Kategorie: Allgemein

  • Fototeam im Lot 2020

    Fototeam im Lot 2020

    Eigentlich sollte es Mitte Juni zum Projekt in Griechenland gehen. Leider hat uns hier Covid-19 einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Fluglinien haben unseren Flug gecancelt. Daher war das Team auf der Suche nach Alternativen. Schnell beschlossen wir ein paar Höhlen in Slowenien zu besuchen. Nach Rücksprache mit unserem Kontakt vor Ort und Beobachtung des Wetterberichts mussten wir auch diese Idee wieder verwerfen, da die Höhlen nicht betauchbar waren. Ein Teil des Teams beschloss daher nur das Wochenende für einen Ausflug zum Bergwerk Felicitas und Nuttlar zu unternehmen.

    Das Fototeam um Mats, Schüssi und Heinke, sowie Aline als Oberflächensupport, war jedoch weiter auf der Suche den geplanten Urlaub stattfinden zu lassen.

    So beobachteten wir das Wetter und die Grenzöffnungen der umliegenden Länder genau. Für Frankreich stand fest, dass die Grenzen am 15.06. wieder öffnen sollen und das Wetter schaute auch soweit ok aus. Nach Rücksprache mit den Füllstationen im Lot entschlossen wir uns den Trip zu wagen.

    So trafen wir uns Montags zu viert bei Schüssi, beluden die Autos und machten uns auf den Weg ins schöne Lot.

    Bei unserer Ankunft um 23:30 in Cajarc mussten wir dann direkt feststellen, dass unsere kurzfristige Buchung über Booking.com nicht so richtig geklappt hat und so standen wir ohne Bleibe in Cajarc. Zum Glück haben wir Lilo von der Domain de Gayfie doch noch erreicht und konnten ein Häuschen bei ihr bekommen.

    Nach einer erholsamen Nacht luden wir am ersten Morgen erst einmal die Autos aus und richteten unsere Kreisel. Für den Tag stand ein Foto-Tauchgang in der Ressel auf dem Plan. So fuhren wir gegen 12 Uhr an unserem Haus los. Als wir an der Ressel ankamen trauten wir unseren Augen kaum. Der ganze Parkplatz war leer, die Célé ohne Strömung. Wir richteten unser Material und sprangen in den Fluss. Am Höhlenpool erwartete uns glasklares Wasser. In der Höhle selbst hatten wir etwa 8-10m Sicht und es war nur ganz leicht milchig. Wir fuhren mit den Scootern zu den vereinbarten Plätzen und versuchten die besprochenen Fotoaufnahmen umzusetzen. Immer wieder fand einer von uns ein Plätzchen und eine Idee für ein paar Bilder und so knipsten wir fast 2 Stunden lang in der Höhle. Auch testeten wir verschiedene Lichtmöglichkeiten. Den Abend beschlossen wir mit leckerem Wein und Käse.

    Am nächsten Tag stand die St. George auf dem Plan. Außerdem wollten wir der St. Saveur einen Besuch abstatten und schauen wie die Bedingungen sind. Auch an der St. George waren wir die einzigen Taucher. Unser Plan war es mit den Scootern bis etwa 1km in die Höhle auf 75m zu scootern. Natürlich nahmen wir auch wieder die Kamera mit und spannten eine Actionkamera auf einen Scooter. Die St. George zeigte sich von Ihrer „üblichen“ Seite, immer ein wenig milchig, und so war an Bilder machen nicht so wirklich zu denken. Lediglich beim Höhlenpool konnten noch ein paar Schnappschüsse der Hechte gemacht werden. Nun ging es weiter zur St. Saveur. Am Pool angekommen richteten wir schnell das kleine Besteck für einen Check-Tauchgang. Von außen sah die Höhle noch vielversprechend aus, leider wurden wir aber ab 5m Tiefe von der Realität eingeholt und es hatte nur 2-3m Sicht. Wir tauchten bis etwa 35m Tiefe in die Höhle, in der Hoffnung, dass es doch noch besser wird. Aber das klappte leider nicht. Auf dem Rückweg hielten wir noch kurz bei Olivier (The Cave To Be) und füllten ein paar Fläschchen auf. Am Abend genossen wir wieder leckeren Wein und selbstgemachten Flammkuchen.

    Für Tag 3 planten wir den Deep Loop an der Ressel. An der Höhle angekommen war noch ein anderes Team da. Wir transportieren die benötigten Flaschen zum Eingang. Leider machte uns jedoch Mats Rücken einen kleinen Strich durch die Rechnung und so haben wir uns kurzfristig entschlossen doch nochmal einen Fototauchgang mit kleinem Besteck zu machen. Auch hier testen wir wieder verschiedene Belichtungsmöglichkeiten und Befestigungen der Videoleuchten am JJ-CCR. Anschließend fuhren wir noch zur Trou Madame. Bei unserem letzten Tauchgang hatte sie leider zu wenig Wasser aber heute Stand das Wasser bis zum Einstieg. Wir transportieren also wieder unsere Bailout-Stages zum Eingang und liefen dann durch den Fluss zum Eingang. Auch hier versuchten wir wieder uns gegenseitig in Szene zu setzen.

    Für den letzten Tag stand die Landenouse auf dem Plan. Ziel war es bis zum ehemaligen End-Of-Line bei 1300m und -70m Tiefe zu scootern. Diesen Tauchgang wollten wir zum Filmen nutzen und befestigten auf 2 Scootern entsprechend Videoleuchten und am dritten Scooter eine Kamera. Leider streikte die Kamera jedoch beim Abtauchen und so genossen wir die hell beleuchtete Höhle für uns selbst. Nach dem Tauchgang entspannten wir noch ein wenig am Pool bevor wir überlegten noch eine Höhle zum Klettern anzuschauen. Schnell fiel Marcel die Emergence de Bons ein, in welcher er vor 2 Jahren schon einmal ein wenig geklettert war. Natürlich lag unser Höhlenführer in der Wohnung und so mussten wir erst einmal das Internet nach den Koordinaten durchsuchen. Fündig wurden wir schließlich in einem Wikipedia-Eintrag. In der Höhle selbst kletterten wir bis zur Abtauchstelle, machten noch ein paar Fotos und philosophierten wie man hier mal tauchen könnte.

    Am Abend richteten wir schon einen Teil der Ausrüstung für die Rückreise bevor wir bei leckeren selbstgemachten Burgern den Abend ausklingen ließen.

    Für uns war es eine super Woche um in Ruhe einige Dinge mit der Kamera auszuprobieren, ein paar schöne Bilder zu schießen und tolle Tauchgänge zu machen.

    Hier noch ein paar Eindrücke:

    In diesem Sinne

    Eure Cavebase

  • Helmtauchen – Januar 2019

    Helmtauchen – Januar 2019

    Team: Tobi, Flo, Yvonne, George

    Tauchen mal ganz anders!
    So hieß das Motto am Freitag den 04.01.2019 bei -3 Grad und Schneefall haben wir uns mit George am See getroffen um mit ihm seinen neuen Tauchhelm zu testen

    Hier ein paar Bilder die an diesem Tag entstanden sind.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

     

     

  • Boot 2019

    Auch dieses Jahr war unser Team an den Wochenende wieder auf der Boot in Düsseldorf vertreten. So hatten wir an jedem Wochenende eine Delegation, welche sich die Neuheiten anschauen konnte und gute Freunde treffen.

    Ein paar Eindrücke wollen wir auch hier mit euch teilen.

     

  • Fun & Training Lot 2019

    Team: Marc, Heinke, Max, Steffen K., Zeljka, Marcel, Mats, Olli, Steffen B., Aline

    21.09.-28.09.2019

    Nachdem sich die Cavebase über viel frischen Wind durch neue Anwärter freut, kam die Idee auf, mit einen Aufenthalt im französischen Lot das Spaßige mit dem Nützlichen zu verbinden. Zuerst einmal wollten wir Spaß mit spannenden und komplexen Tauchgängen im Team verbinden. Desweiteren wollten wir unsere  höhlentaucherischen Fähig- & Fertigkeiten harmonisieren und weiter steigern. Dazu wollten wir uns eine ganze Woche mit verschiedensten Themen und Zielen auseinandersetzen. Frei nach dem Motto: „Nach dem Projekt ist vor dem Projekt!“ 

    Themen waren erstmal grundlegende Dinge, wie Labeling und Rigging von Stages in der Cavebase, CCR Predive-Checkliste und allgemeine Prozeduren im Team. Dazu sollte die persönlich betauchte Reichweite der von uns bekannten Höhlen deutlich erweitert werden. Mit dem Umgang des neue gewonnen Habitats kamen weitere Prozeduren zum Aufbau, Nutzen und Betreiben hinzu. Als i -Tüpfelchen nutzten wir die Tauchgänge, um verschiedenste Erfahrungen von anderen Explorationsprojekten für das Team auszuprobieren und so z.B. moderne Verfahren in der Deko zum Wohle der Sicherheit bei langen Explorationstauchgängen zukünftig zu ermoeglichen. 

    Nach einer langen Anfahrt am Samstag für alle Teammitglieder bis teilweise spät in den Abend, stand am Sonntagmorgen zuerst einmal ein gemeinsames Frühstück an. Bei diesem ging es auch parallel direkt los mit Theorie und spannenden Diskussionen. Anschließend richteten sich alle für einen ersten Tauchgang in der Emergence du Ressel, diese sollte in 2 Phasen betaucht werden. Am ersten Tauchgang dieser Woche wollten sich die Support-Teams den 60m-Bereich mit dem Scooter anschauen. Unser Push-Team Max und Oli planten bis zum tiefen Schacht bei 83m zu tauchen. Für die Support-Teams sollte dieser Tauchgang eine Vorbereitung auf den Deep-Loop sein. Das Push-Team plante gegen Mitte der Woche zur Biwakhalle zu tauchen. Bei strömendem Regen richteten wir das Material für die Höhle. Die Support-Taucher machten sich hierbei auch bereit Depots für das Push-Team in die Höhle zu bringen. Zeitlich versetzt starteten die Teams nacheinander. Im tiefen Bereich wurden alle Taucher mit glasklarem Wasser belohnt. Mit Tauchzeiten von 2-4,5 Stunden beendeten alle Mitglieder ihre Tauchgänge erfolgreich. Im Schein der Lampen verräumten wir das Material und fuhren zurück zur Unterkunft. 

    Im Vorfeld der Woche wurde uns schon die aktuell gute Sicht in der Gouffre de Cabouy zu getragen. Grund genug, um die Höhle in unsere Planung mit aufzunehmen, da dieser Zustand nicht sehr häufig ist. Außerdem passte sie auch in unser steigendes Trainingsprofil und unsere Scooterstrecke & -zeit auf über zwei km One-Way anzuheben. Aufgrund der Tiefe und Tauchzeiten zu den nächsten Austauchstellen bedurfte es nur eines Stagedepots durch das Supportteam und so konnten sich die gebildeten Teams ihre individuell gesteckten Ziele super umsetzen. Marc, Marcel, Mats und Steffen B. planten bis zum Ende von Sump 1 zu tauchen, und dort Scooter und Gas für das Push-Team abzulegen. Auf dem Rückweg wurden dann noch ein paar Übungen wie das Abschleppen eines Tauchers mit defektem Scooter trainiert. Nahe dem Ausgang wurde das Viererteam von Steffen K. und Heinke in Empfang genommen. Diese hatten sich ein paar Übungsszenarien für die anderen ueberlegt und so klemmten plötzlich unsere Solenoid in offener oder geschlossener Position und wir mussten ohne Diluent oder Sauerstoff klar kommen. Nach der Trainingssession tauchten auch Steffen K. und Heinke noch ein wenig in die Cabouy. Max und Olli war das Ende von S1 nach 2km nicht genug und so machten sie sich auf den Weg zum Einstieg von S3. Herausforderungen während des 5,5 Std Ausfluges war der Transport von CCR, Bailout und Scooter über die nicht betauchbaren Abschnitte und das Überwinden der Teils engen Trockenpassagen.

     

    Durch die aktuell sehr gute Sicht konnte man erstmals die Ausmasse der Gaenge in S1 erkennen. Im mittleren Teil nach S1 bis Auftauchen S2 wurden diese Gänge immer größer und endete in einer riesigen Kathedrale vor S3. Diese riesige Halle war so groß, dass diese nicht auf einmal ausgeleuchtet werden konnten. Total begeistert von den Ausmaßen der Cabouy trat das Push-Team rechtzeitig den Rueckweg an, um pünktlich wie geplant beim Rest des Teams anzukommen. Dort wurden sie mit einer Pizza überrascht, und konnten die gewonnenen Eindrücke teilen. 

    Für den 3. Tag trennten sich die Teams, um individuell auf die Themen UW-Höhlenfotografie und Sidemounttauchen eingehen zu können. Heute sollte einfach mal die Seele bei einem relativ einfachen Tauchgang baumeln gelassen werden, um die letzten Tage nochmal Gas zu geben.

    Das Sidemounttauchen ist bei der Cavebase Mittel zum Zweck und so steuerten Max und Olli die Source de Marchepied an. Diese Höhle zeichnet sich durch eine längere Restriktion aus, die nur mit einem Sidemountsystem bequem durchtaucht werden kann. Ein Umdrehen ist hier nicht möglich und es muss weitergetaucht werden bis der Gang wieder aufmacht. Dort angekommen wurden sie mit sensationell klarem Wasser belohnt. Die Entfernung des Strahles der Lampe wurde lediglich durch das Höhlenprofil begrenzt.

    Das restliche Team wollte an diesem Tag die Resurgance de Trou Madame betauchen. Diese Höhle war für viele Mitglieder bisher unbekannt und bietet mit seiner geringen Wassertiefe ein ideales Mekka für lange ausgedehnte Höhlentauchgänge. Nachdem das Team alle vier Fahrzeuge geparkt hatte machte es sich zu Fuß auf den Weg den Eingang zu erkunden. Leider mussten sie feststellen, dass der Wasserstand aufgrund der langen Dürrephase sehr flach war und man erst einmal über 100m in die Höhle klettern musste. Im ganzen Team kam keine richtige Motivation auf, das ganze Material hierher zu transportieren und so wurde beschlossen, den Tauchgang auf die Source de Landenouse zu verlagern.

    Hier konnte die neue Treppe genutzt werden, was sollen wir sagen: „Luxus pur“.

    Es wurden 3 Teams gebildet. Marc und Steffen B. erkundeten die Höhle mit dem Scooter, Marcel und Mats schnappten sich die Fotoausrüstung und probierten in der Höhle ein paar Einstellungen mit abgelegten Lampen aus. Leider hatte die Landenouse an diesem Tag nicht die idealen Bedingungen und war gerade im Eingangsbereich sehr milchig. Das 3. Team bestand aus Heinke und Zeljka. Auch sie machten sich zu Fuß auf den Weg. An diesem Abend schaffte es das ganze Team einmal bei Tageslicht zurück in der Unterkunft zu sein und den Grill anzuschmeisen. 

    Erholt vom Vortag stand für den 4. Tag nochmals die Ressel an. Nach einer detaillierten Tauchgangsbesprechung innerhalb der Gruppe kristallisierten sich drei Tauchteams heraus. Das Push-Team plante die Biwakhalle zu begehen. Der Tauchgang wurde mit insgesamt 6 Stunden vom Ab- bis Auftauchen in der Cele geplant. Team 2 war das Deep-Loop-Team Heinke, Marc, Marcel, Mats und Steffen B. Hier war ein Scootertauchgang durch den Deep Loop geplant. Bei diesem Tauchgang sollte zusätzlich noch Support für Max und Olli geleistet werden. Hierbei wurden zwei Dekogase O2 und TMX50/25 sowie je zwei mal TMX30/30 und TMX18/45 und Backup-Scooter deponiert. Den Tauchgang setzte das Deep-Loop-Team mit 3-3,5 Stunden an.

    Das dritte Team bildeten Steffen und Zeljka als Support-Team für Max und Olli um Material auf der Deko abzunehmen.

    Als erstes bereitete sich Team 2 vor und rüstete sich mit dem Material von Team 1 sowie dem selbst benötigten Material an Gasen und Scootern aus. Der Plan war es im flachen Bereich gemäßigt zu scootern und im tiefen Bereich die Geschwindigkeit etwas zu erhöhen, um nicht zu viel Deko zu sammeln. An den abgesprochenen Depot-Punkten wurden die Gase entsprechend abgelegt. Zum Erstaunen des ganzen Teams verlief der gesamte Tauchgang sehr entspannt und schnell und so war das Team bereits nach 130 Minuten wieder zurück.

    Dank der guten Zuarbeit des Deep-Loop-Teams konnten Max und Olli als das Biwakhallen-Team deutlich entspannter und schneller den größten Teil der tiefen Passage zurücklegen. Die Ressel glänzte mit traumhaften Sichtweiten ab 40m und sehr breiten Gängen, so dass die meiste Zeit nebeneinander gescootert werden konnten. Erst der Schacht 7 hinauf zum Hasenmeyerschacht musste wieder hintereinander betaucht werden. Bis zum Schacht 7 war die Leinensituation bestens, danach gab es teilweise mehrere Hauptleinen oder Leinenknäule. Im Hasenmeyerschacht saßen die Zwei die entstandene Deko ab, um über den Weg Richtung LAC T, die METRO entlang, über die Schikane schlussendlich in der Biwakhalle anzukommen.

    Nach dem Überprüfen der CO2 Situation legten sie die Ausruestung ab, um anschließend am Einstieg von S4 sitzend weitere Vorhaben innerhalb der Ressel zu schmieden und die Trockenpassage intensiv zu erkunden.

    Mit dieser Begeisterung machten sie sich wieder auf den Weg Richtung Ausgang, dabei konnte die Ressel in allen Zügen genossen werden. Auch sammelten sie die tiefen Gase wieder ein. Leider verpasste Team 3 den richtigen Zeitpunkt, um das Material von Team 1 abzunehmen und so staunten alle nicht schlecht, als Team 1 vollbeladen in der Cele auftauchte. So konnte das dritte Team dann einen gemütlichen Tauchgang bis zum Schacht durchführen.

    Als am späten Nachmittag die anderen Tauchgruppen an der Ressel größtenteils weg waren, machten sich Steffen B. und Heinke nochmal auf den Weg zum ersten T., um dort den Aufbau des neuen Habitats an den vorhandenen Ankerpunkten zu testen. Nach gut 30 Minuten stand das Habitat 1a im rechten Gang. Beim Ablassen der Luft aus dem Habitat musste das Team leider feststellen, dass der verwendete Schlauch zu klein gewählt wurde und so dauerte es 1,5 Stunden, bis das Habitat wieder leer war und zerlegt werden konnte. So war es natürlich schon dunkle Nacht bis die Aktion zu Ende war. 

    Der nächste Tag sollte ganz im Zeichen von dreistellig stehen, dazu gab es zwei Teams. Team 150m und Team 100m. Das Ganze sollte mit einem bereits vorhandenen Habitat in der Source de Saint Sauveur kombiniert werden. Am Morgen fuhr ein Teil des Teams noch bei Olivier vorbei. Dieser erzählte, dass das alte Habitat bereits seit 3 Jahren nicht mehr im Höhlenpool vorhanden ist. Als das gesamte Team dann an der St Sauveur angekommen war, musste man feststellen, dass die aktuellen Bedingungen für das Vorhaben absolut bescheiden waren. Der Pool war komplett mit Entengrütze bedeckt und die Sicht war gemaess herauskommender Taucher bis 70m alles andere als prickelnd. Trotzdem schickten wir ein kleines Scout-OC-Team aus Zeljka und Olli ins Wasser, um eine eigene Bewertung zu einem möglichen Aufbau unseres Habitats zu ermöglichen.

     

    Sicht und Verankerungen ließen uns die St Sauveur wieder verlassen und wir steuerten unseren Autokonvoi zur nahegelegenen Fontaine de Saint Georges.

    Hier richteten alle ihr Material und sprangen in mehreren Teams ins Wasser. Leider mussten Marcel und Mats wegen technischer Probleme den Tauchgang aussetzen. Beim Ablegen der O2 Bailoutflasche stellte Olli die gerissene Hauptleine im Quelltopf feste. Nachdem diese repariert wurde konnte es los gehen. Anfangs noch trübe Sicht machte die ST. GEORGES nach ca 100m auf und der im Vergleich zu den anderen umliegenden Höhlen etwas andere Aufbau konnte bestaunt werden.

    Am letzten Tauchtag fuhr das Team für einen kleinen Spaßtauchgang zur Source du Cunhac (Ressel 2). Hier tauchten Max, Olli und Steffen mit Scooter zum Leinenende. Während Marcel, Zeljka und Mats zu Fuß und mit Kamera ausgestattet abtauchten, leider waren die Sichtweiten hierfür nicht perfekt.

    Da in dieser Woche ein großes Ziel war das Training mit dem neuen Habitat auszuweiten fuhren wir am Nachmittag noch einmal zur Ressel. Hier hatten wir das große Glück, dass nur noch eine Gruppe Taucher vor Ort war, da wir die anderen Tauchgruppen mit dem Habitat nicht stören wollten. So machten sich Marcel und Steffen B. in Begleitung von Mats an der Kamera auf den Weg zum ersten T um das Habitat aufzubauen. Nach 30 Minuten folgten dann Max und Olli als „Habitat-Tester“. Zu diesem Zeitpunkt musste das Habitat nur noch final ausgerichtet und mit Gas befüllt werden.

    Anschließend wurde zuerst der Einstieg mit Gerät in das Habitat probiert. Im zweiten Anlauf nahmen Steffen und Marcel die Geräte der Taucher außerhalb des Habitats ab und Max und Olli stiegen OC ein. Dort machten sich die zwei daran medizinische Maßnahmen und weitere Möglichkeiten im Habitat zu testen. Zum Ende Stand dann noch das Zurücksteigen in die Kreislaufgeräte auf dem Programm und anschließend der Abbau des Habitats. Alles in allem war das ein drei Stunden-Tauchgang und wie fast üblich kamen alle bei dunkler Nacht aus der Höhle.

    Völlig geschafft von der Woche und trotzdem bester Laune feierte das Team den letzten Abend, mit leckeren französischen Kaltgetränken und Grillgut. Am nächsten Morgen stand die Heimreise an.

  • Dolce Vita Reloaded 2019

     

    Team: Fabi, Flo, Max, Steffen B. und Tobi

    Inzwischen ist es mehr als nur Tradition geworden uns zwischen Weihnachten und Neujahr am schönen Gardasee zu treffen und das Tauchjahr ausklingen zu lassen. So haben sich auch in dieses mal Fabi, Flo, Max, Steffen B. und Tobi auf den Weg gemacht die tiefen des größten italienischen Sees zu erforschen.

    Der See bietet sich auf Grund seiner Tiefe von knapp 350m und entsprechenden Steilwänden zum Trimix tauchen an, nicht zuletzt auch weil er seine 10°C Wassertemperatur ganzjährig und auf Tiefe halten kann. Ein klares Plus für die Deko.

    Progressiv haben wir uns auf Tiefen bis über 150m herangetastet, was zum einen einen tollen Jahresabschluss aber auch Vorbereitung für die nächste Saison darstellt. Besonders angetan hat es uns diesmal der Nordosten bei Torbole und der nahegelegenen Wand mit dem „Crack“.

    Ein Zusammenfassung könnt ihr in folgendem Video sehen

  • Cavebase & Friends 2019

    Dieses Jahr fand unser Cavebase & Friends Treffen im Bergwerk Felicitas bei Wolfgang Röhr statt. Am frühen Morgen hat unser Vorstand mit einer kleinen Begrüßungsrede gestartet. Anschließend konnten tolle Tauchgänge im Bergwerk durchgeführt und spannende Gespräche geführt werden. Gegen 11 Uhr startete dann der erste Vortrag des Tages. Oliver Steinle präsentierte den T-Reb Sidemount-Rebreather. Bei Leckereien vom Grill konnte man anschließend etwas Kraft sammeln. Im 2. Vortrag des Tages stelle Axel Söhngen den Divesoft Liberty sowohl in der Backmount als auch Sidemount-Version vor. Abgerundet wurden die Technik-Vorträge durch 2 Eigenbau-Projekte von Hannes Danmayr und Moritz Lutz. Beide haben in alter Do-it-yourself-Manier Sidemount-Rebreather gebaut und die Ideen dahinter erklärt.

    Auch wir haben natürlich noch unsere Konfiguration vorgestellt und erklärt wieso wir so tauchen.

    Am Abend gab es dann noch eine kleine Premiere. Wilke hat aus unserem Filmmaterial vom diesjährigen Castor-Projekt wieder einmal einen tollen Film gezaubert. Nach einem kurzen Vortrag über das Projekt wurde dieses Video anschließend vorgestellt.

    Anschließend hatte unser Wilke noch den letzten Vortrag des Abends. Dieser Vortrag regte sehr zum Nachdenken an und hielt die Zuhörer in seinem Bann.

    Abgerundet wurde der Tag noch mit gemütlichem beisammen sein, noch etwas Grillgut und dem ein oder anderen Bier.

    Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei allen Besuchern und Referenten für den gelungenen Tag bedanken. Ein besonderer Dank natürlich auch noch einmal an Wolfgang Röhr und sein Team vom Bergwerk Felicitas, die uns ihre Location zur Verfügung gestellt haben.

    Thomas Rick ist an diesem Tag fleißig mit seiner Kamera unterwegs gewesen und hat ein paar Eindrücke des Treffen eingesammelt. Vielen Dank für das Video.

  • Mordloch – Schwäbische Alp – 2019

    Da die Höhlen in Frankreich und Co immer eine weite Anreise mit sich führen, hat sich ein Team von uns einmal das Mordloch auf der schwäbischen Alp angeschaut und erkundet.

    Zwar nicht ganz das gewöhnte Höhlentauchen, aber trotzdem 100% Spaßfaktor mit British-Style-Konfiguration 🙂

    Ein paar Eindrücke haben wir auch für euch in einem Video festgehalten.

  • Scouting Kefalonia – 2019

    Im Juni war eine kleine Gruppe von uns zum Scouting auf Kefalonia, Griechenland. Hierbei wurden einige der Höhlen vor Ort betaucht und geprüft ob hier Potential für ein neues Projekt ist.

    Und was sollen wir sagen!? Diese Insel hat Potential und steht ganz weit oben im Kurs für ein künftiges Projekt.

    Über das Video könnt ihr euch selbst ein Bild der Höhlen machen. 

  • CAVEBASE im Dienste der Wissenschaft – Juni 2018

    Team: Steffen, Zeljka, Max

    Gäste: Marcel, Beatrix, Markus

    Zusammen mit dem DLRG Dillingen und der Hunderettungsstaffel Augsburg haben wir im Zuge einer Doktorarbeit den Versuch gestartet, ob ausgebildete Rettungshunde auch Rebreather Taucher (da keine Blasen) lokalisieren können. Auf zwei unterschiedlichen Tiefen lagen fünf Taucher im Schlamm und haben sich einmal 100 min und einmal 80 min suchen lassen. Beim ersten Spot war nach 10 min ruhigem Daliegen auch ein paar Partien Unterwasser Jenga spielen drin. Beim zweiten Spot war die Sicht mit ca. 20-30 cm dafür nicht mehr geeignet ?. Danke für tolle Unterstützung von Marcel Schüßler, Beatrix Schober und Markus Rauh.

    Wir wünschen Katharina Ciupke für Ihre Doktorarbeit alles Gute und stehen für weitere Einsätze zur Verfügung

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

     

  • Gardasee – Dez 2018

    Team: Max, Tobi, Flo, Steffen, Zeljka, Steffen B.

    Es hat sich schon zu einer Art Tradition in der Cavebase entwickelt zwischen Weihnachten und Neujahr an den Gardasee zu fahren. So machten wir das auch dieses Jahr.

    Was macht den Gardasee so attraktiv für uns? Zunächst einmal ist der Gardasee sehr warm, er wird selbst auf Tiefe niemals kälter als 10 Grad. Hier ist der Unterschied zu heimischen Seen schon deutlich spürbar. Zudem hat der Gardasee im Winter gigantische Sichtweiten von bis zu 20 m, was durch das weiße Gestein noch einmal verstärkt wird.

    Für Tieftaucher auf der ganzen Welt ist der Gardasee ein ganz besonderer Anziehungspunkt, er ist 356 m tief und hat zahllose, teils mit Überhängen abfallenden Steilwände. Ein perfektes Trainingsgebiet für uns.

    Viele unserer Projekthöhlen weisen Tiefen von 100 m oder mehr auf. Deshalb ist es wichtig für uns, in der vergleichsweise einfachen „Open Water“-Umgebung, solche Tauchgänge zu trainieren.

    Am 27 ten Dezember reisten wir bei bestem Wetter, 16 Grad und Sonnenschein in Riva del Garda im Norden des Gardasees an. Mit dabei war dieses mal auch Steffen Burger, ein Freund des Teams.

    Am ersten Tag gab es einen Eingewöhnungstauchgang auf 80 m im Hafen von Riva, wo auch einige Weltkriegsbomben zu finden sind und in Dekotiefe eine große Jesusstatue steht. Das Abendprogramm bestand natürlich aus Dolce Vita à la Italia, mit viel Pizza, Cappuccino und Tiramisu. Auch unsere Familien waren mit von der Partie, sodass natürlich auch Urlaubsstimmung aufkam.

    Am nächsten Tag stand einer unser Lieblingstauchplätze, der so genannten “Crack” in Tempesta auf dem Programm. Hierbei handelt es sich um einen großen Riss im Fels, der sich von knapp 50 m bis weit über 90 m Wassertiefe hinzieht. Auf Anhieb fanden wir ihn wieder und tauchten an der Außenseite des Cracks die Wand bis zum Beginn der Rissbildung in 110 m herunter. Zwei Stunden später waren wir wieder aus dem Wasser und machten bei bestem Sonnenschein noch ein paar Videos.

    Tags darauf wiederholten wir diesen wirklich tollen Tauchgang nochmals bis auf 130 m wo sich ein großes Plateau befindet und sich tolle Steinformationen befinden. Am Rand des Plateaus geht es deutlich weiter Richtung Tiefe.

    Am 30 ten fuhr das Gros des Team wieder nach Hause. Steffen B. und Max hatten jedoch noch nicht genug und machten noch einen Scout-Tauchgang auf der uns bisher unbekannten Westseite des Sees. Dort hat Luca Pedralli 2017 den italienischen Tieftauchrekord aufgestellt. Diese Stelle wollten wir aufsuchen. Wir folgten der mündlichen Beschreibung und tauchten direkt neben der Straße an einer gigantischen Steilwand ab und machten noch ein wenig Grundzeit auf 50 m, bevor es gut gelaunt und voller neuer Erfahrung aus dem guten Training Richtung Heimat ging, wo schon Schnee und schlechtes Wetter auf uns wartete.

    Sicherlich kommen wir bald wieder in unser Lieblings-Trimix-Trainingsgebiet.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase