Autor: cavebase

  • Gardasee – Dez 2018

    Team: Max, Tobi, Flo, Steffen, Zeljka, Steffen B.

    Es hat sich schon zu einer Art Tradition in der Cavebase entwickelt zwischen Weihnachten und Neujahr an den Gardasee zu fahren. So machten wir das auch dieses Jahr.

    Was macht den Gardasee so attraktiv für uns? Zunächst einmal ist der Gardasee sehr warm, er wird selbst auf Tiefe niemals kälter als 10 Grad. Hier ist der Unterschied zu heimischen Seen schon deutlich spürbar. Zudem hat der Gardasee im Winter gigantische Sichtweiten von bis zu 20 m, was durch das weiße Gestein noch einmal verstärkt wird.

    Für Tieftaucher auf der ganzen Welt ist der Gardasee ein ganz besonderer Anziehungspunkt, er ist 356 m tief und hat zahllose, teils mit Überhängen abfallenden Steilwände. Ein perfektes Trainingsgebiet für uns.

    Viele unserer Projekthöhlen weisen Tiefen von 100 m oder mehr auf. Deshalb ist es wichtig für uns, in der vergleichsweise einfachen „Open Water“-Umgebung, solche Tauchgänge zu trainieren.

    Am 27 ten Dezember reisten wir bei bestem Wetter, 16 Grad und Sonnenschein in Riva del Garda im Norden des Gardasees an. Mit dabei war dieses mal auch Steffen Burger, ein Freund des Teams.

    Am ersten Tag gab es einen Eingewöhnungstauchgang auf 80 m im Hafen von Riva, wo auch einige Weltkriegsbomben zu finden sind und in Dekotiefe eine große Jesusstatue steht. Das Abendprogramm bestand natürlich aus Dolce Vita à la Italia, mit viel Pizza, Cappuccino und Tiramisu. Auch unsere Familien waren mit von der Partie, sodass natürlich auch Urlaubsstimmung aufkam.

    Am nächsten Tag stand einer unser Lieblingstauchplätze, der so genannten “Crack” in Tempesta auf dem Programm. Hierbei handelt es sich um einen großen Riss im Fels, der sich von knapp 50 m bis weit über 90 m Wassertiefe hinzieht. Auf Anhieb fanden wir ihn wieder und tauchten an der Außenseite des Cracks die Wand bis zum Beginn der Rissbildung in 110 m herunter. Zwei Stunden später waren wir wieder aus dem Wasser und machten bei bestem Sonnenschein noch ein paar Videos.

    Tags darauf wiederholten wir diesen wirklich tollen Tauchgang nochmals bis auf 130 m wo sich ein großes Plateau befindet und sich tolle Steinformationen befinden. Am Rand des Plateaus geht es deutlich weiter Richtung Tiefe.

    Am 30 ten fuhr das Gros des Team wieder nach Hause. Steffen B. und Max hatten jedoch noch nicht genug und machten noch einen Scout-Tauchgang auf der uns bisher unbekannten Westseite des Sees. Dort hat Luca Pedralli 2017 den italienischen Tieftauchrekord aufgestellt. Diese Stelle wollten wir aufsuchen. Wir folgten der mündlichen Beschreibung und tauchten direkt neben der Straße an einer gigantischen Steilwand ab und machten noch ein wenig Grundzeit auf 50 m, bevor es gut gelaunt und voller neuer Erfahrung aus dem guten Training Richtung Heimat ging, wo schon Schnee und schlechtes Wetter auf uns wartete.

    Sicherlich kommen wir bald wieder in unser Lieblings-Trimix-Trainingsgebiet.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Bergwerktauchen – August 2018

    Team: Max, Steffen, Zeljka, Heinke

    Gäste: Mats, Fabi, Sven

    Spaß beim Tauchen ist ganz besonders wichtig für uns und so beschlossen wir für ein Wochenende zusammen mit ein paar Freunden und Unterstützern unseres Teams mal ein wenig die deutschen Bergwerke zu begutachten.

    Am Samstag den 11ten August ging es in das Bergwerk Nuttlar, in dem einige von uns schon einmal waren. Das wirklich tolle an diesem Bergwerk ist das sehr flach ist und so auch die OC-Taucher mit wenig Aufwand auf lange Tauchzeiten kommen. In zwei Tauchgängen schauten wir uns so viel es ging von der oberen Sohle an und hatten echt eine tolle Zeit, keine Weiten Strecken zu tragen, super Sichtweiten und eine lustige Truppe. Wirklich eine tolle Abwechslung zu den europäischen Höhlen.

    Nach dem zweiten Tauchgang hat Steffen beim Zerlegen der Ausrüstung leider noch das HUD seines JJ-CCR beschädigt, was wir abends in gemütlicher Runde in gemeinschaftlicher Arbeit noch beheben konnten. Deftiges Bergarbeiter- Essen stärkte uns dann noch für den nächsten Tag.

    Am Sonntag hatten wir noch was ganz besonderes vor. Wir wollten in das ganz neu eröffnete Bergwerk Felicitas. Wolfang Röhr, der Betreiber des Bergwerks, hatte erst vor 2 Monaten geöffnet. Das Bergwerk ist deutlich anspruchsvoller, allein schon aufgrund seiner Tiefe von mindestens 30m und der schlechten Sicht im 120m langen Bremsberg. Vor Ort befanden sich noch einige andere Rebreather-Taucher mit denen wir uns interessiert austauschen konnten. Auch in der Felicitas machten wir wieder 2 Tauchgänge und erreichten in beiden Tauchgängen ohne viel Aufwand die EOLs. Wir waren total begeistert von diesem Bergwerk so, dass wir Wolfgang unsere Unterstützung bei der weiteren Erkundung des Bergwerks angeboten haben. So planten wir hier ein Projekt durchzuführen. 

    Voller toller neuer Eindrücke und Gedanken an das zukünftige Projekt machten wir uns auf den Heimweg.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Bergwerk Felicitas – Sept 2018

    Bergwerk Felicitas – Sept 2018

    Team: Max, Steffen, Heinke, Marc, Zeljka

    Gäste: Marcel, Mats

    Vor ein paar Wochen waren wir zusammen mit ein paar Freunden zum Spaßtauchen in den Bergwerken Nuttlar und Felicitas. Beide Bergwerke sind wunderschön und eine ganz neue Erfahrung für uns Höhlentaucher. Vor allem die Felicitas hatte es uns sehr angetan und wir erkannten schnell das Potential dieses Bergwerks, so planten wir zusammen mit dem Betreiber Wolfgang Röhr ein Cavebase Projekt.

    Besonders macht dieses Bergwerk zunächst einmal der so genannte Bremsberg, der eigentlich immer nahezu Null Sicht bietet und sich 120m dahin zieht bis man in circa 28m Wassertiefe auf die erste Sohle trifft. An einer T- Abzweigung angekommen kann man sich entscheiden in den “alten” mit Sprengarbeiten errichteten Teil zu tauchen oder in den etwas „jüngeren“ mit Maschinen errichteten. In beiden Richtungen gilt, je weiter man hinein taucht, desto besser wird die Sicht.

    Ziele unseres Projektes waren das Bergwerk vollständig zu erkunden und auszuleinen, die Karte zu vervollständigen und bei der Erstellung eines 3D Modells mitzuwirken, Filme und Fotos zu erstellen und mindestens einen Notausgang zu erkunden. So rückten wir mit insgesamt 7 Tauchern an und bauten in der Halle vor dem Taucheinstieg unser Basislager auf. Die Infrastruktur hätte nicht bequemer sein können, so mussten wir nur ca. 30m zum Taucheinstieg laufen und konnten auf dieser Strecke sogar noch unsere Gase auftopen. Wir verleinten am ersten Tag einen Loop um den so genannten Babaratunnel, ein imposanter Tunnel aus Metall, der sich direkt hinter den hinterlassenen Maschinen durch das Bergwerk zieht. So kann man jetzt den Tunnel auch mit einem Loop umtauchen.

    Tag 1/2

    Hierbei wurde auch noch ein Seitenabzweig entdeckt der aber so eng wird das ein Weiterkommen mit dem Rückengerät nicht ohne Gefahren möglich ist. Die Sicht geht sehr schnell gegen Null und der Gangverlauf wird immer enger.  Des Weiteren wurden bereits erste Depots angelegt um die weiteren Tauchgänge einfacher zu gestalten.

    Am Abend des zweiten Tages erweiterten wir die EOL des linken Ganges um 120m und erreichten das Ende des Ganges der in einem senkrechten Schacht endet. Wir tauchten den Schacht nach oben, der mit einigen Plastikplanen verstopft war, räumten diese zur Seite und orientierten uns anhand der eingebauten Leiter, die Sicht trübte sofort ein. Trotz aller Hindernisse erreichten wir die Oberfläche, wir schossen schnell noch ein paar Fotos und tauchten dann zurück um den anderen zu berichten. Zusammen mit Gunther Dudda erkundeten wir dann noch einen Betonschacht am Rande des Maisfeldes hinter dem Bergwerk, nachdem wir die Fotos von der Oberfläche mit denen aus der Auftauchstelle und dem Gangverlauf verglichen haben war klar, dass es sich hier um ein und dieselbe Stelle handeln musste. Wir hatten somit einen zweiten Eingang bzw. einen Notausgang erkundet. Um diesen aber auch in Zukunft sicher nutzen zu können, sollten die Plastikplanen noch entfernt werden.

    Tag 3

    An Tag 3 wurde die Tiefe Sohle erkundet, die bis auf gute 50m herunterführt, aber recht klein ist, schlechte Sicht hat und zudem auch keine Fortsetzung offenbarte. Dafür haben wir uns an den bereits bekannten „Mückengang“ im Wald neben dem offiziellen Eingang herangewagt, hier schien es offensichtlich das dieser Gang mit dem Hauptsystem verbunden ist, bisher wurde dieser Gang aber noch nicht betaucht. Der Einstieg zu diesem Pool ist voller Mücken und rutschigem Untergrund, daher der Name „Mückengang“. Der Pool war dafür Glasklar und so schickten wir zwei Taucher ins Wasser, diese hatten ziemliche Probleme geeignete „Tief offs“ zu finden. Zudem erschwerte die nachrutschende Schlammwalze mit der dazugehörigen Nullsicht das Arbeiten. Allerdings schafften es die beiden innerhalb von 15min an der vermuteten Stelle im Hauptsystem herauszukommen und markierten die gelegte Leine auch sogleich als Notausgang. So gibt es jetzt in jede tauchbare Richtung (T- links/T- rechts) einen Notausgang.

     

    Tag 4

    An Tag 4 leinten wir noch einen Loop rechts umfassend des Babaratunnels und einen Loop im hinteren Bereich aus. Abends wollten wir dann noch mit dem Scooter die hintersten Ecken des rechten Bereiches erkunden. Besonders Eindrucksvoll war hierbei eine Verteilerhalle mit Schienen zum Umleiten der Loren. Hier ging es unverleint in nahezu alle Richtungen und wir konnten hier nochmal 350m Leine auslegen. Die Sichtweiten waren in diesen Bereichen nahezu perfekt. Wir klärten in diesem Tauchgang die letzten Fragezeichen und haben somit ein wirklich sehr gutes Verständnis für den tatsächlichen Verlauf des Bergwerkes bekommen. Wir werteten zusammen mit Gunther die gemachten Videos aus und arbeiteten gewonnene Erkenntnisse wie Pingmessungen, Wassertiefen, verschüttete Gangpassagen und Bergwerksrelikte in das  von ihm erstellte 3 Modell ein.

    Tag 5

    An Tag 5 schlossen wir unser Projekt mit einem Fototauchgang und einer Aufräumaktion der angelegten Depots ab. Alles in allem war es wirklich ein sehr erfolgreiches Projekt und wir haben an einem wirklich tollen 3D Modell mitgewirkt, insgesamt 650 m neue Leine verlegt, 150 GB an Film und Fotomaterial gewonnen und 2 neue Ein-/Ausstiege betaucht.

    Vielen Dank an Wolfgang Röhr, der uns dieses tolle Projekt ermöglicht hat.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Boot 2017

    Team: Flo, Guy, Marc, Heinke, 

    Alle Jahre wieder … ruft die Messe Boot nach Düsseldorf.

    Mit ebenso sich wiederholender Gewissheit gewährt uns Bare/Atomic Aquatics Unterschlupf auf Ihrem Stand.

    Begeistern konnten uns wieder die vielen Neuigkeiten zu Scootern, Lampen und Rebreathern genauso wie wir alte und neue Freunde & Bekannte treffen konnten.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Dolce Vita – 2017

    Eine Woche Höhlentauchen mit der Cavebase stand an, alle waren hochmotiviert, denn es gab viele interessante Ziele, Ideen und Projekte in Osteuropa. Alle wollten unbedingt ihre CCRs ins Wasser bringen und tauchen. Der Einzige der in dieser Woche nicht wollte war der Wettergott und so gab es über ganz Europa Gewitterwolken mit sehr viel Regen. Jeder der schonmal in einer Höhle tauchen war der weiß, dass das ganz und gar schlechte Voraussetzungen sind und so waren auch unsere angepeilten Ziele untauchbar. Was also tun mit dem genehmigten Urlaub, motivierten Tauchern und gepackten Autos, eine Alternative musste her. So beschlossen wir kurzerhand an den Gardasee zu fahren, der natürlich auch bei Regenwetter zu tauchbar ist. 

    Tag 1 – 5

    Dort angekommen erwarteten uns sagenhafte Sichtweiten, die durch das helle Gestein und unseren starken Tauchlampen die mächtigen Steilwände nur noch umso imposanter erscheinen ließen. Mit Scooter und Trimix war es uns ein leichtes die Tauchplätze bis jenseits der 100m zu erkunden,  die warmen Wassertemperaturen gestalteten die Tauchgänge zudem sehr angenehm. Ein ideales Trainingsgelände also, nicht umsonst werden hier ständig Weltrekordversuche unternommen. Unser Lieblingsplatz war eindeutig Tempesta, es gibt aber noch viel zu entdecken und wir kommen ganz sicher wieder.

    Tag 6/7

    Auf dem Rückweg hielten wir noch für zwei Tage in Valstagna. Unsere Connections in Norditalien gaben uns den Tipp das die Fontanazzi wohl trotz Regens betauchbar sei, dass wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Die meisten von uns waren schon einmal an der Fontanazzi, absolutes Novum jedoch dieses Mal war der JJ und wir waren uns noch etwas unklar ob ein JJ Taucher so problemlos durch die Eingangsrestriction passt wie ein D12 oder KISS Taucher. Nach dem ersten Tauchgang war das schnell geklärt, nach wenigen Minuten waren alle Taucher durch die Engstelle und alle hatten schnell Spaß daran gefunden sich durch die Restriction zu winden. Wir hatten zwei sehr schöne Tauchgänge in dieser schönen Höhle wenn auch die Sicht nur etwa 3m betrug.

    Wir haben also das allerbeste aus dem Gegebenheiten gemacht und schöne anspruchsvolle Tauchgänge gehabt und natürlich Lust auf mehr bekommen.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Trips Oktober 2017

    Team: Max, Flo, Wilke und Steffen

    Team Italien

    Team Italien, bestehend aus Max und Flo, hatten sich nach den letzten Erlebnissen am Gardasee und Valstagna vorgenommen im Laufe dieses Wochenendes  die für uns bisher unbekannten Teile der Fontanazzi zu erkunden. Daneben konnte die Gelegenheit genutzt werden Benjamin Pretterhofer kennen zu lernen und ihn gleich zum Tauchen einzukassieren. Nach verhältnismäßig langer Anfahrt, geprägt durch viel Urlaubsverkehr und Staus,  kamen wir am späten Nachmittag an der Fontanazzi an. Benji wartete schon dösend im Auto und freute sich ob des endlich kompletten Buddyteams. 

    Tag 1

    Nach kleinem Schwätzchen und Briefing stand der Plan für den heutigen Tauchgang: Setup für den Tag darauf, d.h. Platzieren einer tiefen Stage und Tauchen der Mainline bis zum Pozzo Finale. Gesagt, getan und so machten wir uns im Gänsemarsch auf Richtung finaler Schacht. Die Hauptleine befindet sich in diesem Bereich zwischen 20 und 35m um dann in einem großen Raum zu enden an dessen Anfang sich die Leine teilt – ein Part verläuft entlang der Decke wo er in einem toten Gang endet, der andere Teil führt in das entfernte Ende nach unten wo er schlussendlich im „tiefen Loop“ mündet. In der Absicht diese Stelle morgen von der anderen Seite anzutauchen, setzten wir auf gut 50m einen Cookie um uns die Orientierung zu erleichtern. 

    Nach etwa zwei Stunden verließen wir die Höhle wieder, die sich heute mit besten Bedingungen präsentiert hatte. 

    Tauchzeit: 120min, 51m, 9°C.

    Tag 2

    Am zweiten Tag wollten wir den tiefen Loop angehen und so tauchten wir zusätzlich mit Scootern bewaffnet in Richtung Pozzo 2000 um den gestern angefangen Loop zu schliessen. Der tiefe Teil der Höhle trägt wirklich nochmal zum Facettenreichtum der Höhle bei, denn hier ist das Profil eher linsenförmig und stärker zerfurcht. Auch der Abstieg in den Schacht des Pozzo 2000 macht mächtig Laune. Einziger Makel ist die inzwischen schlecht erhaltene Leine und Leinensegmente die umherliegen. Hier würde eine Aufräumaktion nicht schaden.

    Verwirrt durch die Erklärungen anderer Taucher waren wir allerdings unsicher welche der aufsteigenden Leinen am Ende des tiefen Teils wir nehmen sollten und so entschieden wir uns für einen kurzen Abstecher in den Explorationsteil der Fontanazzi und Rückkehr über denselben Weg über den wir gekommen waren. Nach dem leider notwendigen Geschleppe am Ende verabschiedeten wir uns von Benji, der sich auf den Heimweg machte und ließen den Abend mit viel Pizza in Gesellschaft befreundetet Höhlentaucher ausklingen. 

    Tauchzeit: 170min, 80m, 9°C

    Tag 3

    Tag drei erwartete uns wieder mit viel Sonnenschein – bitte in Zukunft mehr Herbst wie diesen. Nach kurzem Scouting zum Pool der Elefante Bianco entschieden wir uns dort zu tauchen. Der Wasserstand war extrem niedrig, der Pool klar und herbstlich mit Blättern geschmückt. Schon Anfang des Jahres hatten wir hier einen tollen Tauchgang absolviert und wollten an diese Erfahrung anschliessen.

    Nach mehreren Runden Ausrüstungschleppen hatten wir am frühen Nachmittag endlich alles oben und tauchten gut gelaunt ab, wir beschlossen diesmal zu scootern um die Grundzeit so effektiv wie möglich zu nutzen. Der Höhlenpool fällt auf ~20m, wo sich dann der große Eingang der Höhle auftut.  Von 20m verläuft die Höhle schräg abfallend bis auf 48m wo der Schacht 1 beginnt, seit unserem letzten Tauchgang hat sich hier auf jeden Fall etwas in der Verleinung getan und die Jumps und T- Abzweigungen sind erneuert worden. Der Schacht 1 fällt dann von 48m vertikal bis auf 75m ab um dann weiter bis auf 85m schräg abzufallen wo die Höhle dann das erste mal wieder ein wenig horizontal verläuft nur um kurz darauf weiter schräg bis auf 120m abzufallen. Das Gestein ist sehr hell und wenn es die Sicht erlaubt die Ausmaße durchaus beeindruckend.

    Zuletzt hatten wir am Beginn der horizontalen Passage auf -120m gedreht, u.a. weil die Leine dort unterbrochen war. Dieses mal fehlten die ersten Stücke bereits auf -90m und Flo fing an neue Leine zu verlegen. An unserem letzten Umkehrpunkt angekommen standen gerade mal -115m auf der Uhr, also ganze 5m weniger Wassersäule. Das hatten wir trotz dem Eindruck oben so nicht erwartet. Der Gang verläuft hier wieder horizontal  und so leinten wir selbigen weiter aus. Leider droht die Dekompressionszeit auf dieser Tiefe schnell zu explodieren und so banden wir die Leine ab und machten uns auf den Rückweg um nicht zu spät aus dem Wasser zu kommen. Schließlich stand  der Heimweg noch auf dem Programm. Sicher kommen wir wieder um hier nochmal die Leinensituation zu verbessern und noch weiter in die Höhle vorzustossen.

    Team Frankreich

    Die Feiertage rund um Allerheiligen haben geradezu zum Tauchen verpflichtet und so kam  es, dass sich Steffen und Wilke kurzerhand für einen Frankreich Trip  entschieden haben. Der Plan war einfach und fast schon unspektakulär  gehalten: Dieses verlängerte Wochenende sollte ganz im Zeichen der Ressel liegen. Die beiden buchten kurzerhand via Airbnb eine Unterkunft Nahe der  Ressel (Maison de Champagne) und starteten ihr kleines „Projekt“. Die Ziele waren schnell ausgearbeitet; Steffen wollte seinen neuen  Scooter über längere Strecken unter echten Höhlentauchbedingungen testen und Wilke erste längere Tauchgänge mit dem JJ wagen. 

    Tag 1

    Als die beiden in Frankreich ankamen stellten sie prompt beste Bedingungen vor. Die Ressel führte kristallklares Wasser! Auch hat sich die Parkplatzsituation an der Ressel komplett entstpannt. Die Franzosen haben einen schönen großen Parkplatz geschaffen, an dem gut 20 Autos Platz haben. Man ist somit nicht gezwungen bereits morgens um 7 Uhr an der Ressel zu sein :-).

    Der erste Tauchgang war recht unspektakulär, „zu Fuß“ bis zur 400m  Marke und sich einfach nur unter den Eindrücken der Höhlenformationen  von der 14stündigen Fährt erholen. 

    Tag 2

    Der zweite Tauchgang, natürlich wieder in der Ressel führte die  beiden zum 3. T, also knappe 800m. Auch hier perfekte Bedingungen. Ab  dem Schacht war das Wasser so klar, dass ihre Thorlampen selbst bei 100% lediglich einen kaum wahrnehmbaren Lichtstrahl erzeugten. Nach 120min. kehrten die beiden zufrieden zurück.  Selbstverständlich wurde die Dekozeit zu einer Art Scooterzeit  umgewandelt. Die beiden rasten mit ihren XK1 permanent im Kreis. Vom 1. T zum 2. T und zurück zum Ersten. Mal Vollgas, mal mit cruising Speed, mal mit allen Stages mal nur mit einer BO Stage. Wie schon  gesagt, die beiden wollten auch das dauerhafte fahren mit dem Scooter  trainieren. Nach 120min. tauchten die Beiden mit einem grinsen im  Gesicht auf und schmiedeten bereits Pläne für den kommenden Tag.

    Tag 3

    Der kommende Tag sollte der „Deep Loop“ Tag werden, die beiden  hatten sich vorgenommen den ersten Teil des Deep Loop (3. T links)  genauer zu erkunden um dann am Folgetag den Loop komplett zu  durchtauchen. Kaum war der Plan gefasst lagen auch schon zwei Scooter und 10 Stages am Höhlenpool. Wie geplant tauchten die Beiden  ca. 50% vom Loop und nach 170min. Tauchzeit war klar, das am letzten Tag dem vollständigen Durchtauchen nichts mehr im Wege stand.

    Der Deep Loop:
    Wieder wie am Vortag alles Material zum Pool geschleppt, auch hier wieder 5 Stages pro Person (3x 80cuft 15/55, 1x 80cuft 50/20 und 1x 40cuft Oxygen) plus je einen Scooter. Um 11:30 Uhr waren die beiden auch schon abtauchbereit und starteten ihren letzten „verlängerten Wochenendtauchgang“.

    Wie eigentlich immer geht gerade am letzten Tag irgendwas zu Bruch. So auch bei diesem Tauchgang. Bei ungefähr 700m platze mit einem lauten Schlag Wilkes Fini Schlauch, ein Nagelneuer btw., Wilke verschwand  kurzzeitig in einem Blasenmeer, drehte die Bailoutstage zu, legte sie ab und konnektierte die nächste Stage mit dem BOV – zum  Glück sind alle Stage mit QC6 ausgestattet, so das dieser Ausfall mehr  oder weniger kompensiert werden konnte. Die beiden entschieden sich die  defekte Stage an die Mainline zu klipsen und den Tauchgang fortzusetzen.

    Nach dieser kleinen Aufregung verlief der restliche Teil des  Tauchgangs in einer außergewöhnlichen und harmonischen Art und Weise,  die enormen Sichtweiten ließen den Deep Loop unglaublich schön  erscheinen. Nach 210min. war das ganze auch schon (leider) wieder vorbei. Beide traten hochzufrieden den Rückweg zur Unterkunft an und können mit Fug und Recht behaupten, dass die Ressel einfach eine  der schönsten Höhlen in Europa ist – und vermutlich auch bleibt.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Jahrestreffen 2017

    Team: Alle

    In diesem Jahr haben wir uns am 25. Und 26. November getroffen um das vergangene Jahr Revue passieren zulassen. Das Jahr 2017 stand ganz im Zeichen der CCR Technologie.
    Mittlerweile haben wir im Team fast nur noch CCR-Systeme im Einsatz. Über das Jahr 2017 haben sich jede Menge Erfahrungen, Probleme und Lösungskonzepte für unterschiedliche Einsatzbereiche entwickelt, diese galt es nun hinsichtlich ihrer tatsächlichen Tauglichkeit und Sicherheit hin zu prüfen.

    Das Ziel unseres Jahrestreffens war es also, eine Konfiguration und Prozedur festzulegen, die sowohl für den einfachen Seetauchgang als auch für den tiefen, anspruchsvollen Höhlentauchgang geeignet ist – ohne ständig das Gerät oder die Verhaltensweisen anpassen zu müssen – und ohne Kompromisse bei der Sicherheit eingehen zu müssen.
    Wir haben alle Konfigurationen, Erfahrungen, Prozeduren, Herausforderungen und Lösungen intensiv besprochen. Um theoretische Diskussionen zu vermeiden sind wir jeden Gerätetyp, jede Konfiguration und jede Prozedur im Detail durchgegangen. Dabei haben wir Vor- und Nachteile herausgearbeitet und schließlich unter Wasser deren Leistungsfähigkeit geprüft und mittels Video zur späteren Analyse festgehalten. Beim sichten der Filme konnten wir somit schnell und effizient weitere Verfeinerungen und Optimierungen vornehmen.

    Am Ende der beiden Tage hatten wir ein fertiges Regelwerk aufgestellt, welches unsere drei Gerätetypen soweit standardisiert, dass ein sicheres Tauchen auf allen Niveaus mit immer der gleichen Ausrüstung möglich ist. Wir werden diese Punkte nun Stück für Stück in das Team überführen und wenn sich unsere Annahmen auf dem nächsten Projekt bestätigen, werden wir unsere Ideen mit Euch teilen. Bis dahin noch etwas Geduld ;-).

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Jahresabschluss Gardasee 2017

    Team: Anke, Ben, Wilke, Guy, Max, Tobi

    2017 war für die Cavebase ein verregnetes Jahr. So musste das Projekt an der Vis im Mai, nach viel Vorbereitung und Schlepperei wegen Regen und sich schnell verschlechternden Bedingungen abgebrochen werden.
    Im Spätsommer erging es uns ähnlich und die anvisierten Höhlen waren wegen Regen nicht betauchbar und das Team musste zum Tauchen an den Gardasee ausweichen.

    Zum Jahresabschluss wollten wir aber nochmal Höhlen im Valstagna betauchen. Mit 4-5h Anreise von München aus, sind die Höhlen auch für einen Kurztrip geeignet. Aber aller Regen Dinge sind drei und setzte der Regen vor Weihnachten, so dass zwischen Weihnachten und Silvester die Bedingungen so schlecht waren, dass an Tauchen nicht mehr zur denken war. Nachdem wir den Gardasee (in ähnlicher Entfernung als die Valstagna) als Trainingssee mit optimale Bedingungen – 10°C Wassertemperatur, gute Sichtbedingungen, atemberaubende Steilwände und Tiefen für jeden Erfahrungslevel – für Scooter- und TMX Trainingstauchgänge zu schätzen gelernt hatten, haben wir uns kurzfristig zum zweiten Mal zum Gardasee aufgemacht.

    Am Anreisetage stellte sich als erste Hürde der Brenner raus, denn je später die Teammitglieder losfuhren, umso schwieriger wurden die Bedingungen auf der Straße. Am Gardasee war der Schnee in Regen übergegangen und so entschieden wir den ersten Tag ohne Tauchen im Wellness des Hotels ausklingen zu lassen.

    Am ersten Tag kam die Sonne zum Vorschein und bei perfekten Bedingungen (Kälte gehört im Winter einfach dazu) tauchten wir in zwei Teams am Sporthafen in Riva del Garda. Tauchzeit war bei beiden Teams ungefähr 90 Minuten. Max und Tobi drangen bis eine Tiefe von rund 80m vor. Anke, Ben Wilke und Guy begnügten sich mit 30m.

    Damit doch ein bisschen Höhlenfeeling aufkommt, wollten wir am zweiten Tag den Crack betauchen. Diesen kann man mit dem Scooter vom Tauchplatz Tempesta erreichen. Die ganze Gruppe scooterte mit unseren XK1 und SF2 / JJ /Kiss für die Atemgasaufbereitung Richtung Süden auf der Suche nach dem Crack. Wilke und Tobi fuhren mit 45 Minuten am weitesten aber weder die beiden noch die anderen Tauchteams wurden fündig. So tauchten all nach 100 Minuten wieder auf. Begeistert von dem Tauchspot war schnell klar, dass das letzte Wort bezgl. Crack noch nicht gesprochen ist.

    Da Silvester vor der Tür stand, beließen wir es bei den zwei Tauchgängen und machten uns am Abend bzw. am nächsten Morgen wieder auf den Rückweg.

    Dies war sicher nicht unser letzter Besuch am Gardasee. Wir alle hoffen aber, dass wir 2018 den Gardasee gezielt anfahren und es nicht die Ausweichlösung wegen schlechten Höhlenbedingungen ist…

    Euch allen einen guten Start ins neue Jahr und viel Spaß beim Tauchen. Vielleicht trifft man sich ja am See oder an der Höhle.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Foux de la Vis – 2017

    Foux de la Vis – 2017

    Team: Manuel, Florian, Steffen, Marc, Tobi, Max

    Gäste: Thomas, Zeljka

    Dieses Mal führte uns unsere Reise erneut zur Foux de la Vis, die wir bereits 2010 erkundeten.  Die Vis befindet sich im französischen Departement Gard im malerischem Nationalpark der Cevennen.

    Ziel war es, dass jeder ins Wasser kommt und dass das Push Dive Team bestehend aus Tobi und Thomas die ca. 3 km erforschte Höhle mit einer Maximaltiefe von ca. 105 m weiter explorieren.

    Besonders interessant ist hier der Teil der Höhle um 1800m bei der sich der Gangverlauf plötzlich hebt und nach Norden wieder Richtung Vis wegdreht. Zu erwarten wäre hier das sich eine Fortsetzung Richtung Süd oder Südwest ergibt.

    1. Tag Anfahrt

    Nach einer langen Fahrt über 10 Stunden erreichten wir abends das Bergörtchen Brissac und bezogen unsere Unterkunft.

    Sogleich wurde der Grill angeschmissen und die Pläne für den morgigen Tag geschmiedet. Das Setzen des Habitats sollte unser morgiges Ziel werden.

    Das Team bestehend aus Thomas und Max sollten auf 9 m überprüfen, ob sie vier bzw. idealerweise acht Bohrungen für das Habitat anbringen können.  Da der Höhleneingang sehr eng ist, konnten wir kein normales Habitat benutzen sondern das zusammenfaltbare Habitat musste zum Einsatz kommen. Dies wird anders als das feste Habitat, nicht an der Decke befestigt sondern bedarf eben einer entsprechend guten Befestigung in der Wand/Boden.

    Marc erklärte dem Team noch eingehend die Nutzung der mitgebrachten Luftdruckbohrer, mit denen das Bohren unter Wasser kinderleicht gehen sollte.

    2. Tag

    Der regnerische Morgen und der Regen der Tage davor, ließ in uns Zweifel aufsteigen, ob die Bedingungen vor Ort die Besten sein werden. Dennoch ließen wir uns nicht entmutigen und packten unser Equipment und so fuhren wir gegen 8 Uhr mit unseren vier voll beladenen Fahrzeugen zur ca. 30 km entfernten Foux de la Vis.

    Nach Ankunft luden wir unser Gepäck für das Tauchteam und machten uns auf den langen und beschwerlichen Weg zur Höhle, den wir noch einige Male laufen mussten. Die Höhle der Foux de la Vis erreichten wir nach einem ca. 30 Min. Berg aufwärts gehendem schmalen, teilweise durch Büsche verwachsenem Weg. Dort angekommen wurde das Equipment erst mal vor der Höhle zwischengelagert. Der Eingang des Trockenbereiches war sehr schmal und musste auf allen Vieren mit Helm überwunden werden. Nach einem kurzen Stück teilweise in gebückter Haltung wurde sogleich der schmale Höhleneingangspool inspiziert und mit Entsetzen mussten wir feststellen, dass dieser durch einen großen Felsblock versperrt war.

    Nach eingehender Beratschlagung entschlossen wir uns diesen Felsblock so zu drehen, dass dieser von der Form her in den engen Höhleneingangspool fällt und somit schließlich ins Wasser.

    Nach anfänglichen Versuchen mit Hammer und Meißel, wechselten wir schnell zu Kette und Seil. Marc gab immer wieder die Kommandos zum Ziehen, aber leider rutschte die Kette immer wieder vom Stein ab. Wir blieben hartnäckig und so schafften wir es doch noch durch starke Teamarbeit den Stein so zu drehen, dass dieser sich um seine eigene Achse dreht. Es fehlte nur noch ein „kleiner Schubser“ in die richtige Richtung. Marc hüpfte auf dem Stein und so fiel der Stein mit einem lauten Plumps ins Wasser, Marc hinterher. Er konnte sich aber glücklicherweise noch oben an den Wänden festhalten.

    Es offenbarte sich uns eine vermeintlich klare Höhle. Das Team war happy und so konnten wir endlich das restliche Equipment mühsam in den Trockenbereich bringen, der zugleich auch als Lager diente.

    Thomas und Max bereiteten sich auf den Tauchgang vor und machten ihre beiden Kiss tauchklar. Sie sollten berichten, wie der Flow ist und nachschauen, ob/wie es möglich ist auf 9 m das Habitat zu setzen.

    Der Einstieg in dem engen Höhlenpool erwies sich als schwierig und war nur möglich, indem man rückwärts ins Wasser kraxelte. Außerdem hatte der Pool nur Platz für einen Taucher.

    Thomas und Max waren ca. 45 Min. lang in der Höhle. Ersten Berichten zu Folge, mussten keine Bohrungen erfolgen, da auf einer Tiefe von 9,5 m in einer Spalte auf jeder Seite bereits fünf Bohrhaken vorhanden waren. Diese schienen stabil und könnten benutzt werden. Auf ca. 6 m befand sich das alte Habitat verkehrt herum auf dem Boden.

    Nach der Engstelle bei ca. 10 – 15  m Tiefe geht der enge Gang über in eine große Kieshalde. Der erste Knick war bei ca. 15 m auszumachen. Bei 49m war die Leine an der Kante (wie eine Steilwand) gerissen und zusammengerollt. Thomas hat das Leinenendstück in die Hand genommen und bei ca. 56 m befestigt.

    Insgesamt waren die beiden ca. 130 m weit in der Höhle drin. Leider hatte die Höhle einen starken Flow und die Sicht war mit 4 m ehr mittelmäßig, da wir ja geplant hatten mit Scootern reinzutauchen.

    Nach der Info, dass „kühlschrankgroße Steine“ auf der alten Leine lagen und diese frisch runtergekommen waren, beschlossen wir erst mal, die Taucher aus dem Wasser steigen zu lassen und diese Information in gemeinsamer Runde nochmal zu besprechen.

    Daher vertagten wir das Setzen des Habitats und machten uns auf dem Rückweg. Währenddessen wurde der Regen stetig schlimmer und es bildeten sich kleine Wasserrinnsale über den Wanderwegen.

    Abends fuhren wir dann in die Ortschaft Laroque am Fluß Herault, deren Straßen teils überflutet waren. Aufgrund des zunehmenden starken teils gussartigen Regenfalls, mussten wir den Ablauf des nächsten Tages planen. Da Tobi der erfahrenste Taucher ist, wurde beschlossen, dass er und Thomas morgen ins Wasser gehen werden, um die aktuelle Lage zu checken bzw. ob Tauchen generell überhaupt möglich sein wird.

    3. Tag

    Der Morgen präsentierte sich uns mit einem bewölktem Himmel und leichtem Nieselregen. Wir packten für das Team Tobi und Thomas und fuhren gegen 8 Uhr wieder zur Vis. Mit vereinten Kräften wurde das Equipment unter den anwesenden Teilnehmern verteilt und auf einen erneuten anstrengenden Weg hinauf befördert.

    Am Höhlenpool angekommen, bot sich uns ein Bild der Verwüstung. Liegengebliebenes Material vom Vortag lag kreuz und quer in der Höhle. Der Pegel des Wassers ist aufgrund des anhaltenden Regens gestiegen und überschwemmte teilweise den Trockenteil der Höhle und somit das Equipment im Raum. Somit war klar, dass aufgrund der Überschwemmung der Flow und die Sicht sich verschlechtert haben und so leider auch kein Tauchen mehr möglich sein wird.

    Im Höhlenpool lagen noch zwei Stages von Max und Thomas, die noch gerettet werden mussten. Thomas zog seinen Trocki an und nahm eine Stage und Maske mit. Da nur die Harten in den Garten kommen, folgte Max leicht bekleidet mit Badehose. Die Rettung verlief erfolgreich, jedoch hatte sich Thomas dabei leider seinen Trocki aufgerissen, was nicht gerade zur Aufhellung der Stimmung beitrug.

    Nach der endgültigen Entscheidung abzubrechen, packten wir unser gesamtes Equipment zusammen und liefen einige Male um dieses in die Busse zu laden.

    Angekommen in der Unterkunft entfachten wir den Grill und beschlossen am nächsten Morgen vorzeitig aus unseren Unterkünften auszuziehen und weiter zum Fun-Tauchen in die Font Estramar, Goul du Pont und zur Goul de la Tannerie zu fahren.

    Vor Ort boten sich uns beste Bedingungen mit kristallklarem Wasser und so konnten wir zum Ausklang noch einige richtig gute Tauchgänge machen.

    Fazit:

    Challenge accepted. Die Höhle bietet noch sehr viele unentdeckte Gänge und es werden noch viele weitere TG folgen. Wir kommen wieder.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

    Video

    In unserem Review-2017-Video sind ein paar Ausschnitte aus dem Vis-Projekt enthalten.

  • Cavebase – 10 Years!

    Team: Alle

    Gäste: Viele

    Heuer stand das Cavebase & Friends Treffen unter einem besonderen Zeichen, denn die Cavebase feiert ihr zehnjähriges Bestehen.

    Tagesprogramm

    Bei herrlichem Herbstwetter traf sich die Cavebase mit Altbekannten und Interessierten am Starnberger See zum Ratschen, Fachsimpeln und natürlich auch zum Tauchen. Für etwas Abwechslung sorgte beim Tauchen ein kleiner Parcours, bei dem ein paar Skills aus dem Höhlentauchen gefordert waren. Gleichzeitig gab es die Möglichkeit die neuen Lampentanks vor Thor vorab zu testen. 

    Um die Entwicklung beim Tauchen seit Bestehen der Cavebase zu verdeutlichen, war Tauchequipment aus einem Jahrzehnt Cavebase ausgestellt. Im direkten Vergleich waren die Fortschritte des Tauchmaterials doch bemerkenswert und sorgte auch bei dem einen oder anderen Besucher für Erstaunen.

    Abendprogramm

    Nachdem sich die Sonne hinter den Alpen verabschiedet hatte, folgte das Abendprogramm im Restaurant 3 Rosen in Bernried. Neben einem Rückblick über die letzten zehn Jahre Cavebase und der Premiere des Videos zum Spanienprojekt wurde die Zeit für einen ausführlichen Erfahrungsaustausch und natürlich auch zum Feiern genutzt 😉

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

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