchganges etwa 30% der Burntime bei jedem Scooter Reserve verbleiben.

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    2 Scooterausfälle sind so am Punkt der Maximalpentration mit der von uns mitgeführten Scooterlogistik problemlos möglich. Nach dem warm atmen des Scrubbers und dem obligatorischen RB und Equipmentcheck scooterten wir im Meer an den Höhleneingang und tauchten schließlich in dieses Riesensystem ein. Wir scooterten mit dem 35/35 als „Travelgas“ für den erstem Kilometer und vereinbarten dann ggf. den zwischenzeitlichen Wechsel auf die mitgeführte Trimixstage. Die Leine verläuft in den ersten 600-700 m im wesentlichen auf etwa 38-45 m Tiefe, der kaum ausleuchtbare, sichtbare Boden befindet sich teilweise auf 60-65 m! Wir hatten exzellente Bedingungen mit gut 40-50 m Sicht bei kristallklarem Wasser und ständig wechselnden Abschnitten mit Haloclines, was die Tarierung der Scooter etwas trickreich gestaltet.

    Wir scooterten zügig den ersten Kilometer etwa 5-10 m über der Leine auf durchschnittlich 30 m Tiefe und wechselten 3 mal kurz auf die Trimixstage, da das Profil einige Male in die 50 m Region abfällt und erreichten schließlich den flacheren Teil des ersten Kilometers bei der sog. Seehalle.

    Plötzlich gibt Roland mir ein Attentionsignal mit seiner 18 W HID und schließt sich zügig das rechte Ventil, da es ziemlich heftig am Inflator abbläst.

    Es war kaum zu glauben, der Einlassknopf des Edelstahlinflators war beim Inflaten des Wings aus dem Gehäuse des Inflators herausgeflogen. Da das Gewinde des Inflators, wo der Einlassknopf eingeschraubt wird, herausgerissen war.

    Ich weiß nicht wie oft und heftig wir in die Cooperhoses des RB auf die Firma mit dem blauen H geschimpft haben, aber es hatte keinen Sinn, das Wing von Roland war unwiderruflich ausgefallen.

    Zwischenzeitlich hat sich Torsten der Sache ganz unkompliziert angenommen und regelt das weitere mit der Herstellerfirma.

    Nachdem Roland sich den Inflatorschlauch vom Inflatoranschluss gezogen hatte und das rechte Ventil wieder geöffnet hatte drehten wir (super super Enttäuscht) um. Mit dem Vortrieb des Scooters und reichlich Argon im Trocki konnte man die Tarierung aber managen. Dumm war dabei nur das durch die Tarrierung im Trocki das Argon relativ schnell leer war

    Wir waren dann aber auch etwas dankbar, das sich der Inflator nicht 1-1,5 Std. später bei 80-90 m Tiefe sondern beim reinscootern verabschiedet hat!

    So ging ein vielversprechender TG mit doch etwas Aufwand viel zu schnell zu Ende.

    Fortsetzung folgt! Wir kommen wieder ;-). Anzumerken wäre noch die perfekte Organisation vor Ort und Unterstützung von Toddy und seinem ganzen Team.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • UW-Berg 02/2008

    UW-Berg 02/2008

    Team: Manu und Peter

    Vor 4 Jahren hatte ich mich bei meinem ersten 60m-TG ganz ordentlich vertaucht. Wir waren damals am Baustoff Graf gerade aus auf 60m runter – musste man schon ein Stückchen paddeln. Als wir dann die 60 auf dem Zeiger hatten, sind wir dem sanft ansteigenden Gelände gefolgt und auf etwas gestoßen, was wir für die Wand dort hielten. Aber auf 32m sahen wir dann, dass es sich lediglich um einen UW Berg handelte – ovale Form, oben zwei „Gipfel“, Durchmesser jeweils 5-10m, der Berg hat eine ovale Gesamtform. Da unser Gasvorrat bereits bedenklich geschrumpft war, begannen wir unseren Freiwasseraufstieg und kamen exakt in der Linie Einstieg Baugraf – Wallhausen raus. An der Oberfläche schwommen wir 10min (D12, 2 Stages) zum Einstieg zurück.

    Schon lange wollte ich da mal wieder hin, aber wir hatten die Stelle bis jetzt nicht wieder gefunden. Aber gestern, nach einigem überlegen und suchen, haben wir den UW Berg dann endlich gefunden!

    Wir sind dazu am Campingplatz mit Scootern und Rebreathern (D12 18/45, 7l 50/25, 40cuft O2) rein, runter auf ca. 40m und links weg. Man kommt an 2 Dünen vorbei, die erste überquert man, der zweiten folgt man in die Tiefe. Man bewegt sich schnell auf der 50m Ebene, die vor dem Seezeichen 24 ist. Nach 5-7min Scooterzeit beginnt das Gelände anzusteigen, man ist ca. in S-E Richtung unterwegs, dann steigt das Gelände etwas steiler an, bis man an den Fuß der UW Berges kommt. Wir haben ihn zu Fuß ein halbes mal in 5 Minuten umrundet – Umfang wird also ca. 150m sein. Ist schon cool, wenn man über dem Berg schwebt, rund um einen geht die Wand runter und überall nur dieses mystische Grün-Blau des Bodensees, kein Ufer in Sicht. Man denkt da unwillkürlich an Seeungeheuer….

    Als wir uns auf den Rückweg gemacht haben, haben wir uns die Wand bis auf 45m runter fallen lassen, und dann Kompasskurs genau nach Norden. Ev. gibt es eine kürzere Strecke zurück an die Wand, aber wir haben uns auch so gefreut, diese wiederzusehen! Man scootert ca. 4-5 Minuten über die 50m Ebene, bis das Terrain wieder ansteigt und in die Wand übergeht. Als Landmarke könnte einem das große Gestrüpp auf 40m dienen. Von dort schwimmt man in gut 15 Minuten zurück zum Einstieg Campingplatz.

    Wichtig für diesen Tauchgang: Kompass. Eventuell eine Boje, falls man den Tauchgang im Sommer macht und es wieder Schifffahrt gibt. Für den Notfall sollte man einen Freiwasseraufstieg sicher hinbekommen, da man doch etwas Deko auf die Uhr bekommt.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

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  • Frankreich März 2008

    Frankreich März 2008

    Teilnehmer: Robin, Roland, Marc, Arne, Oli, Tibor, Tim, Tobi

    Leider konnte auf Grund der extrem schlechten Bedingungen das Pojekt, bzw. der „Haupttauchgang“ nicht durchgeführt werden 🙁

    Wie auch schon in der August 2007 Tour berichtet, hatten wir uns wieder eine Genehmigung für die Höhle in der Ardeche an dem Osterwochenende besorgt. Aus demselben Grund wie im August möchten wir an der Stelle noch nicht näher darauf eingehen. In der besagten Höhle war der Flow heftig und die Sicht bei max. 1-2m. Somit musste das Projekt leider verschoben werden.

    Um an dem langen Wochenende aber dennoch ins Wasser zu kommen sind wir ins LOT übergewechselt. Als Unterkunft wählten wir wieder die Domaine de Gayfié bei unseren Freunden Lilo und Paul. Wir bereits des öfteren geschrieben ist die Unterkunft nur wärmstens zu empfehlen. In Punkto Ausstattung sowie Preis Leistung einfach nur perfekt!

    Leider mussten wir auch im Lot feststellen, daß die Bedingungen alles andere als gut waren. Das Wetter spielte auch hier nicht mit, Temperaturen um 5 – 10 Grad, starker Flow in den Höhlen, hohe Wasserstände der Flüsse und Sicht in den meisten Höhlen bei 2-5m.

    Da wir für unseren eigentlich geplanten TG ein Trimix in den RB Frames von gut 130m Tiefe hatten, versuchten wir unser Glück in der St. Sauveur. Robin und Roland checkten die Höhle mit D12 und einer Stage 21/35. Schnell war klar: Hier ist kein TG mit den Rebreathern machbar. Die Sicht war zwar mit gut 20-25m extrem gut, jedoch war der Flow an der Eingangsrestriktion so stark, das selbst mit Pull and Glide mit dem kleinen D12 kein Eindringen möglich war. Die Kieselsteinchen schossen aus der Düse… No Chance

    Zwei weitere Teammitglieder checkten simultan die Ressel. Die Sicht betrug in der Höhle ca. 15m, aber der Flow in der Höhle und die Strömung im Fluss (Celé) war schon recht enorm. Dennoch beschlossen wir am nächsten Tag einen gemeinsamen TG in der Ressel durchzuführen, nachdem die Strömung im Fluss über Nacht etwas abgenommen hatte.

    Marc und Arne tauchten an dem Tag mit den RB´s bis ca. 1400m. Robin machte mit Tim einen Übungstauchgang in den tiefen Teil bis ca. 600m. Roland ging mit Oli in die Höhle um etliche Übungen und Skills zu üben und erreichten dabei das erste „T“ bei ca. 170 m. Tibor und Tobi planten einen TG im tiefen Teil der Ressel mit jeweils 2 Scootern, 3 Dekostages und 3 Bottomstages. Die beiden brachen den TG aber bezüglich des heftigen Flows in der Höhle ab.

    Am Abend schauten wir noch kurz an die Landenouse um den Wasserstand zu checken. Dieser war, auf Grund der vielen Regenfälle, extrem hoch, was den Einstieg super easy machte. Das Wasser in der Zisterne strömte oben über!

    Bedingt durch den hohen Wasserstand ging der Setup ziemlich schnell und einfach am nächsten morgen. In der Höhle abgetaucht, war aber auch hier schnell klar, ein Spaziergang wird das auch nicht. Die Sicht betrug in etwa 3-6m, aber es war in der Höhle kein Flow zu spüren.

    Wir nutzten den TG um einige Rebreather – und Caveskills zu üben. Roland und Robin Scooterten bei Ihrem Tauchgang bis ans Ende der Höhle bei knapp 90m Tiefe und 1200m Penetration und waren nach kurzer Deko im Pool nach 180 min wieder aus dem Wasser, man musste permanent immer wieder vom Trigger gehen, da es immer wieder Bereiche gab mit einer Sicht um max. 2-3 m.Arne und Marc drehten bei ca. 800m auf Grund eines abblassenden Automaten der Drivestages um.

    Bedingt durch die nun wirklich schlechten Bedingungen telefonierten wir noch kurz mit Jens Hilbert, da wir wussten, das er sich zur selben Zeit an der Tannerie befand und fragten nach den Bedingungen in der Tannerie/Goul Du Pont . Lt. Aussage von Jens herrschte in der Tannerie und Goul du Pont null Flow und gute 20m Sicht. Wir überlegten kurz ob wir in die Ardeche wechseln sollten, haben das aber nach kurzer Diskussion verworfen. Wir planten unseren letzten Tag an der Trou Madame mit kleinem Gepäck, d.h einer Stage EAN 32 für die Penetration und dem D12 als Safetygas. Hier ließen wir es sehr gemütlich angehen und flösselten bis etwa 550m in die Höhle.

    Wiederum durch den hohen Wasserstand war der Einstieg zur Höhle relativ einfach, zumindest wenn das ganze Equipment mal an der Höhle lag 🙂

    Auch wenn das „Ziel“ der Tour zwar bei weitem nicht erreicht wurde, war es dennoch ein sehr lustiges und erfolgreiches Wochenende bei dem wieder ne Menge an Theoriestoff, Praxistips und Übungen absolviert wurden.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • DIR – Austria 02/2008

    DIR – Austria 02/2008

    Einige Mitglieder der Cavebase trafen sich am 09. und 10.02.08 am schönen Attersee in Österreich mit den D.I.R. – Austria Jungs.

    Es ging bei dem Treffen hauptsächlich um Rebreather Themen. Wobei das Ratschen und Austauschen von Infos natürlich auch nicht zu kurz kam. Das Treffen kam zustande da sich Roland mit Holk und Clemenzo in letzter Zeit des öfteren (via Skype) um das Thema Rebreather unterhalten haben.

    Als Treffpunkt wurde der Tauchplatz „Ofen“ um 09:30 Uhr ausgemacht. Am Treffpunkt angekommen, wenn auch etwas verspätet, wurde sich erst mal richtig begrüßt und geratscht 🙂

    Anschließend wurde erst mal in verschiedenen Buddyteams getaucht.

    Robin, Arne und Marc waren mit den Rebreathern unterwegs. Oli und Tim OC und machten einen Trimix TG an der Steilwand auf 90 m mit 15 min Bottomtime, eine längere Grundzeit war bei durchgehend 3 °C im Wasser nicht drin. Clemens und Holger tauchten auf 75m. Alle waren mit Gavin bzw. Suexscootern unterwegs.

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    Nachmittags gings dann zur „Zenznstuben“, eine urgemütliche österreichische „Boazn“ (Wirtschaft) .

    Nach dem deftigen Essen erleuterte Roland den Aufbau, bzw. Funktionsweiße des RB80. Des weiteren wurden noch ein paar Videos vorgeführt bzw. ausgetauscht. Mittlerweile war es schon relativ spät, so das wir uns langsam Richtung Hotel aufgemacht haben.

    Wir waren in 2 verschiedenen Pensionen/Hotels untergebracht. Holk, Clemenzo, Tobi mit Freundin in der Pension Untersperger, und Roland, Robin, Tibor, Oli, Tim, Marc, Arne, Frank und Eric im Hotel Sonne in Weyregg.

    Wir trafen uns, nach einem ausgiebigen Frühstück, um 09:30 Uhr am Tauchplatz. Die verschiedenen Buddyteams machten sich bereit sodass es recht zügig ins Wasser ging. Holk und Clemenzo setzten das gestrig Gelernte gleich um und gingen mit den RB80 Rebreathern ins Wasser. Da Roland leider an der rechten Hand verletzt war und einen Gips trug, ging Robin mit den Beiden (nacheinander) ins Wasser. Es wurde ausschliesslich mit EAN50 getaucht.

    Nach dem wieder alle aus dem Wasser waren, gings für manche direkt nach Hause, während sich noch andere auf ein gemeinsames Mittagessen in der „Zenznstuben“ trafen.

    Alles in allem war es ein sehr lustiges und konstruktives Treffen was mit Sicherheit wiederholt wird!

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Gourneyras, Oktober 2008

    Gourneyras, Oktober 2008

    Teilnehmer: Roland, Robin, Marc, Arne, Tobi, Manu, Tim, Peter
    Ein besonderer Dank geht an Tobi, der im Grunde nur für den Aufbau und das Abseilen des Equipments angereis ist!

    Überblick:

    Zwischen dem 30 September und dem 05 Oktober waren wir an der Gourneyras. Anreise war am Dienstag in aller Früh,- sodaß wir am Dienstag Abend noch einen check TG mit kleinem Gerät (D12, ohne Stages) machen konnten.

    Wir hatten Glück und die Bedingungen waren super! Zwischen 15 und 30m Sicht. Zwar kann man selbst bei 30m Sicht an manchen Stellen die Höhle nicht ausleuchten, aber es reichte völlig.

    Nach dem check TG hatten wir an der Straße, bzw. auf dem Feldweg unsere Autos ausgeladen. Unglaublich das sooo viel Equipment in ein Auto passt 🙂

    Insgesamt hatten wir 1 Habitat, 2 doppel RB Frames, 7 mono RB Frames, 5 D12/D18, 14 Scooter, 70 Stages, 2x 84AH Heiztanks, 2x 44AH Heiztanks, 5x 18AH Heiztanks und eben jede Menge an „Anbauteilen“ wie Automaten, usw. dabei.

    Nach dem Ausladen richteten wir uns erst mal unser Quatier ein. Ein Teil schlief in den Bussen, ein Teil baute ihre Zelte auf. Der Aufbau der Seilbahn und das abseilen verlief relativ Problemlos. Jedoch hatten wir als Zugseil ein etwas zu dickes Seil,- dass ständig an der Seilbremse scheuerte. Das nervte etwas, aber es ging trotzdem. Ob das auf dauer so gut war, würde sich noch zeigen 🙁

    Am nächsten Tag musste nur noch recht wenig Zeug mit der Seilbahn runter. So dass sich das erste Team, Marc und Arne, gleich an ihren TG machen konnten. Die beiden hatten die Aufgabe bis ca. 1.000m zu tauchen und die Leine bis dahin zu flicken und repararieren. Bis zu der Stelle war die Leinensituation extrem heftig. Marc und Arne waren ca. 6h im Wasser bei ihrem TG.

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    TG Bericht ( Robin & Roland )

    TG Dauer gesamt: 820 Minuten

    Max. Tiefe: 98,8m

    Im Verlaufe des Vormittages richteten Roland und ich unsere Doppel-RB Riggs auf den Rentnertischen im Pool und führten die obligatorischen, standardisierten RB Checks durch und überprüften nochmals alle anderen Ausrüstungsbestandteile.

    Um Platz zu sparen hatten wir am Vortrag bereits alle Stages mit den Automaten versehen, und in sortierten „Paketen“ im Höhlenpool platziert, so dass wir hier auch gleich den Bubblecheck mit erledigten und die Automaten ggf. hätten austauschen können. Die insgesamt 14 Scooter waren ebenfalls im Pool „geparkt“.

    Nachdem die Doppel-RBs konfiguriert und getestet waren führten Roland und ich einen kurzen OC Setup TG mit einem Trimix 21/35 für den folgenden Tag durch. Auf ein Dekogas für diesen kurzen Bouncedive haben wir verzichtet.

    Tim und Marc hatten uns am Vortag bereits 2 x 80 cf Stages mit dem 50/25 auf 21 m in der Höhle deponiert, so dass wir jetzt je Taucher das tiefe Dekogas mit dem Trimix 25/45 (80 cf bzw. 7 L) ,3 x 80 cf Trimixstages (1 x 15/60, 2 x 12/75), 3 x Magnumscooter, sowie je1 x Heizröhre mit 84 AH in der Höhle platzierten.

    Zunächst hängten wir jeweils 2 x 80 cf Stages mit O2 und eine 80 cf Stage mit einem Trimix 17/55 als Breakgas und eine kleine Heizröhre mit 18 Ah sowie einen Bleigurt am Habitat ab. Anschließend platzierten wir 6 Magnumscooter auf 36 m an der Leine und checkten diese nochmals. Dabei bemerkten wir das an einem von Rolands Scooter der Pitch etwas überdreht war und sich nicht bewegen lies, den betreffenden Scooter nahmen wir mit nach oben und richteten dies mit einigen Handgriffen.

    Die große Heizröhre mit den 84 Ah und das tiefe Dekogas mit dem 25/45 platzierten wir etwa 150 m in der Höhle auf knapp 51 m Tiefe. Bedingt durch den sehr niedrigen Wasserstand (es fehlten etwa 5-6 m!!) hätte es an dieser Stelle eigentlich 54 m haben sollen. So entschieden wir uns, dass wir am nächsten Tag das Trimix 25/45 auf dem weiteren Weg in die Höhle wieder aufnehmen werden und bei Erreichen der 54 m Marke wieder abwerfen werden.

    Anschließend tauchten wir langsam aus und nahmen auf dem Weg nach oben Richtung Wasseroberfläche nicht mehr erforderliches Equipment von Arne, Marc, Manu und Peter sowie Tim in Form von einigen Scootern, Trimixstages, Dekogasen mit in den Pool, da diese sich in der Zwischenzeit auf den Dekostops von ihren Tauchgängen befanden. (siehe andere Berichte)

    Anschließend unterstützen wir die Mädels und Jungs beim Aussteigen aus dem Wasser und anschließenden Ablegen der Ausrüstung.

    Gegen Abend wurden schließlich noch einige Scooterpakete, Lampenakkus und anderer Kleinkram mit der Seilbahn nach oben befördert und geladen.

    Anschließend gab es ein mehrgängiges und ausgedehntes Barbeque am Lagerfeuer unter der Federführung von Arne. Er lässt keinen anderen an den Grill und erfreut sich jedes Mal an „gefühlten“ 5 m hohen Stichflammen, die er mit dem Grillanzünder „zaubert“. Beim Essen besprachen wir den Ablauf und das Timing des morgigen Tages und den Tauchgang von Roland & Robin und verteilten die Aufgaben.

    Danach ging es gegen 22:00 zeitig ins Bett, um am nächsten Morgen um 7:00 aufzustehen (Nein, wir sind nun wirklich keine Frühaufsteher und tauchen öfter mal gerne in der Nacht auf)

    Am nächsten Morgen füllten wir erstmal unsere Kohlenhydratspeicher auf, Roland bevorzugte eine kräftige Nudelsuppe, Robin vergnügte sich mit Pasta und Tomatensoße. Es kostet aber auch jedes Mal eine gewisse Überwindung, zu diesen Uhrzeiten Pasta zu essen.

    Gegen 8:30 waren wir dann am Höhlenpool und wurden von Manu bzw. Arne und Marc beim Anlegen der Doppelrebreather im Pool unterstützt.

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    Zuvor checkten wir noch kurz die Heizhemden bzgl. Funktionalität, pluggten die Stages mit dem Trimix 35/35 in den Switchblock des RBs und atmeten die Scrubber einige Minuten an. Robin verwendete zum abtauchen neben dem an den Bailouttanks mit Straps fixierten 14 cf Argontank eine zusätzliche 14 cf Argonstage, die mit einem Boltsnap an den linken Brust-D-Ring angeklippt war. Bei dem bekannten Höhlenprofil ist ein Out of Argon keine Option.

    Wir verabschiedeten uns vom Team und tauchten schließlich in diese riesige Höhle ab.

    Die Sichtbedingungen waren exzellent bei etwa 20-25 m, teilweise 30 m Sicht. Wir checkten kurz nochmals das Habitat und die daran fixierten Stages sowie die auf 21 m deponierten Stages mit dem 50/25. Auf 36 m droppten wir die Stages mit dem 35/35 und wechselten auf die „Shallow“ Trimixstage mit dem 15/60, welches wir bis zu einer Tiefe von 75 m für den ersten Kilometer verwenden wollten, daneben nahm jeder noch 2 Trimixstages mit einem 110 m Gas in Form eines Trimix 12/75 sowie jeweils 3 Magnumscooter auf. Somit waren wir ab jetzt jeder mit 3 Trimixstages und 3 Scootern unterwegs. Danach erfolgter ein kurzer Check des Backuprebreathers und schon ging es los. Wir drückten auf die Trigger und folgten dem Wahnsinns Gangprofil. Nach sehr kurzer Zeit erreichten wir unsere am Vortag deponierten 84 Ah Heizröhren und Stages mit dem Trimix 25/45 welches wir als tiefes Dekogas ab 54 m Tiefe einsetzen wollten. Wir entschieden die Heiztanks dort auf 51 m zu belassen und nahmen lediglich die Stages auf. Nach wenigen Minuten erreichten wir schließlich die 54 m Marke und legten an einer geeigneten Stelle die Stages sowie die zum abtauchen mitgeführte Argonstage ab.

    Es war kaum möglich alle Bereiche der Höhle auszuleuchten wir folgten dem Gangprofil und scooterten nebeneinander und genossen diese wirklich schöne Höhle. Nach nicht mal 30 Min auf dem Trigger erreichten wir schließlich den Bereich der Höhle, wo diese aus dem 70-75 m Bereich in eine Tiefe von etwa 100 m abfällt. Der Boden war lediglich schemenhaft zu erkennen, die Decke überhaupt nicht zu sehen.

    Wir deponierten hier jeweils eine Stage mit dem 75 m Gas und einen Magnumscooter an der Leine und wechselten auf die erste von den beiden mitgeführten Trimixstages mit dem Trimix 12/75 und scooterten den Riesenschacht hinab und erreichten eine Maximaltiefe von 98,8 m.

    Bis hier her war die Leinensituation zwar chaotisch, jedoch durch die Arbeit von Marc und Arne kein Problem den rechten Weg zu finden. Nach kurzer Zeit sollte das anders werden. Es war die Leine gerissen und hing lose im Gangprofil, ohne das eine Leinenfortsetzung zu erkennen war, wir konnektierten ein Reel am Leinenende und einer von uns suchte nach der Fortsetzung des Gangprofils, nachdem die Fortsetzung bzw. das andere Leinenende gefunden waren, konnektierten wir die Leine an die bestehende Leine. Das Gangprofil stieg nach kurzer Zeit auf etwa 80 m an und ab hier existierte lediglich nur noch die von Micha und Reinhard verlegte Leine, die aber leider ständig über teilweise größere Distanzen unterbrochen war, so dass wir zum einen die mühsam gefundenen Leinen miteinander verbanden bzw. wenn die Fortsetzung der Leine nicht überschaubar war erneut das Reel konnektierten und weiter in die Höhle scooterten.

    Die Leine von Micha und Reinhard war mit Entfernungsmarkern (gelbes Tape) versehen, so dass man einen gewissen Ueberblick hatte.

    Einer von uns scooterte abwechselnd voraus und Leuchtete aus und suchte die Fortsetzung des weiteren Gangprofils, der andere legte Leine und besorgte tie-offs und Placements.

    Schließlich fiel die Höhle erneut auf über 90 m und wir fanden erneut die Leine von Micha und Reinhard und konnektierten unsere Leine an diese.

    Wir scooterten zügig dem Gangprofil und der Leine folgend und erreichten einem Schacht der rasch auf auf eine Tiefe von etwa 70 m führte. Nach ein paar Minuten auf dem Trigger war die Leine abermals gerissen ohne dass eine Leinenfortsetzung zu erkennen war. Wir konnektieren das Reel abermals und liessen uns von den Scootern erneut in einen Schacht auf etwa 93 m ziehen und folgten dem Tunnel und verlegten Leine. Nach einigen Minuten auf dem Trigger fanden wir schließlich erneut die ältere Leinenfortsetzung und verbanden diese wieder mit unserer Leine. Das ständige flicken, verknoten und neuverlegen von Leine und suchen des weiterführenden Gangverlaufes kostete entsprechende Zeit. Da wir für die Dekompression von einem Sättigungsprofil ausgingen, war uns die Tiefe und die Grundzeit egal, da die Dekompression sich bei zunehmender Grundzeit und unabhängig der Tiefe nicht mehr signifikant verändern würde.

    Diese Auf- und Abstiege des Höhlenverlaufs führten bei dem von uns verwendeten Gegenlungenverhältnis von 1:10 auch zu einem entsprechend, höheren Gasverbrauch.

    Das Profil der Höhle stieg stufenweise zunächst auf etwa 85 m, dann auf 75 m, um dann relativ rasch auf 45 m anzusteigen. Dass wir die Dekoceiling hierbei durchbrachen störte uns nicht, da wir ja auf dem Rückweg erneut hier vorbeikommen würden und die entstehenden Blasen erneut in Lösung zwingen würden bzw. erneut verkleinern. Die Höhle fiel im weiteren Verlauf etwas und wir erreichten eine Tiefe von 52 m.

    Hier war dann abermals die Leine gerissen und die Höhle sah so aus, als würde diese noch weiter steigen, da Robin noch etwa 50 Bar in der ersten Trimixstage hatte und wir dieses Limit als eines der Umkehrkriterien definiert hatten, beendeten wir den Tauchgang im tiefen Teil bei Minute 170.

    Es hätte bei dem weiteren Anstieg und damit beim Rückweg erneuten Abfall des Tiefenprofils in der Konsequenz definitiv bedeutet wahlweise auf die zweite Trimixstage -die für den Rückweg geplant war- zu wechseln oder gar das Rückenpaket mit den D20 zurück zu greifen. Da das Gas im Rückenpaket ausschließlich als Safetygas Verwendung findet und ausser zum inflaten des Wings nicht angerührt wird, stellte dies keine Option für uns dar. Wohlwissend, das wir das Leinenende von Micha und Reinhard bei unserem ersten Tauchgang in greifbarer Nähe hatten, war es dann einfach mal gut für heute.

    Wir befestigten noch einen Cookie an der Leine und scooterten – der jetzt durchgängigen Leine folgend – gemütlich aus der Höhle und schauten uns nach Seitenpassagen und anderen Möglichkeiten der weiteren Gangfortsetzung um. An einigen signifikanten Stellen werden wir in absehbarer Zeit nochmals ansetzen und diese genauer anschauen. Wir sind beide der Meinung das es hier noch weiter geht!

    Es ist schon Wahnsinn, das selbst bei etwa 20 m Sicht im tiefen Teil die Höhle in ihrer Dimension kaum komplett ausleuchtbar ist und man den anderen Wandabschnitt kaum erkennen kann, was das suchen nach anderen Fortsetzungen nicht gerade einfach macht.

    Auf dem Rückweg ging es nun deutlich schneller voran und bei Minute 220 im TG erreichten wir die deponierten Stages mit dem 75m Gas und die beiden Magnumscooter.

    Wir wechselten auf die Stage mit dem Trimix 15/60 und jeweils auf den abgelegten Scooter und verstauten den anderen Scooter wieder. Der dritte Scooter wurde während des gesamten Tauchgangs nicht verwendet und diente nur als reiner Backupscooter.

    Im Anschluss folgten einige Deepstops und wir scooterten schließlich aus der Höhle. Bei Minute 290 erreichten wir unsere abgelegte Stage auf 54 m mit dem tiefen Dekogas (Trimix 25/45) und wechselten auf diese. Die Grundzeit war nicht sonderlich lang und betrug insgesamt 270 Min.

    Auf 51 m nahmen wir unsere Heizröhren auf schalteten diese ein.

    Wir dekomprimierten uns nach oben und auf der 48 m kamen uns Arne und Tim bereits von oben entgegen. Ein kurzes okay und die beiden waren auch schon da und entledigten uns des nicht mehr benötigten Equipments in Form der 6 Scooter, 4 Trimixstages und des Reels. Wir behielten jeweils eine Trimixstage für die tieferen Gasbreaks, die wir auf den Rebreathern durchführten bei uns und dekomprimierten uns weiter nach oben.

    Robin schrieb Tim & Arne das geplante Dekoprocedere in die Wetnotes und riss die Seite heraus und gab diese den beiden mit. Somit hatten alle Beteiligten den genauen Plan und wussten genau wann wir auf welcher Dekostufe eintreffen werden und wann wir in das Habitat wollen.

    Ab 39 m begannen wir bereits mit Gasbreaks mit dem Trimix 15/60 um die Lunge für die nachfolgende Dekopression zu schonen. Die Gasbreaks wurden als vollwertige Dekozeit betrachtet und führten nicht zur Verlängerung der Dekompressionszeit.

    Zwischendurch haben wir immer wieder aus den abgelegten Trinkbeuteln getrunken und nachhydriert während wir uns sehnsüchtig auf das Habitat gefreut hatten.

    Zwischendurch kamen Arne und Tim immer mal wieder vorbei und nahmen zwischenzeitlich nicht mehr benötigte Dekogasstages mit nach oben und checkten ob bei uns alles OK war.

    Etwa 20 Minuten vor Beendigung der 12m Dekostufe traf die Habitatcrew ein und bereitete alles vor.

    Bei Minute 600 waren wir dann soweit in das Habitat auf 8,5 m einzusteigen und führten auf dem am Habitat abgelegten Trimix 17/55 einen 15 min andauernden Gasbreak durch.

    Roland wurde als erster bedient und kletterte in das Habitat, nachdem ihm aus dem Doppelrebreather geholfen wurde und der Bleigurt angelegt war. Robin kam als nächstes dran. Ehrlicherweise muss gesagt werden, das wir das noch mal üben sollten 😉

    Als wir dann beide im Habitat saßen beendeten wir zunächst den Gasbreak und wechselten auf das O2. Gasbreaks erfolgten nun im Habitat im Verhältnis 12:8 (O2: Breakgas), zwischendurch gab es Pasta mit Thunfisch und wie kreativ Thunfisch mit Tomatensosse und reichlich zu trinken.

    Die 6 m Dekostufe wurde komplett auf 9 m abgeleistet und der 9 m Stopp vollständig aus dem errechneten Dekoprofil gestrichen. Wir blieben 180 min im Habitat und hatten reichlich Zeit zum plaudern.
    Bei der Deko hätten wir sicher etwas Aggressiver ran gehen können, jedoch durch die Abgeschiedenheit der Höhle (es geht auch kein Mobilfunk), hatten wir uns für die „Hasenfußvariante“ entschieden 🙂

    Das Habitat befand sich leider bedingt durch den niedrigen Wasserstand und mangels einer geeigneten Stelle zur Platzierung an der Decke nur auf 8,3 m was uns aber nicht störte. Vor verlassen des Habitats führten wir noch einen 15 Minütigen Gasbreak auf dem Trimix durch und verliessen einer nach dem anderen mit Hilfe von Marc, Arne und Manu das Habitat und tauchten bei Tauchgangsminute 820 im Pool auf.

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    TG Bericht ( Tim, Manu, Peter )

    TG Dauer gesamt: 210 Minuten

    Max. Tiefe: 68m

    Gase: Manu und Peter: BG 18/45, DG 50/25 und O2, Tim BG 15/55, DG 35/35, 50/25 und O2, alle mit PSC-Rebreathern und Scootern ausgerüstet.

    Da Tims Tauchpartner ausgefallen war, kam er mit uns mit. Wir verständigten auf unser Ziel (Scootern bis zum Schacht) und stimmten uns wegen der Gase und Dekostrategie ab.

    Briefing

    Nach dem ausführlichen Briefing (Umkehrkriterien, Dekostrategie, Teamorder, TG Ablauf) ging es ins Wasser und wir machten unsere Predivechecks über Wasser, tauchten ab, absolvierten die UW Checks und legten den O2 auf 6m, das erste Dekogas auf 21m und Tim sein drittes Gas auf 36m ab.

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    Der Tauchgang

    Den Finger auf dem Trigger ging es rein ins Dunkel. Das Profil der Höhle ist beeindruckend: Am Anfang fallen Decke und Boden noch parallel in einem Abstand von ca. 10m ab, bis die Decke in die Horizontale übergeht und der Querschnitt wächst. Die Sicht war wirklich gut, reichte aber oft wegen der stellenweise überwältigenden Dimensionen nicht aus, alle Wände und die Decke von der Leine aus zu sehen. Hinter dem ersten Anstieg sahen wir uns schon HID-Punkte entgegenkommen, das mussten Marc und Arne sein. Beide Teams gingen kurz vom Trigger und genossen das optische Spektakel, wie sich die Kontur der Kuppe im Gegenlicht der HIDs des entgegenkommenden Teams abzeichnete. Ein kurzes Austauschen des OKs mit den Laserschwerten und weiter ging’s für uns. Da die Leinensituation in diesem Teil der Höhle gelinde gesagt etwas chaotisch ist (zum Teil drei mehr oder weniger parallel laufende Leinen, herabhängende Leinenfetzen von der Decke, T’s die im Spitzen Winkel von der Decke auf die tieferen Leinen kommen), galt es eine sinnvolle Strategie zu finden, wie wir sicher stellen konnten, dass wir anhand EINER Leine auch den Rausweg wieder finden würden: Wir entschieden uns für das weiße Kabel, da es sich farblich von den Leinen unterscheidet und nirgends gerissen schien. Nach knapp 30 Minuten gemütlichen Scooterns kamen wir am Schacht an, der von 60m an abwärts ging, sehen uns kurz um und fahren wieder nach Hause, da die geplante Grundzeit vorbei war.

    Wieder am Eingang sehen wir über uns zunächst Marc und Arne auf Deko im grünblauen Gegenlicht des Eingangsportals und darüber Roland und Robin beim Setup für Ihren Tauchgang. Ein tolles Gefühl, das ganze Team vereint beim Tauchen zu sehen!

    Deko

    Nach den Deepstops stießen wir bei 27m zu Marc und Arne, die wir aber aufgrund unserer kürzeren Grundzeit und geringeren Tiefe bald unter uns ließen. Die Deko verlief relativ ereignislos, bis auf den Umstand, dass Peters Rebi sporadisch das Blubbern anfingt, weswegen er die Deko offen absaß um kein Risiko einzugehen: Das Mundstück war eingerissen, und so lief am Ende munter Wasser in den Loop. Aber sicher ist sicher, und da der Grund für die Geräusche UW nicht einwandfrei geklärt werden konnte, war es so die sichere Entscheidung.

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    Nach dem Tauchgang

    Nach dem langsamen Austauchen trieben wir erst noch etwas im Pool, Relaxen und sprachen über den Tauchgang und unsere Eindrücke bevor wir das Gerät noch im Wasser abgelegt haben und an Land noch ein wenig Pause machten.

    Die Höhle ist aufgrund Ihrer Dimensionen überwältigend, aber es gibt auch viele sehr schöne Details zu entdecken. Der Schacht, der unseren Umkehrpunkt markierte, ist atemberaubend. Die Wände über dem Schacht sind rund ausgewaschen, sodass sie gerade zu dazu einladen, einmal im Kreis rum zu düsen.

    Toll ist es, zu sehen wie gut wir im Team miteinander klarkamen: Wir waren erst einmal vorher zusammen getaucht, trotzdem gab es keine Unklarheiten oder Abstimmungsprobleme, da wir im gesamten Team Cavebase strikte gemeinsame Standards was Ausrüstung und Vorgehensweisen haben, die auf den DIR-Prinzipien beruhen. So bleibt der Reibungsverlust verschwindend gering.

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    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Walchensee September 2007

    Walchensee September 2007

    Team: Manu, Peter, Tibor, Robin, Roland

    Freitag / Anreise

    Vor der Winterpause wollten wir noch einmal an der Galerie tauchen. Trotz der kurzfristigen Planung haben wir Quartiere gefunden und freuten uns auf das Wochenende. Da sich durch diverse Staus die Ankunft in die Nacht verschoben hatte, musste der gemeinsame Schlummertrunk ausfallen und wir verabredeten uns gleich für den nächsten Morgen an der Galerie.

    Samstag / Walchensee – Galerie

    Als sich alle gegen ½ 10 trafen, waren wir die einzigen auf dem Parkplatz und konnten uns so die besten Parkplätze sichern. Da der Morgen grau und mit Wolken angefangen hatte, ließen wir es langsam angehen und nutzen die Zeit zum Plaudern. Und das sollte sich lohnen! Denn nach einiger Zeit kam dann die Sonne raus. Also machten wir uns fertig, brachten die Stages schon mal ins Wasser und nach einem gründlichen Briefing konnte es losgehen. Wir hatten 2 Teams gebildet: Tibor, Manu und Peter planten für 60m Grundtiefe, während Roland und Robin doch den dreistelligen Bereich anpeilten. Bis zum Ford tauchten beide Teams noch gemeinsam. Auf dem Weg hinunter begegneten uns 2 Taucher, die uns wohl für Aliens gehalten haben müssen mit all den Stages, Rebreathern und Lichtschwertern. Es ist ein toller Eindruck, wenn bei guter Sicht 5 Lichtschwerter eine Atmosphäre wie auf dem Mond zaubern! Angekommen am Ford trennten sich dann die Wege wie vereinbart: Tibor, Manu und Peter folgten der Wand nach links, und wir konnten Roland und Robin noch für eine ganze Weile beobachten, wie sie weiter in die Tiefe sanken.

    Trotz dem Umstand, dass wir noch nie mit Tibor im Wasser waren, verlief der Tauchgang ruhig und wie geplant bis zum 6m Dekostop. Hier zeigt sich ein riesen Vorteil des DIR-Systems. Neben der identischen Ausrüstung sind auch Abläufe (Gaswechsel, Kommunikation) und Planungsgrundlagen (Gase, Dekostops) identisch, sodass man jederzeit mit einem noch unbekannten DIR-Taucher abtauchen kann ohne böse Überraschungen zu erleben.

    Auf dem 6m Stop kam Tibor dann beim Wechsel auf die Sauerstoffstage ein riesiger Blasenschwall entgegen: Die erste Stufe hatte sich gelöst. Nachdem Tibor diese wieder festgeschraubt hatte, blies die zweite Stufe fleissig ab. Darum schraubte er den Bottomstageregler auf die 6m Flasche und wir konnten beginnen die Zeit für den Stop runterlaufen zu lassen.

    Nach dem Tauchgang entspannten wir noch ein paar Minuten auf dem Wasser, sprachen über den TG und parkten unsere Stages. An den Autos angekommen halfen wir uns aus den Geräten und wussten, dass wir noch ca. 50 Minuten bis zum Auftauchen von Roland und Robin Zeit hatten. Also holten wir unsere Klappstühle heraus und tranken erst einmal einen Kaffe bevor wir daran gingen den Einstieg von unseren Stages für das zweite Team freizuräumen. Als wir dann Roland und Robin beim Aufstieg auf den letzten Metern beobachteten, gingen wir runter um Ihnen mit der Ausrüstung zu helfen: Wir hatten Seilschlaufen vorbereitet, in die die beiden Ihre Stages einhängen konnten. So konnten wir ihnen trockenen Fußes vom Ufer aus die Stages abnehmen und ihnen dann aus dem Wasser helfen.

    Am Nachmittag gingen wir in einen Tourischuppen (Panoramablick oder so) am See, den wir aber wieder verließen in Richtung Grauer Bär in Kochel. Abends genossen wir dann noch ein isotonisches Kaltgetränk in der Kellerbar.

    Sonntag / Starnberger See

    Am nächsten Morgen trafen wir uns um 10 an der Wasserwacht am Starnberger See und konnten gerade noch die letzten Parkplätze ergattern. Wir haben uns dann aufgerödelt und von Roland die Steilwand mit Ruderboot zeigen lassen. Während der ansonsten ereignislosen Deko trat dann bei mir der sanitäre Notfall ein und ich verfluchte meine Faulheit den Mensch-Maschine Adapter nicht anzulegen. Als wir aus dem Wasser kamen trafen wir noch Albert und ratschten noch ein halbes Stündchen, bevor wir uns wieder auf die Heimreise machten.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • 125m TG Walchensee Galerie Juni 2007

    125m TG Walchensee Galerie Juni 2007

    Team: Roland Kring, Robin Sporrer

    Samstag, den 23.06.2007

    Es wurde von uns ein Rebreather-TG an der Galerie geplant und in der Folge am 23.06.2007 auch erfolgreich durchgeführt. Bei diesem Tauchgang werden wir eine Maximaltiefe von 126 m erreichen und bei 122m den Leichnam eines Sporttauchers vorfinden. Bei diesem Tauchgang haben wir aufgrund der derzeitigen Sprungschichtensituation (Kälte) im Vorfeld eine Bottomtime von nur 10 min auf einer Durchschnittstiefe von 110 m veranschlagt. Die Abstiegszeit wurde in der Grundzeit nicht berücksichtigt. Durchgeführt wurde dieser TG jeweils mit RB 80/RB 2000 und Doppel-20 mit Trimix 12/75. Das Backgas in den Doppel 20 diente als Safetygas und wurde während des TG – ausser zum inflaten des Wings und für die Gasbreaks nicht verwendet.

    Als primäre Gasquelle für die Bottomtime jenseits von 54 m diente eine Stage (80 cbf)mit einem Trimix 12/75, daneben kamen 4 Dekogase in 80 cbf Stages zum Einsatz. Hierbei handelte es sich in der Mehrzahl um Standarddekogase (O2, 50/25, 35/35) mit den üblichen MOD´s sowie als „Exot“ um ein 25/45 mit einer von uns gesetzten MOD von 54 m.

    Als reguläres 4. Dekogas ist in der einschlägigen Literatur und in einigen TG-Berichten ein Trimix 21/35 angegeben, welches üblicherweise ab 57 m Tiefe für die Dekompression eingesetzt wird. Aufgrund des uns ungünstig erscheinenden He- und N2 Drops beim Wechsel vom Bottommix (12/75) auf das Dekogas (21/35 -> 25/45) haben wir uns nach verschiedenen Überlegungen hinsichtlich einer besseren Dekoqualität für ein Trimix 25/45 als 4. Dekogas entschieden, welches wir ab einer Tiefe von 54 m einsetzten. Zudem nutzten wir dieses Gas, um ab 15 m Tiefe auf dem Rebreather bis auf 54 m abzutauchen.

    Der TG wurde also insgesamt mit jeweils 5 x 80 cf Stages und einer Heizröhre für die Versorgung der 80 W bzw. 100 W Heizhemden durchgeführt, Unterwassersupport war nicht vorhanden.

    Initial wurde der RB 80 beim Abtauchen mit dem Trimix 25/45 als „Travelgas“ versorgt und an der Wasseroberfläche der Atemkalk zunächst warm geatmet. Anschließend erfolgte der Abstieg OC zunächst auf eine Tiefe von 15 m, dort wurde von OC auf den RB gewechselt und nach dem RB-Check mit dem 25/45 auf eine Tiefe von 54 m die Geröllhalde in Richtung Wand abgetaucht. Auf 54 m erfolgte dann der Wechsel auf die Stage mit dem Trimix 12/75 gefolgt von dem weiteren Abstieg. Wir passierten beim Abstieg die üblichen „Sehenswürdigkeiten“ (Paulaner Fahne bei ca. 80m, Autowrack auf ca. 93m, Kreuz auf ca. 100 m) und tauchten die Geröllhalde immer weiter ab und entfernten uns dabei etwa 10-15 m vom Ende der Steilwand. Bei 122 m sichteten wir den Leichnam eines unbekannten Sporttauchers, welcher auf der Seite liegend zur Hälfte mit Silt bedeckt war und mit einer ersten Stufe und einer Monoflasche ausgestattet war. Wir umrundeten die Leiche und erreichten dabei eine Maximaltiefe von 126 m, danach hoben wir den Daumen und tauchten an die Steilwand zurück und begannen ab 94 m in der Nähe des Autowracks mit den üblichen Deepstops und leiteten die Dekompressionsphase ein. Auf 54 m erfolgte der Wechsel vom Trimix 12/75 auf das erste Dekompressionsgas 25/45, gefolgt vom Wechsel auf 36 m auf das zweite Dekogas 35/35, bei 21 m auf das 50/25 Gas und schließlich der Wechsel auf O2 auf 6 m Tiefe. Vor den Gaswechseln erfolgten jeweils Gasbreaks mit dem Trimix 12/75. Auf 6m wurden Breaks mit dem Rückengas im Verhältnis 12:6 durchgeführt.

    Bei dem TG bedienten wir uns eines Bühlmann basierten Profils mit GF low 0,1/ GF high 1,2, wobei wir uns auf der Deko entschieden nochmal etwa 10% des 6m Stops zu kürzen. Die Deko funktionierte bei uns problemlos, leider stand kein Doppler zur Verfügung mit dem man dies hätte objektivieren können, aber das Weißbier und die Würstl am Abend haben uns gut geschmeckt 😉

    Danke an Holger M, Stefan G, Tibor, Andy fürs abnehmen der Stages und aus dem Wasser helfen. Echt super nett von Euch

    Im Oktober 2007 war dann die Kripo bei Roland zu Hause und spiele ihm ein paar U/W Videosequenzen vor die sie mit dem ROV machten. Die Polizei kam dem Leichnam schon relativ nahe. Es ist auf dem Video z.B. der Maschendrahtzaun auf ca.
    120m zu sehen. Der Leichnam lag max. 3-4m von dem Zaun entfernt. Da sie aber leider ab dem Zaun in die falsche Richtung mit dem ROV „gefahren“ sind, konnten sie den Toten nicht finden. Da ich aber die Stelle noch sehr genau kannte, konnte ich anhand des Videos genaue Angaben machen.

    Leider darf ich (Roland) das mir gezeigte Video nicht zeigen.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • DIR-M Treffen 2007

    DIR-M Treffen 2007

    Das erste Listentreffen der DIR-M fand am Walchensee über das Wochenende vom 23.6.2007 statt. Insgesamt fanden sich rund 25 DIR-gesinnte Taucher samt Anhang bei Conny Schilcher auf der Schilcher-Alm und zum Tauchen an der Galerie an einem wunderschön sonnigen Wochenende ein. Die individuelle Anreise der Teilnehmer erstreckte sich von Freitagnachmittag bis Samstag früh wo man sich letztendlich an der Galerie zum Trimixtauchen einfand.Es wurden dort von mehreren Teams
    Trimixtauchgänge in maximalen Tiefen zwischen 60 und 125 Metern durchgeführt. Am Abend wurde während des „Schilcher Alm Grill-Festes“ viel an Erfahrung ausgetauscht, bestens gespeist und dem Vortrag von Holger Kiesl von der DIR-Austria gelauscht. Es war ein rundum gelungenes lockeres Treffen. Einen großen Dank von hieraus nochmals an den Organisator Tobi Petzinger: „Es schreit nach Wiederholung“ (erste Planungen für ’08 sind schon im Gange…………..).

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • RB80 – Training 2007

    RB80 – Training 2007

    RB80 Training für Robin und Stefan , Teil 1, 24.02.07

    Am 24 Februar 2007 kam Robin für ein Rebreathertraining zu mir. Es war ein sehr schöner Februar Tag und wir begonnen mit dem trockenen Teil, der Theorie. Danach erläuterten bzw. diskutierten wir jedes einzelne Teil von dem Kreisel. Jetzt ging’s an den Zusammenbau des RB´s und an die verschiedenen Tests die VOR jedem TG enorm wichtig sind, wie z.B. den Über.- bzw. Unterdrucktest, nur um einen zu erwähnen.

    Bei der Konfiguration wurden verschieden Vor- bzw. Nachteile besprochen. Auch wurden die unterschiedlichen Konfigurationen wie sie z.B. GUE lehrt, oder so wie sie die WKPP oder die EKPP taucht besprochen. In diesem Punkt sind sich zwar GUE´ler einig, aber nicht die restliche DIR Szene 😉

    Nach diesem Teil wurde das ganze Equipment ins Auto gepackt und es ging Richtung Echinger Weiher. Es kleiner Weiher mit einer max. Tiefe von 7,5m. Es handelt sich hierbei um einen Grundwasserweiher/See. Durch das Grundwasser ist der See ganzjährig mit ca. 10 – 12 Grad ein idealer Trainingssee für den Winter. Aus Sicherheitsgründen wurde mit reinem Sauerstoff getaucht. Es wurden bei diesem TG der ca. 4,5 Stunden dauerte, sämtliche Sicherheitsskills geübt und bis zum erbrechen durchgeführt. Das Thema Stagehändling und Gaswechsel wurde auf die nächste Tage verschoben. Als wir wieder bei mir zu Hause angekommen waren, war es längst dunkel. Wir ließen den Tag bei einem Theorietest und ein paar Bier ausklingen.

    RB 80 Training für Robin und Stefan, Teil 2, 04.03.07

    An diesem Tag wurde nochmals kurz die Theorie wiederholt und dann ging´s auch schon ab zum Echinger Weiher. Die erste Stunde standen Sicherheitsskills auf dem Programm. Weiter ging´s mit Stages.- und Gaswechsel auf dem Kreisel.

    RB80 Training für Robin und Stefan, Teil 3, 17.03.07

    Dieses mal hatten wir leider mit dem Wetter nicht so viel Glück, es stürmte ziemlich heftig. Aber was solls, die meiste Zeit des Tages waren wir eh unter Wasser.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Lot & Dordogne April 2007 (Biwakhalle)

    Lot & Dordogne April 2007 (Biwakhalle)

    Team: Roland Kring, Robin Sporrer

    Die geplante Frankreichtour im März ließen wir zugunsten reichlicher Übungsstunden auf dem RB2000 und der Durchführung mehrerer tieferer Trimix Tauchgänge im Bodensee ausfallen und entschieden uns im April die Ressel beide mit den Rebreathern bis zum Ende zu durchtauchen und in der Biwakhalle aufzutauchen.

    Da wir uns die Höhle sukzessive mit jeder Tour ein Stück weiter erarbeitet hatten und wir Sump 1 und den Complex Circuit im tiefen Teil im letzten Jahr Open Circuit bereits hinter uns gebracht hatten, kannten wir uns in dem Bereich bis 1500 m sehr gut in der Höhle aus.

    Die Biwakhalle ist eine der insgesamt 4 möglichen Auftauchstellen am Ende der Ressel. Die Challenge ist das man etwa 2000 m vom Eingang dekomprimiert um dann nach etwa 2500 m Entfernung vom Höhleneingang in der Biwakhalle aufzutauchen, nachdem man sich da hinten erstmal eine Orientierung verschafft hat, da es hier einige Abzweigungen gibt, die jeweils zu anderen Auftauchstellen führen. Der eigentliche TG zur Biwakhalle wurde mit 2 Gavinscootern/Taucher (Magnum/Long) und insgesamt 6 Stages je Taucher (2 x O2 40 cf/80 cf, 2 x 50/25 40 cf/80 cf, 1x 35/35 80 cf , 1x 80 cf 17/60) und jeweils einer Heizröhre durchgeführt.

    Um zügig voranzukommen entschieden wir uns am Vorabend des Tauchgangs einen kleineren Setup und Check TG mit 5 Stages zu machen und deponierten jeweils eine 80 cf O2 im Eingangsbereich auf 6m, eine 40 cf mit 50/25 auf 21 m kurz vor dem Schacht bei etwa 350 m und eine 80 cf 35/35 am Schachtboden auf 42 m.

    Danach scooterten wir noch kurz zu der Abzweigung bei 830 m und drehten um, die Sichtverhältnisse waren mit etwa 20 m ausreichend. Da wir nur etwa 30 min Grundzeit und eine max. Tiefe von 52 m hatten dekomprimierten wir das ganze zügig mit dem 50/25 aus und tauchten nach 90 min wieder in der Cele auf, räumten die Scooter und das restliche Equipment ins Auto und machten uns auf den Weg zurück nach Carjac zur Domaine Gayfie, wo wir unser Domizil hatten.

    Am nächsten Tag ging es nach dem obligatorischen Nudelfrühstück zeitig los, da wir uns einen guten Parkplatz an der Straße sichern wollten und außerdem unsere am Vortag deponierten Stages keine Füße bekommen sollten. Wir tauchten auf den Rebreathern mit dem 50/25 ab und scooterten zügig zu unseren am Vortag deponierten Dekogasen, checkten diese nochmals, tauschten die mitgeführte 80 cf 50/25 gegen eine 40 cf 50/25 für die Deko in Sump 1 aus und klippten die 80 cf 50/25 an die Leine und wechselten auf das Trimix 17/60 und ließen unsere Heizröhren am Schachtkopf zurück. Anschließend scooterten wir in den tiefen Teil der Ressel.

    Nach einer unspektakulären Scooterfahrt erreichten wir die tiefste Stelle der Höhle (ca. 80 m/1500 m) und fingen erstmal an das üble Leinenchaos da hinten zu beseitigen und verknoteten die zahlreichen losen Leinensegmente zu einer durchgehenden Leine. Das ganze Leinenengeflickte und nachspannen von Leine setzen wir immer wieder bis etwa 30 m Tiefe fort. Während wir in dem Schacht hochtauchten und das Gangprofil genossen ärgerten wir uns gehörig, weil es uns bestimmt gut insgesamt 30 min kostete das Leinenchaos zu ordnen. An allen möglichen Stellen beginnen neue Leinen und enden teilweise blind oder hängen lose im Gangprofil. Schließlich ließen wir an einem Seitengang jeweils den benutzen Scooter und die Trimixstage zurück und begannen die Deko mit dem 50/25 und tauchten schließlich in einen kleinen Gang der zu drei bekannten Auftauchstellen führt und begannen auf 6 m mit der O2 Deko, nachdem diese zu dreiviertel
    abgesessen war scooterten wir dem weiteren Gangverlauf folgend und erreichten schließlich mehreren Leinenverzweigungen.

    Wir platzierten entsprechende Cookies, flickten und knoteten erneut Leine und verstauten lose Leinenenden unter den zahlreichen Steinbrocken und fast hätte mein Scooter auch Leine gezogen, knapp 2 km in der Höhle will man das nicht wirklich, aber eben für solche Fälle benutzt man eben eine ausreichende Anzahl von Backupscootern. Schließlich tauchten wir in einer Sackgasse vor einer Versturzhalde in einem kleinem aber wunderschönen Wasserfall auf und merkten das wir uns vertaucht hatten, das war nicht die Biwakhalle!

    Wir entspannten ein paar Minuten an der Wasseroberfläche, genossen den super schönen Anblick des Wasserfalls und diskutieren kurz das weitere Vorgehen. Wir entschieden uns an eine der angetauchten Gangverzweigungen zurück zu scootern und tauchten in einen anderen Seitengang und erreichten schließlich eine markante Stelle mit einem Versturz.

    Wir kletterten aus dem Wasser und ließen die Scooter zurück. Wir mussten ein paar Minuten in Knietiefen Wasser waten und passten höllisch auf das wir uns den Anzug nicht beschädigen oder hinzufallen und uns die Knochen brechen. Nach ein paar Metern war das Wasserlevel wieder tief genug um abzutauchen, um nach ein paar Minuten flösseln endlich in der Biwakhalle aufzutauchen. Da wir keine Trockenröhre dabei hatten und reichlich Hunger hatten und so ein kühles Bier nach
    dem Tauchgang auch eine feine Sache ist, entschieden wir uns nach einer halben Stunde Aufenthalt wieder zurück zu tauchen.

    Die anschließende Dekompression war mit den deponierten 3 Dekogasen und molliger Wärme der Anzugheizung unspektakulär und wir tauchten schließlich mitten in der Nacht in der Cele auf. Insgesamt waren wir knapp 9 Std im Wasser, wobei wir es auf dem Rückweg sehr ruhig angehen ließen und reichlich trödelten und jeden Meter des Rückweges genossen und die weiteren Gänge kurz erkundeten. Die reine Tauchzeit auf den Rebreathern betrug etwa 480 Minuten.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase