Autor: cavebase

  • Serbien 2011 Cavebase und DIR-Austria

    Serbien 2011 Cavebase und DIR-Austria

    Teilnehmer Cavebase: Peter Gärtner, Darko Petkovic, Manu Schoch

    Teilnehmer DIR-Austria: Clemens Schützenhofer, Oliver Ferner-Prantner

    Gast: Tomasz Stachura

    Wir hatten auch für das Jahr 2011 ein Projekt in Serbien geplant, um an die Bemühungen des letzten Jahres anzuknüpfen. Es sollte wieder ein gemeinsames Projekt mit Mitgliedern der Cavebase und DIR-Austria werden, als Gast hatten wir Tomasz von Santi eingeladen. Wir lernten ihn persönlich auf der Boot kennen und sprachen darüber, ob er nicht Lust hätte ein Projetk bei uns zu begleiten.Mit Oliver und Clemenzo von der DIR-Austria pflegen wir schon seit einigen Jahren ein freundschaftliches Verhältnis und somit war das für alle eine gute Idee.

    03.10.11 Anreise

    Für die gemeinsame Reise durch Österreich und Ungarn trafen wir uns mit unseren österreichischen Freunden in der Nähe von Wien und fuhren bis zur Grenze Ungarn – Serbien, wo wir dann Tomasz einsammelten.

    Der Übertritt dieser EU-Aussengrenze ist immer wieder Herausforderung und Abenteuer zu gleich. Diesmal benötigten wir für das Passieren keine 2 Stunden – rekordverdächtig. Aber ohne Darkos Verbindungen und der freundlichen Unterstützung der Stadt NIS hätten wir größere Schwierigkeiten gehabt. Nach der Grenze hielten wir erst mal an und tranken einen Kaffee.

    Ab hier lagen noch 4 Stunden Autofahrt vor uns. Manu wechselte das Auto und leistete Tomasz für die Fahrt durch die Nacht Gesellschaft. Erstes Ziel war die Gegend um NIS. Dort wählten wir dieselbe Unterkunft in Niska Banja wie die letzten zwei Mal. Doch davor gab es noch einen serbischen Döner. In Niska Banja erwartete uns Bane bereits mit einem Begrüßungstrunk (Slibowitz.)

    04.10.11 NIS

    Nach deutlich zu wenig Schlaf genossen wir erst einmal ein serbischen Frühstück mit allerlei Selbstgebackenem. Der Tag war voller Termine und so brachen wir bald auf.

    Zuerst erwartete uns ein Termin im Rathaus, kleiner Empfang mit Pressekonferenz. Wir trafen unsere alten Bekannten aus der Geologen / Speologen Szene und vereinbarten auch gleich ein paar Ausflüge für die nächsten 2 Tage.

    Aber bevor wir uns auf den Weg zu den Höhlen machten benötigten wir ganz dringend eine kulinarische Stärkung, Balkanplatte im Brötchen.

    Unser erstes Ziel war eine bereits bekannte Position in der Nähe der Cerjanska pecina. Ein paar Leute von der Stadt hatten für uns den Eingang vergrössert, ein paar Steine weggeräumt und einen Abpumpversuch durchgeführt. Insgesamt sah dieser Eingang recht vielversprechend aus. Peter schlüpfte in seinen Trocki und wollte mit kleinem Gerät mal nachschauen. Mit D7 auf dem Rücken und mit Kletterseil gesichert, fing er an zu graben und schaffte ein paar Meter. Bei dem lehmigen Untergrund war die Sicht schnell bei „0“. Leider wurde der Hang im Einstiegsbereich schnell instabil und so beschlossen wir, die Grabungsarbeiten vorerst einzustellen. Aber wir vereinbarten für den nächsten Tag einen erneuten Besichtigungstermin, um zu sehen, wie schnell sich das Sediment setzt und ab wann wieder mit einer betauchbaren Bedingungen zu rechnen sei.

    Beim letzten Besuch hatten wir ganz in der Nähe eine zweite Höhle besichtigt, diese stand als nächstes auf dem Programm. Dazu mussten wir einen Bach überqueren und ein paar Meter Trockenteil überwinden. Und schon standen wir wieder an der Lehmrutsche. Das Wasser war kristall klar. Doch ein falscher Schritt, schon lösten sich ein paar Lehmbrocken und die Sicht war schlagartig zunichte. Im Wasser liessen sich zwei Eisenstangen erkennen, ein Zeichen dafür, dass sich bereits andere Taucher / Forscher Gedanken gemacht haben, wie diese Höhle zu betauchen / erforschen sei. Für uns endete die heutige Entdeckungstour hier.

    Wir verabredeten uns für den Abend mit Frau Dragana Michalowic beim Italiener, sie war so freundlich uns einen Bus für die Fahrt in die Stadt zu organisieren.

    05.10.11 NIS

    Für Darko, Peter und Manu klingelte der Wecker heute etwas früher. Die drei ließen sich zu einem Interview im Frühstücksfernsehen hinreißen. Wieder zurück in der Unterkunft packten wir die Autos, beglichen die Rechnung und verabschiedeten uns von unseren Freunden in Niska Banja. Als erstes wollten wir uns noch einmal die Position vom Vortag ansehen. Wie erwartet war die Sicht immer noch sehr schlecht, zwar etwas besser, aber weit entfernt von den Bedingungen vor unserem Grabungsversuch. Eins wurde uns klar, bei weiteren Versuchen braucht diese Höhle ein paar Tage Pause dazwischen. Den Nachmittag verbrachten wir mit einer kleinen Scoutingrunde.

    Zum Abschied verteilten wir unsere T-Shirts (die hatte diesmal Tomasz mitgebracht), wir bekamen auch noch eine kleine Erinnerung der Stadt Nis, mit allen ein Gruppenfoto und schon waren wir auf dem Weg zu unserem nächsten Einsatzort. Es ging nach Krepoljin zu unserem bekannten Forellenhof. Hier erwartete uns schon eine kleine Balkanplatte. Nebenbei besprachen wir den Ablauf der nächsten zwei Tage, ein Tag für den Set-up und ein Tag für den Push-Dive und anschließend Clean up.

    06.10.11 Krepoljin Krupajsko Vrelo (Forellenhof)

    Bei bestem Wetter starteten alle ganz euphorisch mit den Vorbeitungen. Es galt nun das ganze Equipment zum Höhlenpool zu bringen. Ein paar Stages und Rentnertische kamen zuerst, sowie die kleinen Geräte für die Set-up Dives. Peter und Darko sprangen als erste in Wasser, um die Bedingungen zu checken und die Leine vom Pool zur Hauptleine zu legen. In der Zwischenzeit brachten wir noch Scooter, Heizröhre und weitere Stages und Doppelgeräte zum Pool.

    Die ersten Infos waren ernüchternd, die Sicht betrug im betauchten Berich maximal 3m, keine Traumweiten, aber auch nicht unmöglich.

    Bevor das nächste Team ins Wasser ging, schleppten wir erst noch gemeinsam das Habitat in den Höhlenpool.

    Gleich im Anschluss bereiteten sich Tomasz und Manu für den Deep Support vor. Sie sollten im weiteren Höhlenverlauf die Leinensituation checken, ggf. Leine flicken und ein paar Stages im Schacht deponieren. Auf 21m wurden die ersten Dekostages deponiert, auf 57m wurde das tiefe Dekogas, sowie eine Heizröhre für Oliver abgelegt. Die tiefen Bottom Gase sollten auf ca. 80m platziert werden. Voll gepackt mit den Stages für Clemenzo und Oliver und natürlich den eigenen Flaschen tauchte das Team ab. Die Leine war überall intakt und so erreichten die beiden zügig den Schacht. Auf 21m befindet sich ein kleiner Sims in der Felswand, ideal um die Flaschen hinein zu legen. Im weiteren Verlauf wird es immer kniffliger. Der Schacht ist nahezu vertikal, ebenso verläuft die Leine fast senkrecht mit wenigen Tie offs. So befestigten wir Schlingen / Leashes in der Wand, um die Flaschen hinein zu klippen. Auf dem Rückweg begegneten uns Clemenzo und Oliver auf 21m. Zum eingrooven brachten sie das 75m Gas rein und legten es auf 36m ab. Nach 2 Stunden war das Deep Support Team wieder draussen.

    Die Taucher zum Habitat setzten machten sich gerade fertig. Für die meisten war es die erste Erfahrung ein Habitat zu plazieren. Der große Tauchgang machte kein Habitat zwingend nötig, erhöht aber zweifelsohne den Komfort und die Dekoqualität. Und so wollten wir die Gelegenheit nutzen. Bei mittlerweise 2m Sicht konnte keine geeignete Stelle gefunden werden, nach mehrfachen Versuchen brachen wir ab. Für alle eine gute Erfahrung.

    Tomasz nutzte den Tag für ausgiebige Fotodokumentation über und unter Wasser.

    07.10.11 Krepoljin Krupajsko Vrelo (Forellenhof)

    Hmmmm, der Tag begann für Oliver und Clemenzo mit ausreichend Kohlenhydraten, so ein Pastafrühstück ist immer wieder gewöhnungsbedürftig. Aber dieser Tag war anders als die Tage davor. Die Spannung spürte man förmlich in der Luft. Jeder arbeitete konzentriert. Der Ablauf wurde noch einmal genau durchgesprochen, der Zeitplan am Whiteboard fixiert. Tomacz ging schon früher ins Wasser und erwartete die Taucher unter Wasser, um ein paar Fotos zu machen.

    Gegen 11:00 tauchten Oliver und Clemenzo ab.

    Für den Rest des Teams begann jetzt schon die Aufräumarbeit. Das Habitat zu bergen, ging dank dreier Hebesäcke deutlich leichter als gedacht. Kaum zurück musste das Team Darko und Manu wieder ins Wasser. Sie hatten die Aufgabe, Oliver und Clemenzo auf ca. 36m die nicht mehr benötigten Flaschen abzunehmen. Zu ihren Erstaunen trafen sie die Zwei (bei Einhaltung des Zeitplans) bereits auf 17m im Schacht. Sie nahmen die nicht mehr benötigten Flaschen entgegen, fragten noch ein „OK“ ab und brachten alles nach draussen.

    Irgendetwas schien vorgefallen zu sein, aber beiden ging es gut, das war das Wichtigste. Eigentlich wollten wir noch ein paar Vermessungen durchführen, in Anbetracht des gerafften Zeitplanes entschieden wir uns für einen zügigen clean up.

    Es bedurfte noch zweier kürzerer Tauchgänge des Support Teams und mit den letzten Deko Minuten war die Höhle praktisch aufgeräumt. Tomasz begleitete die Tauchteams den ganzen Tag im flachen Teil mit seiner Kamera, trotz schlechter Sicht und erschwerter Bedingungen konnte unsere Unternehmung ziemlich gut dokumentiert werden. Vielen Dank an dieser Stelle!

    Oliver und Clemenzo kamen ziemlich geschafft und enttäuscht aus dem Wasser. Die beiden hatten bereits das Ende der Leine auf 123m erreicht, das Reel zur Leinenverlängerung eingeknüpft und wollten mit der weiteren Exploration der Höhle beginnen. Ein Materialversagen auf Tiefe aber zwang das Team leider zum Abbruch des Tauchgangs. Das reduzierte die geplante Grundzeit auf 5 Minuten und die Gesamttauchzeit von 6 Stunden auf 4,5 Stunden.Beim Aufstieg hatten die beiden im Schacht noch ein paar Vermessungsdaten aufgenommen. Zur Entspannung und zum Abschalten sprangen die Zwei erst mal in den Pool mit Thermalwasser.

    Bei allen machte sich ansteckende Betriebsamkeit breit. Es galt noch die letzten warmen Sonnenstrahlen und das Tageslicht zum packen der Autos zu nutzen.

    Den Abend ließen wir bei Balkanplatte, Pivo und schönen Bildern aus Tomeks Kamera ausklingen.

    08.10.11 Abreise

    Pläne sind dazu da, sie der Situation entsprechend zu modifizieren. Unsere geplante frühe Abreise scheiterte bereits an den Öffnungszeiten der Polizeistation, bei der wir uns wieder abmelden mussten. So machten wir uns, nach Abwicklung aller Formalitäten, gegen 9:00 auf den verregneten Weg Richtung Heimat.

    Für den Übertritt Serbien – Ungarn (EU) mussten wir „staubedingt“ auf eine andere / kleinere Grenzstation ausweichen. Die Passage ging überraschend schnell. Wir waren endlich wieder in der EU angekommen. Ab hier ging es dann zügig Richtung Budapest, wo wir uns dann endgültig trennten und in die ursprüngliche Konstellation der Fahrzeugbesetzung wechselten.

    Die letzten 1000km wollten nicht vergehen, Starkregen und Staus auf Deutschlands Autobahnen gaben uns den Rest. Ankunft nach 18h Fahrt um 3 Uhr morgens.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Lot im April

    Lot im April

    Wie kann man am besten entspannen und abschalten? Nein, nicht im Liegestuhl am Stand, sondern beim Höhlentauchen in Frankreich. Zwischen einer anstrengenden schriftlichen Prüfung und einer ebenfalls nicht einfachen mündlichen Prüfung von Manu wollten wir nach Frankreich und ein paar Tage den Kopf anstatt in die Bücher in die Höhlen des Lot’s stecken. Diesmal probierten wir eine neue Unterkunft aus und quartierten uns bei André Grimal in Gramat ein. Bei guten Bedingungen wollten wir noch mal in die Cabouy und die Vermessung weiter führen, daher wählten wir eine Unterkunft in der in der Nähe von Gramat / Rocamadour. Unterwegs gab es wie immer einen großen Einkauf mit Baguette, Wein und Käse. Da sich die Unterkunft näher zur Autobahn befindet, war die unsere Ankunft auch nicht so spät.

    Unsere Tauchtage hatten wir grob geplant: Cabouy, Ressel, St. Saveur, St. George oder Scouting neuer Locations.

    Erster Tag: Cabouy mit Überraschungen

    Für den nächsten Tag (Mittwoch) stand erst mal die Cabouy auf dem Plan. Wir wollten gern die Vermessungen, die wir beim Cavebaseprojekt im März begonnen hatten, fortführen. Das hieß scootern bis zur Abzweigung Pou Meyssen, dort die Scooter ablegen und zu Fuß weiter zum Vermessen. Bewaffnet mit Maßband, Kompass, Schreibtafel und genügend gespitzten Stiften für die Vermessungsarbeiten, sowie Fotokamera für die Dokumentation begaben wir uns ins Wasser. Die Sicht betrug im vorderen Teil nur 3 – 4m, keine guten Startbedingungen für Vermessungen. Aber auf Grund der bisherigen Erfahrungen, dass im hinteren Bereich jenseits der Pou Meyssen die Sicht deutlich besser wird, setzten wir den Tauchgang fort. Wir wurden eines besseren belehrt, die Sicht trübte hinter der Abzweigung zur Pou Meyssen ein auf 1 – 2m. Nach 15 Minuten flösseln drehten wir um, schwammen zurück zu den Scootern und tuckerten zum Ausgang. An Fotos war bei der schlechten Sicht leider auch nicht zu denken.
    Wieder an Land packten wir gemütlich unsere Sachen zusammen und fuhren die gewohnte Strecke erstmal in Richtung Chez Gabi. Unvermittelt endete die Straße und mündete in einen großen Graben. Tja, etwas unschlüssig nahmen wir den anderen weniger befestigten Weg an der Cabouy in Richtung Rocamadour, über die wenig vertrauenerweckende Brücke, da in der Fuhrt leider zu viel Wasser war. Bei André hängten wir die Akkus an die Ladegeräte und bereiteten das Auto für den nächsten Tauchtag vor.

    Zweiter Tag: Fotosession im tiefen Teil der Ressel

    Für Donnerstag hatten wir uns als Fotolokalität den tiefen Loop in der Ressel vorgenommen. In der Erinnerung assoziierten wir damit verwinkelte, zerklüftete und zum Teil niedrige Gänge und zerfressenes Gestein, ganz anders als die glatten ausgewaschenen Wände und die großen Blöcke aus dem vorderen Bereich der Ressel. Bisher gibt es nur wenige Bilder aus dem tiefen Teil des Loops und aus der Schnecke. Naja, scheinbar verfolgte uns das Pech. Bei einem unserer Scooter bemerkten wir kurz vor dem Abtauchen einen Wassereinbruch. Also kam dieser Scooter wieder an Land und wir tauchten mit 3 Scootern im 2’er Team. Damit war der Tauchplan hinfällig, den Loop komplett zu tauchen / scootern. Am ersten tiefen T clippten wir die Scooter in die Leine und machten uns zu Fuß in den tiefen Gang auf den Weg um dort ein bisschen zu fotografieren. Wir bewegten uns langsam fotografierend fort, tauchten durch die Schnecke und flösselten noch ein bisschen weiter. Nach weiteren 5 Minuten drehten wir um. Der Heimweg ging dann recht flott, da die Kamera erst auf Deko wieder ausgepackt wurde. Nach einer Gesamttauchzeit von 290 Minuten bei einer Grundzeit von 100 Minuten steckten wir die Köpfe wieder aus der Celé. Dankenswerterweise warteten Jan Reimann und Rouven Kloppmann schon am Ausstieg um uns beim „Aufräumen“ zu helfen. Diesen Support hatten wir schon in Deutschland geklärt. Ohne die Jungs wäre das sicher ein langer Abend geworden. Vielen Dank noch mal an dieser Stelle!

    Dritter Tag: Ausflugstag

    Manu wachte am nächsten Morgen mit Ohrenschmerzen auf, also legten wir an diesem Freitag einen Tag Tauchpause ein und nutzen den Tag für profane Dinge wie Einkaufen, Kaffee trinken am Marktplatz, Internet und ein bisschen rum fahren zum Scouting. Dabei ist uns eine kleine Eule vor die Linse gekommen.

    Einige Impressionen unseres Ausflugs am tauchfreien Tag:

    Pflichtprogramm für jeden Touri: Rocamadour. Auf dem Weg dorthin haben wir eine kleine Schlucht entdeckt, in der es abgefahrene Auswaschungen gibt. Ausserdem wohnt am Eingang zu dieser Schlucht ein Wach-Uhu. Zum Glück liess er uns passieren.


    Vierter Tag: St. Saveur

    Am Samstag war unser letzter Tauchtag, es sollte an die St. Saveur gehen. Wir waren bisher noch nie in dieser Höhle, hatten aber schon viel gehört. Die Bedingungen seien selten optimal. Oft sei der Flow so stark, dass die Eingangsrestriktion als Düse fungiert und Kieselsteine spukt. Die Restriktion soll mit Scooter, Stages und Foto schlecht passierbar sein. Naja, mal schaun was an den Geschichten dran ist. Der Pool liegt malerisch im Wald, ruhiges Wasser, wenig Flow sichtbar. Und keine weiteren Taucher. Wir rödelten in Ruhe unsere Geräte direkt am Pool auf, ließen Stages und Scooter zu Wasser, schlüpften in die Anzüge und konnten es kaum erwarten abzutauchen. Der Höhleneingang ist leicht zu finden, man musste nur dem abfallenden Trichter folgen. Die Restriktion war ohne Anhängsel ganz gut zu passieren, Scooter und Kamera haben wir so durchgereicht. Und dann ging’s schon los. Die Sicht war insgesamt nicht schlecht und mit 7 – 10m im tiefen Teil ganz passabel. Die Leinensituation war teilweise etwas chaotisch, gut verlegt wurde eine Leine, abgewickelt leider mehrere. Wir hatten uns keine lange Grundzeit vorgenommen und drehten nach 30 Minuten auf der BS um. Es war ein spaßiger Tauchgang, der uns sicher wiederkommen lässt. Das einzig ätzende ist die statische Deko im Trichter. Wenigstens gab’s ein paar Fische zum spielen.

    Wieder aus dem Wasser lachte schon die Sonne, so dass wir erst mal Pause machten und dann unser Zeug durch den Wald schleppten. In der Zwischenzeit kam auch noch der Guide aus Andrés Füllstation mit zwei weiteren Tauchern. Glücklicherweise waren wir schon fertig, so konnte Manu mit ihrer Kopfhaube aushelfen.
    Wir beeilten uns mit dem Verstauen der Ausrüstung und der Fahrt zurück zu André Grimal. Auf uns warteten die üblichen Abreisevorbereitungen, wie letzter Einkauf im Gramat und Auto packen.

    Sonntagmorgen holten wir in der Boulangerie ums Eck backfrisches, noch warmes Baguette und traten wehmütig die Heimreise an. Die Unterkunft bei André Grimal war gut und günstig, die Nähe Gramats zur Autobahn ist ein weiterer Vorteil. Leider hatte zu unserer Zeit das Internet in der Füllstation nicht funktioniert, so dass wir in die Stadtbibliothek zum internetten mussten.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • RB – Workshop und Training

    RB – Workshop und Training

    Team: Roland Kring, Peter Gärtner, Manu Schoch, Stefan Bayha, Tim Löffler, Oli Kurtz,  Marc Grosse, Tobi Ziegler, Tibor Czuppon, Manuel Fiore, Fred Petzinger, Günther Kirschner, Michael Winter

    Nachdem wir uns bereits am Wochenende vom  8. – 10. Januar am Bodensee getroffen hatten um unsere Aktivitäten für das Jahr 2010 zu planen, stand nun Punkt Nr.1, ein RB-Workshop mit praktischem Training auf dem Programm.

    Ziel war neben der Ausarbeitung eines gemeinsamen Standards für unserer RB-Taucher, auch eine Einführung und Training der OC-ler in die Welt des Kreiselns. Nicht zu vergessen natürlich der Spaßfaktor, welcher bei uns generell sehr hoch im Kurs steht : )
    Das Training sollte einen Workshop Charakter  haben – deshalb hatte sich nicht nur Peter als „Workshopleiter“, sondern auch alle Teilnehmer mit einem Beitrag auf den Workshop vorbereitet, den sie dann auch selber vorstellten.

    1. Tag

    Wir trafen uns am Samstag den 5.2 in Böblingen, wo uns Peter einen Schulungsraum organisiert hat. Obwohl einige eine doch sehr lange Anreise hatten, konnten wir pünktlich um 9:30 Uhr mit dem ersten Punkt der Agenda beginnen:

    Allgemeines HALLO, das letzte Treffen war zwar noch nicht lange her, aber dennoch gab es erstmal jede Menge zu ratschen!

    Nachdem wir noch schnell die Eckpunkte für den heutigen Tag vereinbart hatten, um am Abend auch pünktlich im Schwimmbad zum praktischen Teil  des Wochenendes zu sein, starteten Tobi Z. und Peter auch schon mit dem Workshop. Natürlich haben auch die Kreisel eine Geschichte auf die zunächst etwas eingegangen wurde.

    Ein aktueller Dauerbrenner im Bereich des technischen Tauchens ist ja die Diskussion der Vor- und Nachteile der unterschiedlichen RB-Konzepte wie PSCR, MCCR, ECCR usw. was auch in unserem Workshop nicht fehlen durfte. Hierbei sei gesagt, dass der PSCR nach wie vor der Standard im Team CAVEBASE ist.

    Der Aufbau und die Funktionsweise des PSCR Stand als nächstes auf der Liste. Hier wurde neben den unterschiedlichen PSCR-Typen die möglichen Fehler im Detail besprochen. Der Fokus lag  neben den Fehlern und deren Ursachen, auch ganz klar auf der Vermeidung bzw. frühzeitigen Erkennung von Defekten. Welche Checks sind notwendig um die Funktion des Rebreathers sicher zu stellen (beim Zusammenbau, im Wasser, was kann ich als OC-ler erkennen). Hierzu gab es dann  noch von Roland und Peter Checklisten, welche wir für unser Team als Standard definiert haben.

    Da wir in der glücklichen Lage sind, in unseren Reihen eine nahezu vollständige Doktorin zu haben, bekamen wir noch einen Exkurs in die Themen Physiologie und Medizin. Auf die Punkte Hyperkapnie und Hypoxie sind wir dann während des Trainings noch näher eingegangen.

    Bevor es ab Richtung Schwimmbad ging, gab es nun noch von Roland eine praktische Einweisung im Zusammenbau eines PSCR.

    In Water Session → Connections die Stefan hat, durften wir den ganzen Abend alleine und ungestört das Schwimmbad in Bietigheim nutzen. Ab 19 Uhr durften wir unser Equipment ans Wasser tragen und begannen mit dem Aufbau. Vielen Dank noch einmal an den TSC Bietigheim!

    Im Hallenbad gingen dann zunächst alle die Checklisten und Prozeduren durch. Dabei war einem erfahrenen RB Taucher immer ein OC-ler oder RB-Beginner zugeteilt. Diesem wurden dann die Prozeduren in Präsentationsqualität vorgeführt und erklärt. So profitierten alle gleichermaßen vom ersten Teil der Poolsession – die einen lernten etwas neues, die anderen konnten am Feintuning ihrer Skills arbeiten.
    Im zweiten Teil galt es dann den Hypoxie- und Hyperkapnietest zu absolvieren. Für den einen oder anderen war da sicherlich ein Augenöffner für die Symptome dabei. Beide Tests wurden in milden Formen durchgeführt, um die Symptome schön nacheinander „genießen“ zu können. Gerade nach dem Hypoxietest waren die blauen Lippen und Tellergroßen Pupillen klar erkennbar. Aber im Wasser sind bei der Hypoxie die Symptome an sich selber nicht einfach erkennbar, deswegen haben einige, nach einer angemessenen Pause, den Test wiederholt. Jetzt, mit geschärften Sinnen hat aber jeder die Symptome an sich bemerkt.

    Auch der relativ milde Hyperkapnietest war ein Erlebnis: Es ist fast unglaublich, wie leicht man die Kiste überatmen kann und wie schnell die Atmung dann außer Kontrolle gerät.
    Es war bei beiden Tests ein beruhigendes Gefühl, einen Rettungsassistenten und eine fast vollständig ausgebildete Ärztin mit Intensiverfahrung dabei gehabt zu haben! Denn trotz dass alle Tests mit grösst möglicher Sicherheit und nur unter doppelter direkter Überwachung durchgeführt wurden, reagiert jeder Organismus anders. Und so konnten wir sicher sein, das menschenmögliche getan zu haben, um Unfälle zu verhindern.

    Diese Test sollten eigentlich für jeden PSCR-Taucher Pflicht sein – schließlich geht gerade von der Hypoxie die größte Gefahr im Gerät aus. Trotzdem sei von einer Nachahmung ohne Überwachung von Personen, die Wissen um was es geht, deutlichst abgeraten!
    Zuletzt gab es für einige noch-OC-ler die Gelegenheit, sich mit dem RB-Virus zu infizieren – glückliche Gesichter waren das Ergebnis. Eigentlich gemein – das RB-Schnuppertauchen hat was von anfixen!

    Nach einem erfolgreichen, sehr interessanten und anstrengenden Tag mit, hier kann ich nur für mich sprechen, genialen Eindrücken, hatten wir nur noch ein gemeinsames Ziel → Nahrungsaufnahme 🙂

    Nach dem gemeinsamen Mahl beim Schotten teilten wir uns auf, ein Teil ging mit zu Stefan und die der Rest zu Manu und Peter die uns Asyl in Ihrem Hexenhäuschen gewährten (vielen Dank noch mal an euch zwei!!!). Dort ließen wir den Tag noch bis in die frühen Morgenstunden ausklingen.

    2. Tag

    Da wir uns noch einiges an Programm für den Sonntag vorgenommen hatten, begannen wir den Tag mit einem ausgiebigen WEISSWERSCHD-FRÜHSTÜCK bei Manu und Peter. Fast pünktlich um 9 Uhr landete die erste Wurst im Topf, und wir konnten gegen 10.30 Uhr mit dem Programm beginnen.

    Neben den restlichen Ausrüstungsthemen wie Schlauchführung, Mundstück, allgemeine Konfiguration und der Switchblock führten wir im Zusammenhang mit dem Debriefing der IW Session eine durch Peter geführte Risikoanalyse durch – mit der Klarheit des Ergebnisses hätte so wahrscheinlich keiner der Teilnehmer gerechnet.

    Darauf aufbauend sahen wir noch mal unsere Prozeduren und Checklisten durch und nahmen daran noch Feinabstimmungen vor.

    Die Diskussion über Bailoutplanung und Dekompression im RB mit Roland bildete den Abschluss des offiziellen Programms.

    Das Ende des anstrengenden, lehrreichen und trotzdem extrem spaßigen Workshops gegen 15.00 Uhr bildete die Feedbackrunde, die natürlich nicht fehlen durfte.

    Fazit

    Neben den ganzen inhaltlichen Themen, die die Effektivität und Sicherheit des Teams erhöht haben, zeigt sich wieder: Tauchen muss Spaß machen! Denn anders sind die Motivation und der Einsatz jedes Einzelnen auf Dauer nicht auf einem Level zu halten, der die Durchführung komplexer Höhlentauchprojekte erfordert. Und der Spaß kam, so viel ist sicher, nicht zu kurz! Wir freuen uns darauf, das Gelernte gemeinsam umzusetzen, sobald der Winter Europa den Rücken gekehrt hat!

    In diesem Sinne,

    Eure  Cavebase

  • Molnar Janos – 2010

    Molnar Janos – 2010

    Team: Peter Gärtner & Manu Schoch, Clemens Schützenhofer, Oliver Ferner-Prantner, Jozsef Spanyol

    Ein langersehnter Traum, die Betauchung der Molnar Janos in Budapest geht in Erfüllung. Wir folgten einer Einladung von Clemenzo aus dem Team DIR-Austria. Clemenzo unterhält sehr gute Kontakte zu Jozsef Spanyol, einem der Explorationstaucher in der Molnar Janos, und hatte sich um die Organisation in Budapest gekümmert.

    Der erste gemeinsame Treffpunkt mit unseren österreichischen Freunden war in Wien, im DIR-Austria Hauptquartier. Ab hier ging die Fahrt dann gemeinsam weiter nach Budapest. Zum Glück, denn die Karten unseres Navigationssystems endeten in Österreich. Nach insgesamt 10 Stunden Autofahrt gab es noch ein Bierchen im Hotel und dann ging es ab ins Nest. Der nächste Tag sollte aufregend werden.

    Am nächsten Morgen wurden wir nach dem Frühstück im Hotel von Joszef abgeholt und fuhren gemeinsam quer durch die Stadt zur Molnar Janos, diese liegt direkt gegenüber einer U-Bahn Haltestelle.

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    Der Eingang ist ganz hinter einem riesigen Eisentor verborgen. Niemand würde vermuten, dass hinter diesen Mauern schwarze Froschmänner in den warmen Fluten unterirdischer Gänge verschwinden.
    Vor Ort war bereits viel los, mehrere Gruppen bereiteten sich zum Tauchen vor und sortierten ihr Gerödel. Als erstes bekamen wir eine ausführliche Besichtigung der Lokalität inklusive dem privaten Termalbecken. Zusätzlich erhielten wir noch die Einweihung in das Geheimnis des berühmten „Rubberboat-riding“. Auf dem Gelände befinden sich noch die Überreste eines alten Türkischen Bades, welches auch gleich als Umkleide benutzt wird.

    Wir hatten uns einen ausgedehnten Tauchgang zum Kennenlernen und eventuell zum Fotografieren vorgenommen, geplante 3 – 4 Stunden. Wir waren alles Taucher mit Rebreather (Typ: AH1 und RB 100). Unser Tauchgang sollte uns einmal quer durch einen großen Teil des Systems führen.

    In Ruhe bauten wir unsere Geräte zusammen, ließen Scooter und Stages zu Wasser und stiegen die bereits von vielen Bildern bekannten Stufen hinab ins Wasser. Der Einstieg ist sehr schmal, eher wie eine Vertikalkluft und ging runter bis auf 4m. Der Gang verlief weiterhin schmal und etwas labyrinthisch bis zum ersten größeren Raum auf 14m. Dann begann unser mittelkomplexer Plan.

    Vor … 6m Gas abwerfen … zurück … Scooter aufnehmen … rechts weg …. 21m Gas ablegen … zurück und dann links. Jedenfalls so in etwa …………

    Danach begann der eigentliche Tauchgang. Wir glitten durch das mollig warme Wasser (18°C auf 50m und 28°C auf 6m), was für ein Unterschied zu unseren letzten Tauchgängen in deutschen Gewässern. Die Passagen zwischen den einzelnen Teilsystemen wurden gescootert, den Großteil des Tauchgangs erkundeten wir aber zu Fuß. Leider hatten wir etwas Pech und unser Besuch kollidierte mit intensiven Grabungsarbeiten. Dadurch war die Sicht zumeist schlecht bei unter 5m. Die Grabungen sollen eine Verbindung zwischen den einzelnen Gangsystemen schaffen. Etwas besser wurde es in der 50m Kammer und im Nordöstlichen Teil des Systems, dort erwarteten uns Sichtweiten von 10 – 15m.

    Es war ein toller und erlebnisreicher Tag, dieser Tauchgang steht schon sehr lange ganz oben auf der Wunschliste. Gemeinsam ließen wir den Abend ausklingen bei lecker „running Sushi buffet“.
    Am Sonntagmorgen begaben wir uns wieder auf unsere 10 stündige Heimfahrt. Diese lange Reise für einen einzigen Tauchgang hatte sich voll gelohnt und war die perfekte Ablenkung vor Manu’s schriftlicher Staatsexamensprüfung (die am nächsten Tag stattfand).
    Das nächste Mal nehmen wir 1-2 Tage mehr Zeit mit, um auch die Stadt Budapest zu erkunden.

    Ein Dank an dieser Stelle noch mal an Clemenzo, Jozsef und Oliver für dieses unvergessliche Erlebnis.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

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  • Expedition Serbien 2010 Cavebase und DIR-Austria

    Expedition Serbien 2010 Cavebase und DIR-Austria

    Das Jahr 2010 stand ganz im Zeichen der Entdeckung neuem Terrains zum Höhlentauchen. Durch die Bemühungen der GUE in Bosnien wurden wir auf die Karstgebiete der ehemaligen Jugoslawischen Republik aufmerksam und unseren spärlichen Informationen zu Folge gibt es in Serbien ebenfalls betauchbare Höhlen. Mit Darko Petkovic hatten wir einen starken Partner an unserer Seite, der die Sprache spricht, einige Verbindungen nach Serbien unterhält und uns unterstützen konnte. Das Projekt bestand nicht nur aus der großen Tour im Oktober, sondern dem ganzen ging eine Scoutingtour im Juni und ein Video Workshop Anfang September voraus.

    Di 22.6.2010 – So 27.6.2010

    Dem ganzen Projekt ging eine Scoutingtour im Juni diesen Jahres voraus. Dazu brachen Peter Gärtner, Manuela Schoch und Darko Petkovic vom 22. – 27.06.2010 in Richtung Serbien auf. Ziel dieser Tour sollte zum einen die Bestimmung von ein paar Positionen zum Höhlentauchen und zum anderen die Klärung der örtlichen Gegebenheiten bezüglich Tauchgenehmigungen sein. Immer enorm wichtig: Kontakte knüpfen und Hände schütteln. Dazu dieser kleine Bericht, der die ersten Eindrücke von Land und Leuten wiedergibt:

    Dienstag, 22.6.2010

    Anreise: Uns standen 1500km bevor, dazu Abfahrt 5:20 in Böblingen, durch Deutschland, Österreich und Ungarn verlief die Reise ganz unspektakulär, so dass wir nach 1126km die Serbische Grenze um 16:35 erreichten. Überraschend zügig verliefen die Zollformalitäten, das Anmelden der Ausrüstung kostete nur 1/2h. Weiter ging erst mal auf der serbischen Autobahn bis hinter Belgrad, dann 20:10 bei Kilometer 1400 Abfahrt von Autobahn. Das letzte Stück der Strecke ging über Serpentinen, durch Regen und dichten Nebel. Endlich
    22:30 nach 1500km und 15:45h reiner Fahrzeit, Ankunft bei der 1. Höhle, direkt daneben befindet sich unser Hotel. Erstaunlicherweise bekamen wir zu so fortgeschrittener Stunde noch etwas Warmes zu Essen.

    Mittwoch, 23.6.2010

    Voller Erwartungen starteten wir in den Tag. Frühstück 7:30 im Hotel, anschließend treffen wir Ceki, einen Freund Darkos, der uns die nächsten Tage zu den unterschiedlichen Locations begleiten wird.
    1. Location: Direkt vor dem Hotel: Mlave Vrelo, Pool 20mx10m, durch den Regen starke Strömung, 11°C Wasser, Sicht ca. 0,3m.

    Normalerweise sieht man vom Ufer aus den Boden in ca. 6-8m Wassertiefe. Ein alter Taucher erzählte uns später von einem Doppeltrichterverlauf der Höhle, die dann auf ca. 50m in einen Gang mündet. Andere Stimmen meinen: 103m, absoluter Wahnsinn dort zu tauchen… Leider konnte wir es nicht überprüfen.
    Fazit: Äußerst vielversprechend, da Hotel/Parkplatz unmittelbar am Pool. Viel Wasser = viel Höhle. Aber die wenigen Informationen sind nicht eindeutig. Im Sommer springen gelegentlich ein paar Sporttaucher in den Pool.

    2. Location: Krupajsko Vrelo
    Ca. 1h Fahrzeit vom Hotel Mlave Vrelo entfernt. Ein Restaurant und eine einfache Unterkunft befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Pool. Als wir ankommen ist eine Brücke so überspült, dass wir erstmal eine Seilsicherung einrichten, das Auto stehen lassen und in die Trockis schlüpfen.

    Diese Höhle ist etwas kleiner als die 1. Location, ebenso sind die Dimensionen des Baches darunter kleiner. Auf jeden Fall lohnenswert, sich diese Höhle einmal genauer anzusehen, angeblich bis 123m betaucht. Der Zugang zum Pool geht über schmale Pfade an den Becken einer Forellenzucht vorbei. Direkt vor dem Restaurant gibt es eine Thermalquelle, die in einen Pool läuft. Es kann/soll gebadet werden.

    Auf der Weiterfahrt nach Nis standen noch ein Kloster und eine sehr eindrückliche, reichlich mit Tropfsteinen geschmückte Schauhöhle auf dem Programm. Unterwegs in ländlicher Umgebung, auf schmalen Strassen, wir weichen einem LKW aus und fahren uns in aufgeweichter Wiese fest. J => Njema Problema! Alle vorbeikommenden Fahrzeuge halten an und schleppen/schieben uns raus.

    Nächtliche Ankunft in NIS, unsere erste Unterkunft glich einem Rattenloch. Wir checkten gar nicht erst ein, sondern cancelten direkt. Und …. Fahren uns im Dunkeln im Garten fest. J Njema Problema. Darkos Freund organisierte einen Traktor, Peter unser Sachverständiger der Seilkunde baute einen Flaschenzug. Die komplette Karre musste ausgeladen werden und dann ging es gerade so. Wir hatten erst mal genug von Abenteuern an diesem Tag (23.30Uhr). Eine neue Unterkunft wurde noch fix organisiert, vom Vermieter gab’s zur Begrüßung Slibowiz.

    Donnerstag 24.6.2010

    Vormittag:
    Im Vorfeld wurde ein Termin im Rathaus arrangiert. Wir stellten uns vor, plauderten ein wenig und tranken Kaffee. Peter stellte in einer Präsentation unser Anliegen vor.
    Nachmittag:
    Ein Ort in der Nähe von Nis, mit Namen Vrelo (Quelle), dort gibt’s eine Quelle mit angeschlossenem Restaurant. Oberhalb der Quelle befindet sich eine Trockenhöhle. Es ist nicht klar, ob im Pool getaucht werden kann, aber normalerweise ist dieser glasklar. Das muss man sich noch einmal ansehen.
    Ein weiterer Besichtigungspunkt an diesem Tag war die Wasserversorgung von Nis. grandioser Pool, mit ausnahmsweise guten Bedingungen (ca. 15m Sicht) trotz Regenwetter. Dieser Ort ist natürlich Sperrgebiet, Fotografieren und Tauchen streng verboten. Wir hoffen auf eine Sondergenehmigung.

    Abends besuchten wir den lokalen Tauchclub. Sehr nette Leute, man kam sofort ins Gespräch, ob auf Deutsch, Englisch oder mit Händen und Füßen.

    Freitag 25.6.2010

    Erneutes Treffen im Rathaus, dieses mal waren noch 2 Geometer (ortsansässige Höhlenforscher) mit. Wir stellten uns noch einmal kurz vor, wurden beim Fachsimplen abgeklopft. Unser Eindruck nach diesem Gespräch: In Bezug auf Trockenhöhlen sind sehr gute Spezialisten vor Ort, in Punkto Unterwasserhöhlen fehlen diese. Nach 1 Stunde starteten wir mit allen Anwesenden und einem Fernsehteam (Lokalfernsehen) zu 2 Ortsterminen. Wir sahen 2 Höhleneingänge, die wohl tauchbar seien, aber auf den 1. Blick nicht so recht in das Profil der Cavebase passten, zu klein und zu weite Wege durch den Wald. Aber, wenn die Bedingungen besser sind, wollen wir da trotzdem einen Blick rein werfen. Im Höhlenportal gab es noch ein Interview mit dem Fernsehen.

    Abends hatten wir eine Einladung zum UW-Filmfestival bekommen. Dabei lernten wir bei Häppchen neben dem stellvertretenden Bürgermeister und dem Chef des Lokalen Fernsehens, auch alte Taucher kennen, die uns weitere Hinweise gaben.

    Samstag 26.6.2010

    Am Vormittag wurde das Auto vorgepackt und alles für den Abend vorbereitet.
    Dann: PARAGLIDEN! Darko hat echt exzellente Connections…

    Am Abend hielten wir im lokalen Tauchclub eine Präsentation über DIR & Cavebase Projekte (Cabouy und Gourneyras). Alle waren äußerst interessiert, 2h Stunden gespanntes Lauschen mit ein paar Zwischenfragen, aber auch Skepsis über den Mythos um die horizontale Wasserlage etc. In diesem Club sind nur Sporttaucher, aber alle sind äußerst interessiert.

    Nach diesem theoretischen Teil ging es ins Freibad zur Pool Session. Dort erwartete uns das serbische Staatsfernsehen. Im Wasser dann 1,5 Stunden Demo aller Skills. Die Taucher aus dem Club verfolgten alles mit Tauchgerät im Pool oder nur mit Badehose und Schnorchel bewaffnet und hielten die 1,5h bibbernd im kalten Wasser aus – keiner verließ den Pool. Gebannte Zuschauer, für sie unfassbar, dass man alle Übungen wirklich horizontal im Wasser ausführen kann. Am Beckenrand stand die örtliche Prominenz: Polizeipräsident, Besuch aus dem Rathaus, die alten Taucher-Recken. Danach ging’s in die Altstadt und eine Balkanplatte XXL wartete auf hungrige Mägen.

    Die Veranstaltung für den Tauchclub hat echt extrem Spaß gemacht – jede Information wurde wie von einem Schwamm aufgesogen. Und die Begeisterung hat für den Stress, das auf die Schnelle noch vorzubereiten, mehr als entschädigt.

    Shopping / Sonntag 27.6.2010

    Leichter Hangover und wenig Schlaf. 06:30 Verspäteter Start unserer Heimreise, Ankunft in BB gegen 1:00Uhr, vollkommen fertig.
    Diesmal hatten wir Spaß an der ungarischen Grenze. Der Zollbeamten wollte uns komplett ausladen lassen. Freundlich begannen wir mit dem Ausladen und fragten noch einmal nach „komplett?“ Als wir erst 20% auf den Bänken verteilt hatten und kein Ende in Sicht schien, realisierte der Beamte das Ausmaß der Arbeit und ließ uns wieder einpacken und weiterfahren.

    Fazit

    Die Region ist voller Höhlen und extrem Wasserreich. Da muss Höhlentauchen möglich sein!
    Zu bedenken wäre: Ohne Kontakte ist es äußerst schwierig und mühsam, die Sprachbarriere kommt erschwerend hinzu. Ein guter Kontaktmann ist unerlässlich. Über das Tauchgebiet Serbien ist noch nicht viel bekannt, man muss sicher mehrere Versuche investieren bis alles reibungslos klappt und man ein paar nette Positionen zum tauchen kennt. Obwohl wir nicht tauchen konnten, hat uns die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen beeindruckt. Serbien, wir kommen wieder!

    Video Workshop zusammen mit der DIR-Austria

    Das Serbien-Projekt sollte ebenfalls eine Videodokumentation zum Ziel haben. Als Vorbereitung dazu war ein Videoworkshop zusammen mit der DIR-Austria vorgesehen. Zum einen um die Teams ein bisschen zusammen zu führen, zum anderen um die wichtigsten Instruktionen und Kniffe zum Thema Videographie zu erhalten. Wir trafen uns vom 03. – 05.09.2010 am Attersee, das war der See mit den geringsten Anreisekilometern insgesamt. Oliver und Clemenzo von der DIR-Austria hatten diesen Workshop gut vorbeitet.
    Beim gemeinsamen Frühstück am Samstagmorgen besprachen wir die neusten Sichtweiteninfos vom Attersee (2 – 3m) und beschlossen den Workshop an die Franzosenschanze am Wolfgangsee zu verlegen. Vorteil: Großer Parkplatz und Wiese, zwar unspektakulärer Tauchplatz (wir waren auf einer Halde bis 30m, angeblich soll es noch eine Steilwand geben). Zunächst hat uns Oliver seinen Szenenplan erklärt, dann wurde das Verhalten im Team für Protagonisten (Darsteller) und Beleuchter erläutert und in einem Trockenlauf geübt. Bereits diese Szenen haben wir gefilmt, um ein kurzes Video vom Videoworkshop machen zu können. Danach ging es ins Wasser. Es wurden die einzelnen Szenen gedreht und eine Geschichte erzählt: Oberflächenchecks, Safetycheck, Abtauchen, wir finden eine Wurzel und sehen uns das gemeinsam an, Gaswechsel, Kommunikation über Sicherheitstop, Auftauchen.
    Das Ergebnis kann man hier als kleinen Videoclip sehen.
    Danach wurde zünftig gegrillt. Im Kaffe Eichhorn in Weyregg ging’s dann weiter. Der Video-Workshop war gleichzeitig ein Vortreffen zum Projekt. Bei Kaffee und Kuchen stellte Peter den Projektplan für Serbien vor. Anschließend konnten wir uns das Rohmaterial des Videos ansehen und ein erstes Feedback erhalten. Am Abend gesellten wir uns noch zum 2. Internationalen Rebreather Treffen am Attersee. Dann war der erlebnis- und äußerst lehrreiche Tag schon wieder zu Ende.

    Bericht der DIR-Austria

    Projekt Serbien

    Bevor wir überhaupt starten konnten mussten noch viele Details geklärt werden, mögliche Fahrgemeinschaften wechselten. Zu den Zollformalitäten gab es keine einheitlichen Informationen, jeder ging zum Zoll und ließ sich sein ausgefülltes INF3 Formular abstempeln und unterschreiben. Einladung der Stadt Nis organisieren, Unterkünfte reservieren, Treffen mit Tauchclub Nis vereinbaren. Wer fährt wann los? Sehr spannend, diese Vorbereitungszeit.

    Samstag 02.10.2010

    Für den gemeinsamen Grenzübertritt hatten wir im Vorfeld ein Treffen vor der Grenze Ungarn – Serbien vereinbart. Einige trafen sich in Wien und starteten als Konvoi. Bis zur Ungarischen Grenze wuchs der Konvoi zu 5 Fahrzeugen an und erreichte den Treffpunkt mit ca. 1h Verspätung. Nur Familie Petzinger war pünktlich.

    Der Grenzübertritt Ungarn war relativ problemlos, doch an der Serbischen Grenze war leider 2h Diskussion angesagt. Die uneinheitlichen Aussagen der deutschen und österreichischen Zollbehörden hatten uns in die Irre geführt. Darko hatte die Diskussion an der Grenze gemeistert und die Probleme lösten sich dank der Unterstützung der Stadt Nis in Luft auf.

    Ankunft im Hotel gegen 24 Uhr. Es gab Balkanplatte satt.

    Balkanplatte. Wirklich mehr, als man essen kann!

    Sonntag 03.10.2010

    Auch diesmal hatten wir als 1. Position das Hotel Mlave Vrelo ausgesucht. Direkt neben dem Hotel befindet sich der Pool in dem wir tauchen wollten. Von außen sah es recht gut aus, zwar etwas milchig, aber geschätzt 2 – 3m Sicht im Pool. Zumindest deutlich besser als bei unserem letzten Besuch im Juni. Des Weiteren wurde in der Zwischenzeit direkt am Einstieg eine Infotafel befestigt, die einen Eindruck der bisher bekannten Informationen wiedergibt.

    Wir tauchten in verschiedenen Teams und versuchten den Eingang in die eigentliche Höhle zu finden bei anfänglich 0,5m-1m Sichtweiten. Im Laufe des Tages wurde die Sicht weiter schlechter. Die Dimensionen auf der Infotafel irritieren ein wenig und vermittelten große Räume. Das war aber nicht der Fall, der Untergrund bestand aus lockerem Schlick mit losen Steinen und Ästen, die Wände des Trichters aus bröseligem Gestein. Dieser Tauchtag war insgesamt nicht ganz so erfolgreich wie erhofft. Das Drumherum dafür umso unterhaltsamer. Oliver FP war die ganze Zeit mit der Videokamera unterwegs und versuchte die ersten Impressionen unserer Tour einzufangen. Ein 2. Video Team, vom Serbischen Lokalfernsehen, machte ihm deutliche Konkurrenz.

    Am Abend dann die übliche Balkanplatte mit viel Fleisch und ein paar wenigen Beilagen.

    Montag 04.10.2010

    Für den heutigen Tag hatten wir uns einen Plan B überlegt. Ein Team wollte gern noch einmal den Kopf in die Mlave Vrelo reinstecken. Ike und Oli schafften es, den Kopf in die eigentliche Höhle zu strecken und konnten eine gute Beschreibung abgeben. Der Rest der Truppe machte sich auf den Weg 2 weitere Locations zu besichtigen. Bei der ersten Position sind wir sicher 1 – 1,5h durch den Wald gelaufen. Dabei mussten wir den Fluss immer wieder queren. Unser Führer war sich am Schluss selbst nicht ganz sicher, wo diese Stelle sein soll, wo so viel Wasser aus dem Berg kommt. Nun ja, das gehört wohl auch zur Expedition, viel wandern und …. man kommt nicht an.

    Die 2. Position befand sich am Rande des Waldes, auf einer Wiese am Fuße eines Berges. Dort befand sich ein Tümpel, aus dem im Frühjahr so viel Wasser strömt, dass die ganze Wiese weiträumig überschwemmt ist. Klingt nach einer möglichen Höhle oder aber nach vielen kleinen Hangquellen aus denen im Frühjahr viel Wasser fließt. Es fanden sich 2 Freiwillige, die in die Anzüge schlüpften und mal den Boden absuchen. Leider war nichts von einem Höhleneingang zu finden. Nebenher wurde immer ein bisschen gefilmt.

    Zurück zum Hotel Mlave Vrelo, das hieß: Zimmer räumen, restliche Tauchsachen packen, bezahlen  und dann übersetzen zum „Forellenhof“, unserer nächsten Location: Krupajsko Vrelo. Und am Abend, wie konnte es anders sein à Balkanplatte. J

    Dienstag 05.10.2010

    Wir befanden uns bereits an der Krupajsko Vrelo, von uns Forellenhof getauft. Der Pool und das abfließende Wasser wird für eine Forellenzucht genutzt. Den bisherigen Informationen zu Folge sollte die Höhle bis -106m bekannt und verleint sein. Das wollten wir uns auf jeden Fall ansehen. Der Erste Tag diente dem Checken der Bedingungen, wie Sicht, Flow, Leinensituation, Komplexität des Systems. Peter und Ike waren aus gesundheitlichen Gründen leider verhindert. So wurden neue Teams mit unterschiedlichen Zieltiefen gebildet.

    Darko und Fred legten die Leine von der Oberfläche bis zur Hauptleine. Es folgte das Video Team mit Oliver und Clemenzo, sie kamen bis auf -80m. Danach gingen die restlichen Teams ins Wasser. Manu und Stefan tauchten bis auf 60m. Andi und Manuel schauten sich den vorderen Bereich an, Oli und Darko den Schacht bis -45m. Der Eingangsbereich auf 6 – 9m gleicht einer größeren Kammer, dort diente ein altes Habitat als Ablagemöglichkeit für die Sauerstoff Stages. Diese Höhle hat einen Hauptgang, der zunächst die Tiefen wechselt. Erst geht es auf 10m, dann wieder auf 4-6m, dann auf ca. 15m, wieder auf  9m, dann kommt ein Schacht, zum Teil so eng, dass man links und rechts streift. Im flachen Bereich bis 15m finden sich einige kleinere Seitengänge. Die übersichtliche Leinensituation überraschte uns etwas, eine straff gespannte Hauptleine zog sich bis zum Schacht. Die Sicht lag bei ca. 2m. Gemeinsam beschlossen wir einen weiteren Tauchtag am Forellenhof. Oliver und Clemenzo wollten sich am nächsten Tag einmal das Leinenende mit der Videokamera ansehen.
    An diesem Abend gab’s: frischeste Forellen. Hammerlecker!

    Mittwoch 06.10.2010

    Alle packten an und unterstützten Oliver und Clemenzo, damit die Beiden zügig ins Wasser kamen.

    Sie erreichten das Leinenende, das sich entgegen unserem bisherigen Wissen auf  -123m befindet, in einer Art Halle. Die weitere Suche nach einer Fortsetzung scheiterte an der schlechten Sicht dort. Aber das ist ein Grund mehr wiederzukommen.

    Peter und Manu S. machten in der Zwischenzeit noch einen kleinen Foto Tauchgang. Clean up übernahmen Manu S. und Manu F.
    Dank einer konzertierten Aktion des Teams ist der Pool um 14 Uhr leergefegt und alle waren tauchen.
    14:30 war Abfahrt nach Nis. Dort wurden wir mit einer Polizeieskorte von der Autobahn abgeholt und zum Empfang des Bürgermeisters gebracht.
    Einige bekannte Gesichter von unserem letzten Besuch befanden sich unter den Gästen wir wurden auf das herzlichste begrüsst. Es folgte Händeschütteln, Snacks und Slibo. Hauptgegenstand dieses Empfangs war die Unterzeichnung einer Absichtserklärung über die längere gemeinsame Zusammenarbeit. Auf dem Tisch waren die einzelnen Fahnen platziert: EU, Deutschland, Serbien und die der Stadt Nis. Verträge in Ledermappen, Unterschreiben, Austausch, Überreichen, Händeschütteln, Blitzlichtgewitter und Fernsehkameras. Danach wurde eine Presseerklärung erwartet. Anschließend zeigte uns der Bürgermeister fantastische Bilder einer 6km langen Trockenhöhle in der Nähe.

    Empfang in Nis: Polizeieskorte, Unterzeichung des Memorandums, Presseerklärung, Balkanplatte

    Nach dem Empfang luden wir unsere Gastgeber auf eine Luxus Balkanplatte ein und feierten unser Wiedersehen und die weitere Zusammenarbeit.

    Donnerstag 07.10.2010

    Am Morgen wurden wir von unserer Kontaktperson aus dem Rathaus und den 2 bekannten Geometern an unserer Unterkunft abgeholt. Wir fuhren zusammen zu einer Position in der Nähe. Vom Parkplatz 10 min entfernt, man muss den Bach nur 1x queren. Über eine Geröllhalde kam man zum Eingang, der sich im Berg befand, ein paar Meter steiniger Trockenteil gingen in eine Lehmhalde über und endeten in kristallklarem Wasser.

    Wir beschlossen: Ein Team sollte (Oli und Ike) abtauchen und den Eingang unterwasser suchen, der Rest organisiert den Transfer Auto à Höhle. Danach sollte entschieden werden, ob weitere Teams tauchen können oder nicht. Das ganze wurde auf Video festgehalten. Leider trübte der Pool schnell komplett ein, der Lehm klebte überall und wurde uns zum Verhängnis. Oli und Ike fanden den Eingang, aber an weiteres tauchen war nicht zu denken. Ein weiterer Grund wiederzukommen.

    In der Zwischenzeit wartete ein Traktor in der Mitte des Baches, um unser Tauchzeug zu den Autos zu bringen. Vorher musste das lehmige Equipment aber noch im Bach gereinigt werden.
    Auf dem Weg zur Unterkunft stürmten wir einen Supermarkt. Das gesamte Team war im Balkanplattenstreik. Hmmmmm. Wie freuten sich alle auf Spagetti mit Tomatensoße!

    Freitag 08.10.2010

    So langsam nahte das Ende dieser Expedition. Um möglichst effektiv weitere Informationen zu sammeln trennten wir uns diesmal und bildeten 2 Teams.
    Team 1 sollte die Bedingungen an der Höhle vom Vortag checken. Die Sicht hatte sich innerhalb eines Tages von 0 auf 1m verbessert. In der Nähe gab es einen weiteren „heißen Tipp“. Dieser Information wurde ebenfalls nachgegangen, war aber leider uninteressant (Unterspülung / Steilwand im Fluss).
    Team 2 überprüfte eine weitere Höhle. Peter konnte rückwärts reinkriechen und den Kopf kurz unter Wasser stecken. Diese Höhle könnte interessant sein, aber recht schmal und eher was für D7.

    Team 2 stößt zu Team 1. Gemeinsam wurde eine weitere Höhle angeschaut, die das Scoutingteam ebenfalls im Juni gesehen hatte. Auf den ersten Blick erschien die Situation aussichtslos und die Höhle unbetauchbar. Im Felsen sah man durch einen schmalen Eingang eine kleine wassergefüllte Kammer. Auf den zweiten Blick konnte man einen etwas kleineren Eingang entdecken, der scheinbar schnell größer zu wird (mit Ast getastet).
    Am Abend gingen wir in Nis Pizza essen.

    Samstag 09.10.2010

    In der unterzeichneten Absichtserklärung bekundete die Stadt Nis ihr Interesse daran, dass wir in der Wasserversorgung von Nis tauchen. Dabei sollten wir Video / Fotomaterial der Pumpanlagen und Wasserproben aus den einzelnen Tiefen sammeln. Als wir an der Wasserversorgung ankamen stellten wir mit entsetzten fest, dass der Wasserstand ca. 10m tiefer war als bei unserem letzten Besuch. Nach einigem Überlegen beschlossen wir trotzdem einen Versuch zu unternehmen. Mit Leitern und Seilen ermöglichten wir den Zugang und sicherten das Gelände. Hinter Elektrozaun und von bewaffneten Sicherheitsleuten umgeben bauten wir unsere Tauchgeräte zusammen. Der Bürgermeister und der Chef der Wasserversorgung statteten uns ebenfalls einen Besuch ab und sahen sich das geschäftige Treiben interessiert an.

    Das Team Manu / Peter fiel leider aus, da Manu sich den Fuß vertreten hatte. Oliver und Clemenzo kamen bis auf ca. 25m, dann erreichten sie eine Engstelle, die mit D20 und RB unpassierbar war. Zumindest konnten sie ein bisschen Videomaterial bis zu dieser Stelle sammeln. Ein OC Team mit D12 schaute sich diesen Bereich bis 25m und die Engstelle noch einmal an. Danach wurde es ziemlich schmal. Schwierig zu sagen, ob ein erneutes tauchen sinnvoll ist.

    Abends hatte unser Vermieter in der Unterkunft ein kleines Fest organisiert, zu dem auch ein paar Freunde aus dem Tauchclub und Vertreter der Verwaltung eingeladen waren. Es gab Spanferkel und allerlei serbische Spezialitäten. Äußerst lecker. Wir feierten unser Projekt und tauschten unsere Gastgeschenke aus. Der Abend war leider kurz, da am nächsten Tag 1000 bis 1500km Heimreise bevorstanden.

    Sonntag 10.10.2010

    Wecken 4:00, Abfahrt 4:45. Unsere Gastgeber ließen es sich nicht nehmen, uns morgens noch einen Kaffee zu kochen. Die Heimreise verging wie im Flug. Voller Bilder und spannender Erlebnisse gab es unterwegs genügend Gesprächsstoff. Die Grenzformalitäten gingen diesmal erstaunlich schnell. Bei Ankunft in der EU löste sich die Kolonne auf und jeder fuhr für sich in seinem Tempo nach Hause.

    An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Darko, der durch seine Unterstützung diese Expedition ermöglicht hat.

    Bericht der DIR-Austria

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

    Gallery

  • Vermessung Cabouy 2010

    Vermessung Cabouy 2010

    Teilnehmer: Tobi Petzinger, Fred Petzinger, Tobias Ziegler, Arnde Arndt, Roland Kring, Tobias Schmidt, Oli Kurtz, Tim Löffler, Manuel Fiore, Manu Schoch, Peter Gärtner.

    Die Cabouy ist bekannt für selten gute Sicht und schnelles anspringen auf Regenfälle. Deswegen beobachteten wir gespannt 2 Wochen im Voraus das Wettergeschehen vor Ort und führten unsere eigene kleine Wetterstatistik, um bereits im Vorfeld eine möglichst realistische Einschätzung der Situation zu bekommen.

    Nachdem Familie Petzinger schon am Abend vorher angereist war, traf der Rest der Truppe zufällig innerhalb 30 min quasi gleichzeitig ein. Wir hatten uns nach einer strategisch günstig gelegenen Unterkunft um gesehen und waren in einem Bericht von Niko Gerdau (www.trimix-nord.de) auf die Domaine de Gibert (http://www.domaine-de-gibert.com) gestoßen.

    Als Gast war dieses mal mit an Bord: Tobias Schmidt. Er wollte uns beim Thema Vermessung unterstützen. Nach Hallo Bezug der Zimmer, Kaffee, gab es eine Einführung von Tobias Schmidt und Peter in die Vermessungsthematik.

    Nachdem erklärt war, wie ein Polygon-Zug aufgenommen wird und die Raumdimensionen einer Höhle ausgemessen werden, ging es an die Verteilung der Aufgaben an die einzelnen Teams. Wichtig war uns, dass jedes Teammitglied seinen Beitrag zum Projekt leisten konnte und viel getaucht würde.

    1. Tag

    Nach dem Ruf des Weckers um 7:00 ging’s direkt durchs Bad zum Frühstück. Erstaunlich pünktlich konnten wir gegen 9:00 Richtung Cabouy starten, welche wir nach nur 18 min Fahrzeit erreichten. Angekommen vor Ort besichtigten wir erst mal die ganze Szenerie. Als erstes legten wir einen Korridor durch die UW-Flora sowie den Platz zum Ablegen der benötigten Ausrüstung (Scooter; Stages) fest. Ein besonderes Anliegen war uns dabei, das wir den Laich der Kröten und Frösche im Kraut möglichst wenig beeinträchtigen.
    Nach einer Vermessungs-Trockenübung im Busch wurden die Aufgaben der einzelnen Teams noch einmal detailliert durch gesprochen.

    Team 1 (Roland, Arne) hatte 3 Aufgaben:
    Sicht checken. Würden sie nicht nach kurzer Zeit wieder auftauchen, war klar, dass die Bedingen ausreichend für unser Vorhaben waren.
    Herstellen einer kontinuierlichen Führungsleine bis zur Pou Meyssen (PM) (unklar, ob starke Schüttung im Winter die Leine zerrissen hatte). Es stellte sich heraus, dass die Leine ab dem 5m Punkt 500m reinwärts nur noch in Fetzen hing. Roland und Arne mussten an bestimmt 20 Stellen die Leine flicken. 3.: Durchgängige aufsteigende Nummerierung aller Fixpunkte. Die Schildchen hierfür hatten wir in der Nacht zuvor aus Gurtband mit Lötkolben und Edding hergestellt.
    Tauchzeit ca.3h.

    Noch während sich Roland und Arne fertig machten, wanderten Tobias, Manuel und Peter zur PM, um dort die Situation zu checken. Insbesondere wurde eine Edelstahllasche im Felsen angebracht, um das Sicherheitsseil für den Ausstieg aus der PM neu zu befestigen. Außerdem kante Manuel die PM noch nicht.

    Team 2 (Tobi P., Fred, Manuel; Tobi Z.):
    Vermessen des Polygon-Zugs ab P15 Richtung Ausgang (100bar aus einer Stage, Cookie setzen, starten). Tauchzeit gut 2h.

    Team 3 (Tim, Oli, Tobi S., Peter, Manu)
    Aufgabe: Einmessen des Polygonzuges ab Cookie von Team 2 in Richtung PM, soweit bis Abbruchkriterium erreicht (Zeit, Gas, Entfernung). Scooter beim Cookie abgelegt, bis P33 gekommen. Tauchzeit 3h. Es wurden witzige Froschknäule aus bis zu 10 Individuen auf 24m gesichtet.

    Nach einem kurzen Stopp im Supermarkt machten wir uns abends über 5kg Kesselgulasch sponsored bei Tobi P. her. Nachdem die Daten provisorisch aufbereitet waren, waren wir erstaunt, was wir an unserem 1. Vermessungstag überhaupt geschafft hatten: 33 Messpunkte des Polygonzuges, ca. 600m, waren eingemessen. Schon jetzt ließ sich klar der Charakter der Cabouy erkennen: Verlauf in östlicher Richtung, charakteristische Eingangshalde auf 30m, höchster Punkt 5m bei 490m, die bis passierten T’s und Jumps waren auch schon markiert. Müde und gespannt, ob wir unsere uns selbst gestellte Aufgabe am nächsten Tag lösen können (es hatte angefangen zu regnen) sanken wir in unsere Betten.

    2. Tag

    Wieder riss uns der Wecker für einen Urlaub viel zu früh aus dem Schlaf. Nach dem Frühstück trafen wir gegen 9:15 an der Cabouy ein. Die Aufgabe für diesen Tag hieß: Fertigstellung des Polygonzuges und Ausmessen der Raumdimensionen an jedem Messpunkt. Obwohl der Quellteich keine Verschlechterung der Bedingungen erkennen ließ, entschlossen wir uns ein Team zur Klärung der Sicht und Flowbedingungen vorauszuschicken. Manuel und Tobi P. wurden komplett vom gesamten Team unterstützt und konnten so nach nur 10min Rödelzeit abtauchen. Sie konnten nach wenigen Minuten verkünden, dass der Flow etwas zugenommen hatte, die Sicht aber unverändert zum vorherigen Tag war.

    Team 1: Tobi P, Fred, Manuel, Tobi Z, Raumdimensionen ab Messpunkt 15 Richtung Ausgang aufnehmen. Tauchzeit gut 2h.

    Team 2: Roland, Arne: ab Cookie Raumdimensionen in Richtung PM bis Umkehrkriterien, Cookie für Team 3 hinterlassen. Tauchzeit 3h.

    Team 3: Tim, Oli: Ausmessen Kamin. Tauchzeit 2h.

    Team 4: Tobi S., Peter, Manu: Aufnahme restlicher Polygonzug ab P 33 bis Wasseroberfläche PM, rauszu Aufnahme Gangdimension bis Cookie Roland, Arne. Polygonzug und Dimensionen des Loops aufnehmen. Tauchzeit 4:15h.

    Am Nachmittag ist dann die OC-Truppe zum Füllen zu Andre Grimals Luxus-Füllstation gefahren. Team 2 und 3  wartete bis Team 4 aus dem Wasser war und half  beim Ausstieg und verladen. Team 4 mass Pkt. 0 und PM über GPS und zusätzliche Messstrecke ein, um eine Referenz für die Lage der Höhle im Gelände sowie die Genauigkeit unserer Messungen zu haben. Nach einem kurzen Zwischenstop im Supermarkt trafen sich alle wieder in der Domaine de Gibert.

    Abends gab es die 2. Portion Kesselgulasch. Nach der Abschlussbesprechung zogen sich Tobias und Peter zur weiteren Aufbereitung und Prüfung der Daten zurück. Der Abend klang dann mit den Vorbereitungen für den letzten Tauchtag aus – geplant waren Tauchgänge in der Ressel.

    3.Tag: Ressel

    Es war freies Spasstauchen angesagt – jeder nach seinem Gusto und Komfortbereich: Roland und Arne durchtauchten den tiefen Loop, Oli, Tim Tobi Z. sahen sich das erstes tiefe T an, Tobi P. und Manuel schwommen zum Schacht und begutachteten den flachen Loop aus allen Blickwinkeln. Tobi S., Peter, Manu machten einen Ausflugs- und Erkundungstag.

    Am Abend wurde der erster Detailplan der Cabouy fertig gestellt und die Autos beladen. Alle waren happy über das erreichte Ergebnis – da es unser erstes Vermessungsprojekt war, waren wir uns nicht sicher, wie weit wir kommen würden. Und deshalb freuten wir uns doppelt über das erreichte Ergebnis!

    4.Tag

    Heimreise

    Bericht OC Team

    1. Tauchtag – Tauchteam 2 (OC)

    Nach einem kurzen Frühstück sind wir am 1ten Tauchtag zum großen Erstaunen Aller tatsächlich äußerst pünktlich los gekommen. Der Höhlenpool machte, wie auch schon am Vortag, einen hervorragenden Eindruck. Während sich Tauchteam 1, bestehend aus Roland und Arne, fertig machten um bei einem ersten Tauchgang die Leinensituation zu prüfen und alle Tieoff´s als Messpunkte mit Zahlen zu versehen, vergnügte sich der Rest des Teams im Wald bei einer Trockenübung. Anhand von 30 Meter Caveline welche zwischen den Bäumen gespannt wurde veranschaulichten Peter und Tobi S. noch einmal, was schon am Vorabend besprochen wurde. So konnten auch die letzten Fragen noch geklärt werden bevor es ins Wasser ging.

    Wir, Tauchteam 2, waren uns schnell einig mit 2 Stages zu tauchen. Da wir noch nicht abschätzen konnten wie gut wir mit dem Vermessen voran kommen würden und für uns OCler die Gasmenge in diesem Falle der limitierende Faktor war, beschlossen wir die Höhle von Innen nach Außen zu vermessen. Eine halbe Stage wurde für den Weg in die Höhle geplant, 1 1/2 Stages standen uns für die Vermessungsarbeiten auf dem Rückweg zur Verfügung. Im ersten Moment mag diese Planung arg konservativ wirken. Um aber sauber und ohne Zeitdruck arbeiten zu können, benötigt man tatsächlich die 3-fache Menge an Gas als wenn man einfach nur rein und raus flösselt.

    Nach den üblichen Checks ging es dann bewaffnet mit Schreibtafeln, Kompass und Maßband los. Tobi Z. (der einzige RBler im OC-Team : ) ) und Manuel, gefolgt von Fred und Tobi P. drangen langsam in die Höhle vor. Nachdem die erste Stage im Team auf rund 100 bar  runtergeatmet war, markierten wir den Messpunk 15 welchen wir erreicht hatten mit einem Cookie. Dieser diente Tauchteam 3, welches ausschließlich aus PSCR-Tauchern bestand, als Startzeichen für ihre Messstrecke. Wir begannen hier uns in Richtung des Höhleneinganges zurück zu arbeiten. Wir splitteten unser 4er Team in zwei Buddyteams auf. Während Manuel und Tobi Z. mit dem Ende des Maßbandes an den jeweiligen Vermessungspunkten verweilten, schwammen Fred und Tobi P. zurück zum davorliegenden Messpunkt. Fred handhabte das Maßband wie ein Reel, so konnten wir die genaue Distanz relativ präzise ermitteln. Sobald wir die Distanz notiert hatten, zog Fred drei mal am Maßband und begann dann es langsam aufzurollen. Sobald Tobi Z. und Manuel mit dem Ende des Maßbandes bei uns ankamen, begann die Prozedur von neuem. Um die korrekte Richtung festzustellen wurde mittels eines Kompasses von Manuel in Richtung des Höhlenausganges gemessen, Tobi P. nahm die Koordinaten vom anderen Ende des Maßbandes in die entgegengesetzte Richtung. Durch das entgegengesetzte messen konnten wir jeden ermittelten Wert durch einen zweiten auf Richtigkeit überprüfen.

    Zudem wurde von uns auch noch an jedem Messpunkt die genaue Tiefe notiert. Aller Anfang ist schwer : )Die ersten zwei, drei Messungen gingen noch etwas zäh, als wir dann allerdings aufeinander eingespielt waren hat es wie am Schnürchen geklappt.
    Insgesamt haben wir auf diese Weise während des gut zweistündigen Tauchganges knapp 300 Meter Polygonzug einmessen können.

    Bevor es am Abend wieder zurück zum Haus ging, statteten wir Andre Grimal (http://www.gonflage.com) einen Besuch ab um unsere Stages für den nächsten Tag wieder füllen zu lassen. Wenn man zum ersten mal vor seiner Füllanlage steht, bekommt man leicht feuchte Augen und wacklige Knie. Ein Traum für jeden Selbstfüller! Und das zu anständigen Preisen!

    Wir ließen den Tag bei einem riesigen Topf Gulasch mit Kartoffeln und Baguette ausklingen und fielen gegen 24 Uhr in die Betten, schließlich haben wir uns für den nächsten Tag auf 7 Uhr zum wecken geeinigt!

    2. Tauchtag – Tauchteam 2 (OC)

    Nach einem unspektakulären Frühstück und der kurzen, 15 minütigen Anfahrt zur Cabouy waren wir nicht ganz sicher ob die Bedinungen auch am zweiten Tag vernünftiges Arbeiten zulassen würden. Es gab Befürchtungen dass der Regen der vergangenen Nacht uns einen Strich durch die Rechnung machen könnte. Bei einem halbstündigen Checktauchgang konnten sich Manuel F. und Tobi P. davon überzeugen dass es glücklicherweise keine Beeinträchtigungen der Sicht gab und wir unsere Arbeiten wie geplant weiter fortführen konnten.

    Die Aufteilung der Buddyteams war identisch zum Vortag, was auch für die Gasplanung galt. Manuel ging mit Tobi Z. und Fred mit Tobi P. ins Wasser. Geplant war, die Gangdimensionen zu erfassen, damit der Höhlenplan der am Ende entstehen sollte, nicht nur aus verbundenen Linien mit Tiefenangaben besteht, sondern ein schönes 3D-Bild ergibt.

    Als wir den Messpunkt erreicht hatten an dem wir beginnen wollten stiegen Fred und Tobi P. zur Höhlendecke auf um die Minimaltiefe über dem Messpunkt notieren zu können. Während dessen machten sich Manuel und Tobi Z. daran, die Gangbreite links und rechts vom Messpunkt auszumessen. Die Sicht war zum Glück gut genug dass wir uns einwandfrei verständigen konnten. Das ermitteln der Minimaltiefe unter der Decke ging natürlich wesentlich schneller als das vermessen der Gangbreite. Dadurch konnten Fred und Tobi P. den Arbeitsbereich des am Höhlenboden beschäftigten Buddyteams ausleuchten und die Zwei auf diese Weise etwas unterstützen. Nachdem alle relevanten Daten ermittelt wurden signalisierten Manuel F. und Tobi Z. das nach oben und wir schwammen weiter zum nächsten Messpunkt. Fred und Tobi P. blieben während des gesamten Tauchganges unter der Höhlendecke. Obwohl es von dort aus nicht mehr möglich war die Leine zu sehen, haben wir uns trotzdem für dieses Vorgehen entschieden. Da permanent jemand aus dem 4er Team an der Leine war, die Sicht gut genug um mit den Lampen durch den gesamten Gang zu kommunizieren und ein auftauchen an jedem Messpunkt bei den vorhandenen Ganghöhen einen Lehrbuchmäßigen Jojo-Tauchgang zur Folge gehabt hätte war dies in unseren Augen die beste Lösung.

    Nach rund zwei Stunden hatten wir den Bereich den wir uns vorgenommen hatten abgearbeitet und verließen das Wasser nach 15 Minuten Sauerstoffdeko.

    Auch an diesem Abend führte uns unser Weg noch zu Andre Grimal, bevor wir nach einem gemütlichen Abendessen doch etwas kaputt in unsere Betten fielen.

    3. Tauchtag – Ab an die Ressel!!!

    Heute stand Spaßtauchen auf dem Programm! Da Spaß bekanntlich auch seinen Preis hat, klingelten alle Wecker um eine verdammt unchristliche Uhrzeit : ) Aufgrund der Rüsselpest die sich ein wenig ausgebreitet hatte, konnten wir leider nicht alle diese wunderschöne Höhle an diesem Tag genießen. Zwar war uns Petrus heute nicht wohl gesonnen und lies es etappenweise stark regnen, jedoch konnte uns das nicht abhalten! Schnell hatten wir uns an die Matschschlacht gewöhnt und bereiteten unser Equipment am Einstiegsbereich vor.

    Roland und Arne nahmen das 4. T (ca. 1100m Penetration) und den tiefen Loop in Angriff. Beide mit einem PSCR und 2 Scootern bewaffnet.
    Tim, Oli und Tobi Z., alle ebenfalls mit RB und Scooter unterwegs, nahmen sich das 3. T vor (ca. 830 m Penetration). Die 3 Jungs nahmen sich einen Backup-Scooter im Team mit.
    Tobi P. und Manuel wollten sich heute mal den Schacht bei ca. 390 m von oben anschauen und den flachen Loop vom 2. T zum 1. T tauchen. Beide wie es sich für Genießer gehört per Pedes unterwegs. Da die zwei getreu des Mottos viel hilft viel, mit je 2 Stages EAN 32 unterwegs waren und sichtlich ihren Spaß hatten, machten sie den flachen Loop gleich zweifach.

    Die Bedingungen waren sehr gut und alle kamen vollständig auf ihre Kosten.

    Tobi P. und Manuel tauchten nach fast 2 h als erstes auf. Gefolgt vom Trio,Tim, Oli und Tobi Z..
    Nach einer angenehmen Pause schnappten sich Tobi P. und Manuel für ihren 2. TG jeweils eine Stage EAN 32 und einen Scooter und besuchten, weil es so schön war, den Schacht ein zweites Mal. Beim Abtauchen trafen beide dann auf Roland und Arne, welche gerade ihre Deko beendeten und auftauchten.

    Nachdem das Equipment mühsam zurück in die Autos geschleppt war begaben wir uns zurück in unsere Unterkunft. Auf dem Weg machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp beim ELEKTRIKER und versorgte uns mit reichlich gutem Essen welches uns Arne exzellent zubereitete!

    Wir ließen den Abend gemütlich bei einem Glas Wein oder ne Flasche Bier ausklingen und begaben uns nicht all zu spät in die Betten.

    Naja, über die Heimreise braucht man nicht viel zu erzählen!

    Das Ergebnis: Der Plan

    Für unsere erste Vermessung im Team sind wir erstaunt, welches Ergebnis dabei rausgekommen ist! Wir hatten zwar gehofft, aber nur schon die unsicheren Bedingungen bezüglich der Sichtweiten hat uns zweifeln lassen. Insgesamt wurde eine Ganglänge von 983m vermessen, der längste einzelne Messzug war 49,3m lang. Der Lopp hat gesamt eine Länge von kanpp 150m. Die größte Tiefe ist 32m, die geringste (auf Höhe der Leine) 6m. Knapp 60 Messzüge wurden vermessen. Anfangspunkt bilder die Kette unterhalb des Stegs in der Cabouy und der Fixpunkt, an dem die Führungsleine an der Pou Meyssen befestigt ist. Diese Punkte wurden mit GPS eingemessen – an der Pou Meyssen war ein Hilfsmesszug nötig, damit das GPS-Gerät Empfang hatte. Insgesamt hat unser Gesamtmesszug eine Abweichung von nur 24m von den GPS Stationen! Im Overlay mit dem Luftbild sieht man, dass der verlauf der Höhle nicht dem Trockental folgt.

    Ach ja – wenn es da draussen im Internet einen Experten in Sachen Wincompass gibt – ich hätte da noch ein paar Fragen und würde mich über eine Kontaktaufnahme freuen!

    Recht herzlichen Dank noch einmal an Tobias Schmidt, ohne dessen tatkräftige Unterstützung und Erklärung das Projekt so nicht hätte stattfinden können!

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

    Plan

    Cabouy Plan klein

  • Vis & Estramar 2010

    Vis & Estramar 2010

    Teilnehmer: Roland Kring, Andreas Arndt, Manu Schoch, Peter Gärtner, Marc Grosse, Tim Löffler, Fred Petzinger, Tobi Ziegler, Oli Kurtz, Tibor Czuppon

    Dieses Mal zog es uns in Richtung Herault und an die Mittelmeerküste / französisch Catalanien. Ziel war zum einen die Erkundung der Foux de Vis und etwas Spasstauchen in der Font Estramar an der Mittelmeerküste und das Erkunden des Schachts eben dort.

    Wir nutzten den Dienstag als Anreisetag nach Südfrankreich, unsere Ostgoten Marc und Arne waren die Ersten am Lagerplatz nahe der Source de Vis und eröffneten die Wagenburg.

    Das erste Scouting an der Source de Vis im Herault hatten Peter und Manu bereits letztes Jahr durchgeführt und den Zugang zur Höhle, sowie die Einstiegstelle in Augenschein genommen. Schon damals wurde klar: Ein Tauchgang in der Vis ist mit schweißtreibender Vorbereitung und erheblicher Schlepperei verbunden.

    Nachdem alle angekommen waren und die Zelte standen, machten wir noch am gleichen Abend einen  kleinen Spaziergang zur Vis. Die ersten Flaschen wurden schon in Rucksäcken mitgenommen und im Trockenbereich deponiert. So gewannen wir einen ersten Eindruck vom Weg zur Mühle durch den Wald, vom Trockenbereich der Höhle und vom Einsteig ins Wasser.

    Abends saßen wir noch eine Weile vorm Zelt und besprachen den nächsten Tag. Es sollten alle tauchen, Rückengeräte sollten geteilt werden, ebenso die Wings, Backplates, Flossen und Regler, jeder hatte (s)eine eigene Stage zum Tauchen, sowie seinen Anzug und Unterzieher mitgenommen.

    Am Mittwoch sollte der Tauchtag an der Vis stattfinden und wir sollten sehen, ob unser Plan, jeden ins Wasser zu schicken, aufgeht.

    Am Morgen wurde ein ausgiebiges Frühstück angeordnet, da ein anstrengender Tag vor uns lag. Wir verließen das Lager und konnten alle benötigten Tauchutensilien auf 1x mitnehmen. An der Höhle angekommen wurde die Reihenfolge der Tauchteams festgelegt.
    Team 1 bildeten Manu und Peter, da sie fotografieren wollten und nach dem Tauchgang als Läufer-Team bereits die erste Fuhre zurück zum Camp bringen wollten, alle halfen das Team schnell ins Wasser zu bringen.

    Team 2 bildeten Tim und Marc, diese zogen sich ebenfalls gleich mit um und halfen Team 1 ins Wasser. Kaum war Team 2 im Wasser brachte das Läufer Team (Team 1) die ersten Sachen ins Camp zurück.
    Team 3 waren Roland und Fred und Team 4 bestand aus Arne und Tobi Z. Als Team 4 aus dem Wasser kam war der Trockenbereich bereits leer geräumt und die meisten Sachen in Rucksäcken und Taschen verstaut. Mit nur 1x laufen konnten wir geschlossen alles auf ein mal wieder zurücknehmen.

    Es war ein sehr anstrengender Tauchtag, verbunden mit viel Schweiß. Aber es ist uns gelungen, dass jeder Taucher ins Wasser kam. Jeder konnte sich in seinen Grenzen vorwagen und sich einen Eindruck von der Höhle verschaffen.
    Angekommen im Camp und nach kurzer Verschnaufpause wurden die Zelte abgebaut, die Autos gepackt und es ging weiter in Richtung Fitou an die Mittelmeerküste.

    Dort hatte uns Tibor ein nettes Häuschen mitten in der malerischen Altstadt von Fitou organisiert. Oli konnte aus beruflichen Gründen erst am Mittwoch anreisen und hatte das Häuschen schon bezogen. Tibor kam erst sehr spät am Abend, er musste am Morgen noch einen Zahnarzttermin über sich ergehen lassen.

    Der Donnerstag war der erste von drei Tauchtagen an der Font Estramar, die bisher nur von Tibor betaucht wurde. Wir waren alle schon sehr gespannt.
    Morgens beim Frühstück stellte Tibor mit Erschrecken fest, dass er alle O-Ringe seines Kreisels plus Loop mit Mundstück zu Hause vergessen hatte. Bei 9 von 10 Tauchern mit Kreisel sollten genügend Ersatzteile dabei sein, um aus allen Ersatzteilkisten die fehlenden O-Ringe zusammenzusammeln. Der Einfachheit halber wurde der Kreisel-Loop abwechselnd getaucht. Die Font Estramar erreichten wir nach nur 10 min Autofahrt. Der malerische, mit blauem Wasser gefüllte Pool liegt ganz unromantisch direkt an der Autobahn und erfreut sich gelegentlicher Badegäste.

    Dieses Höhlensystem ist mit seinen vielen Loops und Verbindungsgängen deutlich komplexer als die meisten Höhlen Südfrankreichs. Die Gänge sind schmal und verwinkelt, es gibt einen größeren Hauptgang, von dem unser Licht rechts und links immer wieder in kleinere Nebengänge fiel. Das Gestein ist dunkel und absorbiert viel Licht. Der Großteil der Höhle bewegt sich durchschnittlich in einer Tiefe von 30 – 35m, der Hauptgang in einen tieferen Bereich über mit ca. 60m welcher in einen Schacht mündet, der bis auf > 160m in die Tiefe fällt.

    Wir brachten die Rentnertische ans Wasser, legten Scooter und Stages in den Pool und waren bei der beginnenden Mittagshitze froh ins Wasser zu steigen. Dabei erwarteten uns angenehme 17°C Wassertemperatur. Wir verbrachten einen bunten Tauchtag. Roland und Arne sind an den Schacht getaucht und markierten sich den Weg bis dahin mit 11 (!) Cookies. Manu und Peter planten einen Foto Tauchgang, fuhren mit Scooter ein Stück im Hauptgang und parkten diese dann. Mark und Oli, sowie Tim und Tobi Z. düsten alle ein bisschen mit ihren Scooter rum. Mit Fotokamera bewaffnet, gingen Fred und Tibor zu Fuß mit auf die Jagd nach schönen Motiven. Nach dem Tauchgang ließen die meisten ihre Stages im Pool, Regen und steigender Flow bzw. Unbetauchbarkeit der Höhle waren nicht zu erwarten. Ein Team beschloss noch einen weiteren Tauchgang, der Rest packte langsam zusammen und fuhr in die Unterkunft. Ein Einkaufsteam besorgte Grillzeug und Getränke für einen anständigen Grillabend.

    Am Freitag planten Roland und Arne einen langen bzw. tiefen Tauchgang. Ziel war bis zum Schacht zu scootern und dann weiter den Schacht hinunter bis auf maximal 140m abzusteigen. Da die Leine mitten im Schacht auf 130m endete, liessen Sie es für dieses Mal gut sein und kehrten mit vielen Eindrücken zurück.

    Die weitern Teamkonstellationen beließen wir wie am ersten Tag. Fred und Tibor diesmal ohne Fotokamera. Manu und Peter wollten im tieferen Teil bis zum 2. Schacht um dort mal auf 60m zu schauen. Oli und Mark planten ebenfalls einen Tauchgang im tieferen Bereich. Tobi Z. und Tim tauchten einen Teil des großen Loops. Am Abend glühte wieder der Grill.

    Am Samstag, unserem letzten Tauchtag wurden die Teams bunt gemischt, die meisten wollten sich zum Ausklang noch ein paar unbekannte Ecken im vorderen Bereich ansehen. Manu und Peter entschlossen sich zu einem Foto Tauchgang, diesmal im vorderen Bereich des großen Loops. Fred und Tibor waren ebenfalls mit Fotokamera bewaffnet. Arne und Tobi Z. fuhren den großen Loop per Scooter ab, Roland und Tim schauten sich im vorderen Bereich ein paar kleine Loops an. Oli und Mark führten ebenfalls ihre Scooter aus. Insgesamt wurde jeder einzelne Gang von uns betaucht.

    Einige von uns wollten unbedingt einmal die Füße in das Mittelmeer stecken. So sind wir zu dritt (Manu, Peter und Tibor) ans Meer gefahren. Das Wasser war noch ganz schön kalt, obwohl wir die ganze Zeit 30°C Lufttemperatur genossen. Mit einer halben Stunde am Beach war der Bedarf nach Strandurlaub gedeckt.

    Zurück in der Unterkunft wurde eifrig die Abreise für den nächsten Tag vorbereitet, zum Abendessen gab es 2kg Nudeln. Der letzter Abend war eher kurz. Arne und Mark hatten die längste Heimreise und wollten zusammen mit Roland und Fred schon Nachts um 3:00 Uhr losfahren damit sie zeitiger zu Hause sind. So sind wir dieses Mal alle zeitversetzt losgefahren. Es gab dann Staumeldungen von der Strecke.

    Schätzchen am Wegesrand.

    Eine erlebnisreiche Woche ging zu Ende. Die Font Estramar ist eine sehr interessante ganz anderer Optik mit schmalen verwinkelten Gängen, dunklem Gestein, wirklich komplexer Navigation und einem faszinierenden Schacht. Estramar, wir kommen wieder!

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Grube Christine

    Grube Christine

    Ursprünglich wollten wir im November noch einmal ins Lot starten: Etwas Sonne genießen und Fotografieren war der eigentliche Plan. Doch im Lot gab es Regen satt, wie uns Oli und Tim – sie waren live vor Ort – berichten konnten. Also haben wir Höhe Besancon umdisponiert, waren noch kurz Käse, Wein und Baguette bunkern und sind dann wieder in Richtung Deutschland gefahren.

    Um nicht ganz unverrichteter Dinge nach Hause fahren zu müssen, haben bei Oliver Hecht angerufen und einen Besuch bei Ihm und im Bergwerk Christine abgeklärt. Zum Glück war eine Ferienwohnung frei und Oliver war so spontan, uns das Tauchen so kurzfristig zu ermöglichen. Als wir abends am Quartier ankamen, steckte, wie vorher besprochen, der Schlüssel in der Türe und wir konnten uns einrichten. Nicht viel später kam auch Oliver vorbei und wir haben den Ablauf des Tauchens mit ihm besprochen. Da wir beide Cave 2 zertifiziert sind, stand einem schönen Tauchgang am nächsten Tag in der Christine nichts im Wege! Also wurde der romantische Ofen befeuert, etwas gekocht, die Füße hochgelegt und wir sind, etwas geschafft von der Fahrt, schnell eingeschlafen.
    Am nächsten Morgen nach dem Frühstück trafen wir uns mit Oliver und er hat uns den Weg zur Grube gezeigt. Glücklicher Weise waren wir hier die einzigen Taucher an diesem Tag und so konnten wir die Rödeltische für uns alleine nützen.

    Von Oliver nochmals sensibilisiert, sind wir mit äußerster Vorsicht ins Wasser gestiegen, um uns nicht selber die Sicht zu versauen. Nach dem obligatorischen Check glitten wir den Bremsberg hinunter und ließen den Schiefergang auf uns wirken: Obwohl die Sicht mit ca. 10m gut war, scheint der dunkle Schiefer das Licht geradezu aufzusaugen. Zusammen mit den nicht sehr großen Dimensionen der Gänge und gedrungenen Decken dieses Bergwerks, ergibt sich eine leicht bedrückende Stimmung. Und auch wenn die Rebreather im Vergleich zum offenem Gerät wesentlich weniger Gas ans Wasser abgeben, reichte das schon, um durch Perlokation die Sicht weiter einzutrüben: Ein feiner weißer Schleier sank von der Decke herab. Deshalb gingen wir für unsere Fotosession wie folgt vor: Vorne schwamm Peter als Fotograf, dahinter Manu als Model. Kam eine interessante Stelle in Sicht, schwamm Peter im Boden darum herum, zeigte dabei Manu schon an, wie sie sich positionieren sollte, um sie dann nach einer Drehung von 180° zu fotografieren.

    Doch schon nach wenigen Fotos an einer Stelle trübte die Sicht ein, und es musste weiter gehen. Schön zu sehen waren auch Schichtungen, die durch schwebende Staubschichten im Wasser entstehen. Die von den Bergarbeitern zurück gelassenen Artefakte wie Röhren, Schilder und Werkzeuge geben dem Bergwerk etwas Spukhaftes. Zum Teil sind Details so gut erhalten, dass man in den Stiefelabdrücken im Lehm noch den Nagelbesatzsatz der Sohlen erkennen kann!

    Bei unserem ersten Besuch in der Christine haben wir uns in Ruhe auf der ersten Sohle umgesehen, sind aber nicht den 2. Bremsberg hinunter getaucht, sondern lieber ein ganzes Stück weiter den Gleisen auf der ersten Sohle gefolgt. Das nächste Mal nehmen wir uns dann den tieferen Teil vor.

    Nach einem zünftigen Abendessen – Peter war an diesem Abend der Maitre de Cuisine – und einem Glas französischem Rotwein sowie Käse, haben wir noch die Fotos begutachtet und eine erste Selektion vorgenommen.

    Der nächsten Morgen begann mit einer schlechten Nachricht: Peter war wohl etwas nachlässig mit dem Schutz der Ohren gewesen: jedenfalls war kein Druckausgleich möglich. So mussten wir den geplanten Tauchgang in der Grube Willingen ausfallen lassen und sind direkt nach Hause gefahren.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Fotokurs mit JP Bresser

    Fotokurs mit JP Bresser

    Nachdem wir uns schon seit einiger Zeit relativ erfolglos bemühen, die Eindrücke unserer Höhlentauchgänge auf Bildern festzuhalten, entschlossen wir uns spontan das Angebot von JP Bresser anzunehmen und uns von ihm in die Welt der Unterwasserfotografie einweisen zu lassen.

    Wir waren in der Moulin de Lantouy im alten Mühlhaus untergebracht und teilten uns das idyllische Anwesen ausschließlich mit Höhlentauchern: Kursteilnehmer eines Cave 1 Kurses bei Tom Karch. und einer Gruppe höhlentauchernder Nordlichter. Da die Höhlentauchszene klein ist, trafen wir dort viele alte Bekannte. Für uns selbst war es das erste Mal, dass wir den Charme dieser alten Mühle genießen konnten.

    1.Tag: Ressel, Foto Ist-Zustand

    Der Treffpunkt an diesem Morgen war direkt an der Ressel und der Tag begann in aller Frühe mit einer Vorstellung der Teilnehmer und deren Equipment am Ufer der Cele. Dann wurde das Konzept dieses Workshops vorgestellt: Für jeden Tag würde JP eine andere Aufgabe formulieren, die wir fotografisch lösen sollten. Die drei besten Fotos jedes Fotografen sollten dann am Abend in gemeinsamer Runde besprochen werden. Der Fokus wurde für jeden Tag auf etwas anders gelegt – anfangs sollte die Optimierung des Equipments im Vordergrund stehen, gegen Ende mehr die Verbesserung der Bildkomposition. Wobei die Themen fließend ineinander übergingen und je nach Stärken und Schwächen jedes einzelnen diskutiert wurden. Neben den In-Water-Sessions waren jeden Tag 1 – 2 Einheiten angesetzt, in denen uns die Theorie zum Thema des Tages lebendig vermittelt wurde.

    Die Aufgabe für den 1.Tag klang einfach: Macht ein Bild, mit dem Ihr einem Nicht-Höhlentaucher die Faszination des Höhlentauchens erklären könnt. Nach einer guten Stunde Tauchzeit trafen sich die Gruppen wieder am Ufer und nach einer Pause ging es wieder ins Wasser, dieses Mal mit vertauschten Rollen; die Fotografen des ersten Tauchgangs wurden zu den Models und umgekehrt. Dem zweiten Tauchgang folgte das Belegen unserer Unterkünfte, der Kompressor wurde angeworfen, die Bilder runtergeladen. JP und AM hatten an diesem Abend die Kochmütze auf und zauberten äußerst leckere Entenbrust mit Pasta und Salat. Nach dem opulenten Mahl trafen wir uns im Wohnzimmer und jeder präsentierte seine drei besten Bilder. Diese Auswahl wurde von allen gemeinsam besprochen und schon hier zeigte sich, dass die Startbedingungen für den Kurs sehr unterschiedlich waren: Igor und Matej hatten klar die besten Bilder geschossen, wir (Manu und Peter) sowie Cas hatten noch  mit der Ausrüstung zu kämpfen.

    2. Tag: Ressel, Covershot

    Da es am vorherigen Abend recht spät geworden war, starteten wir entspannt in den Tag und nach dem Frühstück wurde im Haus zunächst einmal die Ausrüstung optimiert. Es ist wirklich unglaublich, wie leicht man sich das Leben machen kann mit den richtigen Tricks und Kniffen!

    Nach der Ausrüstungsbastelstunde ging es wiederum an die Ressel, dort war mittlerweile die Hölle los: Es standen sicher 10 Fahrzeuge am Straßenrand. Die Aufgabe für den zweiten Tag lautete: Macht einen Covershot, der auf der die Titelseite eines Tauchmagazins passen würde. JP erklärte uns, worauf es ankommt (z.B. ausreichend Platz für Titel und Überschriften) und wir konnten uns überlegen, wo wir jeweils unseren Covershot machen wollten und das Model dementsprechend briefen.
    Da wir vereinbart hatten, die Kochmützen jeden Abend an eine andere Nation weiterzureichen, bereiteten Igor und Matej aus Slowenien das Abendessen vor. Neben der leckeren Gemüsepasta blieb auch der Nachtisch in Erinnerung: Eine slowenischer Kuchenspezialität (Name leider vergessen): Äußerst lecker, aber: A Moment on your lips, a lifetime on your hips… Die reine Sünde! J

    3. Tag: Doux de Coly, Taucherteam mit Scootern

    Heute ging es früher los als die beiden vorherigen Tage, da wir eine längere Fahrt vor uns hatten. JP hatte eine Genehmigung für das Tauchen in der Coly bereits im Vorfeld organisiert und auch den Schlüssel für das Gitter dabei. Nach einer guten Stunde Fahrzeit und dem Einsammeln verloren gegangener Schäfchen, konnten wir bequem unser Equipment vorbereiten und uns an die Umsetzung der Tagesaufgabe machen: Das Fotografieren und anleiten von 2 Models mit Scootern. AM und JP stellten sich uns als Models zur Verfügung und brachten dafür Ihre Scooter ins Wasser. Wir legten die Reihenfolge der Fotosessions der einzelnen Fotografen fest und stimmten die jeweiligen Sessions mit den Models ab. Leider hatten wir beide an diesem Tag etwas mit der Kamera zukämpfen, sodass überhaupt nur ein Bild herausgekommen ist, das auch nicht der Reißer ist. So schade das auch war, haben wir an diesem Tag abends am Küchentisch viel über die Kamera gelernt… J

    An diesem Abend waren wir mit dem Kochen an der Reihe. Wir hatten schwäbische Küche versprochen und bereits am Abend vorher alles für den schwäbischen Kartoffelsalat vorbereitet. Dazu gab es Maultaschen und, wer mochte, geschmälzte Zwiebeln obendrauf. Auch wenn zuerst die Überraschung groß war, wollten alle die „echte“ schwäbische Version des Gerichts probieren: Zuerst Kartoffelsalat in den Suppenteller, dann die Maultaschen mit der Brühe darüber, dazu Zwiebeln und nach Geschmack mit Essig abschmecken. Die Skepsis wich gefräßiger Stille. Und der Schwabenvirus war gepflanzt… Als Dessert hatten wir frische Feigen „organisiert“, die wir zusammen mit Ziegenkäse servierten. Der Abend wurde wieder zur Bilddiskussion genutzt und ging bis in die Nacht.

    4. Tag Landenouse, Taucher bei der Arbeit

    Da wir es von unserer Unterkunft nur 7 Minuten zur Landenouse hatten, konnten wir etwas gemütlicher als die Tage zuvor in den Tag starten. Die Aufgabe für den Tag war, einen Taucher bei der Arbeit abzulichten. Dank Matejs und Igors Seilkenntnissen war das Equipment schell im Pool und die Teams konnten loslegen. Da die Sicht nicht besonders gut war, kam uns die Aufgabenstellung sehr entgegen. In der Pause zwischen Tauchgängen kam noch ein Vorauskommando einer deutschen Höhlentauchgruppe vorbei, die sich dann aber dagegen entschied, auch noch in die Landenouse einzusteigen. Zusammen mit uns 7 Tauchern wäre es einfach zu voll geworden. Danke für die Rücksicht!

    Abends haben dann Cas und Sophie unseren Gaumen mit Huhn und Gemüsepfanne verwöhnt (NO HERINGS!). Den Abschluss der Gaumenfreuden bildeten feinster französischer Käse und Obst. In der Abendsession nach dem Essen ging es um digitale Bildbearbeitung durch Photoshop. Auch hier ist es erstaunlich, wie viel man durch ein paar Mausklicks noch herausholen kann und wie schmal der Grat zwischen gut und zu viel ist.

    Resümee

    Der Fotoworkshop bei JP war sein Geld absolut wert, da waren sich alle einig. Wir haben als Fotografieranfänger extrem viel dazugelernt. Da die Lernkurve extrem steil war, haben wir einiges an Zeit eingespart, die man beim Lernen aus Fehlern benötigen würde. Auch die Bilder der „Profis“ Igor und Matej sind noch einmal ein ganzes Stück besser geworden.

    Neben dem Inhaltlichen des Kurses hat es Spaß gemacht, wie unglaublich schnell aus Fremden eine Gruppe geworden ist, die ein gemeinsames Ziel verfolgt: Das Fotografieren zu verbessern. Und ebenso hat sich wieder einmal ein Hauptvorteil des Tauchens nach dem DIR-Prinzip gezeigt: Im Prinzip können Fremde sofort miteinander Höhlentauchgänge mit komplexen Aufgaben absolvieren, da Abläufe und Ausrüstung standardisiert sind und sich somit kein unnötiger Reibungsverlust ergibt.

    Urlaubstauchtage 30.09. – 04.10.2009

    Die anderen Workshopteilnehmer mussten leider wieder nach Hause, uns blieben noch ein paar Tage zum Tauchen und fotografieren.

    5. Tag Cabouy, Traverse Cabouy zur Poumayssen

    Zusammen mit JP und Annmarie fuhren wir an die Cabouy um ein bissl zu scootern. Die Sicht war exzellent, das wurde uns auch schon mehrfach berichtet. Unser Ziel war die Traverse Cabouy zur Poumayssen (und zurück). Die Leinensituation war sehr gut, wir hatten sie etwas chaotischer in Erinnerung. Auffällig waren die vielen T’s und Jumps bis zur Poumayssen. Während dieses Tg’s hätte Peter fast die Beißwarze seines Mundstücks verschluckt. Aber wozu hat man ein Ersatzmundstück dabei? Also g’schwind unterwasser gewechselt.

    Zur Abwechslung gönnten wir uns am Abend einen Ausflug nach Cajarc und fanden in der Altstadt direkt auf dem Marktplatz ein schönes Restaurant um zu Abend zu essen.

    6. Tag Ressel, Noch mal Fotos

    Sehr zu unserer Freude hatte JP uns angeboten, mit seiner Kamera ins Wasser zu springen und das bisher gelernte anzuwenden und zu vertiefen. Für uns war das eine sehr gute Wiederholung. Und ganz klar … da muss noch kräftig geübt werden. Dazu eignete sich am besten die Ressel. So konnten wir unsere Fortschritte am besten vergleichen. Wir hatten uns einiges vorgenommen: Noch mal Bilder mit Arbeitsgerät, mit Scooter, Wechsel zwischen Model und Fotograf, damit jeder alles gemacht hat. Den Abend konnten wir in unserer Küche bei letzten gemeinsamen Kochen nutzen, um ein paar Bilder zu zeigen und letzte Fragen zu stellen. Das nenne ich eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Damit ließen wir eine sehr angenehme und anregende Woche voller Bilder in digitaler und emotionaler Form ausklingen.

    7. Tag Ressel, Deep loop

    Am letzten Tauchtag dieser Frankreichtour hatten wir uns den Deep Loop in der Ressel vorgenommen. Um den besten Parkplatz zu bekommen starteten wir ganz zeitig am Morgen. Diese Woche machten wir die Erfahrung, dass nach 10:00 kein Parkplatz mehr zu haben war. Aber dieses Mal hatten wir Glück, wir waren ganz allein mit unserem ganzen Geraffel. In Ruhe bereiteten wir alles vor. Richteten die Kreisel, ließen die Scooter zu Wasser und warfen gefühlte 20 Stages  😉 in den Fluß.
    Die Sicht betrug im vorderen Teil nur 3-5m, ab dem Schacht dann ca. 7m und dann im tiefen Teil ab dem 3.T ca. 15-20m. Wir hatten uns dieses Jahr schon 2x den tieferen Teil in der Ressel angesehen. Bisher aber immer an der Hauptleine. Am 4. T bogen wir dann in den Loop ab. Interessant war die Veränderung der Gesteinsformationen, nicht wie im vorderen Teil große Platten mit glatt geschliffenen Wänden. Hier wirkte das Gestein wie zerfressen und angelöst mit bizarren Formationen. Das nächste Mal müssen wir unbedingt die Fotokamera mitnehmen.

    Profil unseres Tauchgangs durch den Deep Loop.Verwendete Gase im Rebreather: 15/55, 35/35, 50/25 und Sauerstoff.

    Am Abend wehte der Duft eines Currys durch die Mühle und wir hatten genügend Mitesser am Tisch.

    8.Tag: Comb Negre ohne tauchen

    Der letzte Tag wurde zum Scouten einer weiteren Höhle genutzt. Wir machten uns auf den Weg zur Comb Negre. Der Einstieg ist am Flussufer der Dordogne. Der Weg dorthin geht durch den Fluss, sodass wir erstmal Schuhe und Socken ausziehen mussten und nur knietief watend zum Höhleneingang gelangten: Vom Fluss aus sieht man schon mehrere kleine röhrenförmige Öffnungen. Der Einstieg ist klein und die Höhle besteht aus einer Anreihung von Tauch- und Trockenabschnitten. Eines ist klar: Da müssen wir mal mit kleinem Gerät vorbeikommen!

    Der Rest des Tages wurde zum Packen genutzt. Ein paar gute Freunde aus Pirna waren in der Zwischenzeit auch schon angekommen. Welch ein HALLO!!! Am Abend wurde zum Abschluss zünftig gegrillt.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Lot Februar – 2009

    Lot Februar – 2009

    Team: Robin Sporrer, Roland Kring, Tobi Petzinger, Tibor Czuppon, Tim Löffler, Marc Grosse, Manu Schoch, Peter Gärtner, Fred Petzinger, Tobi Ziegler

    Nachdem die Anreise zum Teil durch Hagelstürme führte und auch im Vorfeld das Wetter nicht gerade optimal war, waren unsere Erwartungen an die Tauchbedingungen schon im Vorfeld etwas gedämpft. Wir trafen uns am ersten gemeinsamen Abend am knisternden Kamin. Tobi P, Fred und Tibor waren schon vor Ort und hatten bereits einige Höhlen betaucht, somit konnten sie über die aktuellen Bedingungen berichten. Ihr Bericht fiel insgesamt positiver aus, als wir befürchteten.

    Als Bleibe für diese Tour diente die Domaine de Gayfie, in der wir insgesamt 3 Häuser belegt hatten. Das Esszimmer des größten Hauses (18) diente als gemeinsamer Treffpunkt zum Planen, Besprechen und Ratschen, wurde aber auch gleichzeitig als Akkuladestation genutzt.

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    Die frühe Truppe (Tobi P, Fred und Tibor) machte die ersten Check Tauchgänge, jeweils OC mit einer Stage und maximaler Penetration von 250m. Sie betauchten am Sonntag die Ressel bei geringem Flow und mäßigen Sichtweiten von 4-6m. Am Montag folgte die Landenouse bei sehr geringem Flow und sehr guter Sicht (10-15m). Dienstags dann die St. Georges bei kaum Flow, die Sicht lag bei 5-7m.

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    Die Neuankömmlinge wollten als erstes in die Cabouy zum Warmtauchen. Als wir am Quelltopf ankamen, waren wir erstaunt, dass der Zaun verschwunden war und das Gebüsch rund ums Wasser entfernt wurde. Wir sind gespannt, was dort passiert.

    Der Quelltopf sprudelte und floss über fast die ganze Breite ab. Die Sicht erschien gut, und so beschlossen wir durchzustarten.

    Nachdem wir gemeinsam alles Material in den Pool gebracht hatten, tauchen zuerst Robin und Tibor ab. Bis Peter und Manu 15 Minuten später am Abtauchen waren, kam das erste Team schon wieder zurück und berichtete von 1-1,5m Sicht. Manu und Peter nutzen dann noch den Quellteich, um eine kleine Runde zu drehen.

    Etwas enttäuscht darüber, dass wir unsere Tauchgänge nicht antreten konnten, fielen wir erst mal über einen Supermarkt her und versorgten uns mit Rotwein, Käse und Steaks.

    Abends stießen dann Roland und Marc zur Truppe dazu. Sie hatten es nicht geschafft, sich von der Arbeit früher loszureißen und hatten deswegen den enttäuschenden Cabouy-Versuch verpasst. Abends wurde, wie es gute Tradition ist, viel geratscht.

    Am nächsten Morgen erwartete uns eine unerfreuliche Überraschung: Tims Auto hatte einen Plattenfuß. Dank Pauls Hilfe konnte das Radschloss mit „großem“ Werkzeug geknackt werden, der Reifen war dann schnell gewechselt. In Cajarc bekam er beim netten Automechaniker für 10€ den Reifen geflickt. Dieser Tauchtag begann dann eben etwas später.

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    Ein weiteres Ziel war die Ressel. Der Flow im Fluss machte es schwer, selbst mit Scooter den Höhleneingang zu erreichen, aber ab dort war der Flow dann moderat. In der Höhle fanden wir eine chaotische Leinensituation vor. Ab dem Schacht war ein Großteil der Leinen gerissen. Wegen der ganzen Flickerei kamen wir nicht ganz bis zum tiefen T. An eine Penetration bis zur Biwackhalle war nicht zu denken.

    Manu und Peter, sonst auf der Schwäbischen Alb gelegentlich auch in Trockenhöhlen unterwegs, entdeckten am Straßenrand ein größeres Loch im Berg und vermuteten einen Zugang zu einer Trockenhöhle. Diese beheimatete einige Fledermäuse und kleine Tropfsteine an der Decke. Sie endete bereits nach 20m enger Kletterei.

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    Resümierend hatten wir mit dem Wetter Glück, zur Wochenmitte etwas kälter, kaum Niederschlag und in der Sonne zum aushalten.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase