Kategorie: Allgemein

  • Druckkammerzenten Rhein-Main-Taunus

    Druckkammerzenten Rhein-Main-Taunus

    Am vergangenem Wochenende (2.2.2013) hat das Druckkammerzentrum Wiesbaden sein 15jähriges Jubiläum gefeiert. Um diesen Anlass gebührend zu feiern hat das Zentrum eine Vortragsreihe rund um das Thema hyperbare Medizin organisiert. Die Themenliste behandelte Themen wie: Neueste HBO Richtlinien, neue technische Errungenschaften, Behandlung von Wunden und natürlich das Thema Tauchen. 

    Die Cavebase, in diesem Fall vertreten durch Tibor Czuppon und mich haben ebenfalls einen Zeitslot von 45min. erhalten. Unser Thema lautete: „Technisches Tauchen im Grenzbereich“. Tibor hat die Projekte vor meiner Mitgliedschaft erläutert und dem Publikum erläutert welcher logistischer Aufwand mit Explorationen verbunden ist – zu dem hat er sehr anschaulich erläutert wie die Cavebase die unterschiedlichen Notfallsituationen plant und sich so bestmöglich auf Unfälle aller Art vorbereitet. Ich habe den Teil „Bericht aus Serbien“ übernommen. 

    Wir haben so versucht unsere Projekte und das Höhlentauchen so lebhaft wie möglich vorzustellen. Das Publikum, bestehend aus Ärzten, Professoren, Vertreter aus dem Offshorebereich, Feuerwehr, GTÜM, Vertreter von Tauchverbänden und generell Interessierten folgte unseren Ausführungen sehr gespannt. Kleine Filmsequenzen vom Habitat und schöne Fotos aus den unterschiedlichen Höhlensystemen rundeten das positive Bild zum Thema „Höhlentauchen“ ab. 

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Filmfestival in Belgrad

    Filmfestival in Belgrad

    Unser letztes Projekt hat speziell in Serbien einen tiefen Eindruck hinterlassen. Wir wurden bereits unmittelbar nach dem Projekt angesprochen, ob wir ggf. auf dem diesjährigen Unterwasser Filmfestival unseren Film vorstellen wollten – für uns natürlich eine sehr große Ehre!

    An diesem Wochenende war es nun soweit. Zuerst von München nach Ljubljana um Matej Simonic, dem DIR Slowenien Leiter, einen kurzen Besuch abzustatten. Nach der Übernachtung bei Matej fuhren Darko und Wilke weiter nach Belgrad und kämpften sich „tapfer“ durch den Schneesturm. Insgesamt fast 40h Autofahrt, aber es hat sich gelohnt! In einem vollbesetzten Kino wurde unser Film gegen 23:00 Uhr als Abschluss gezeigt.

    Nach der Vorstellung waren die Zuschauer sichtlich beeindruckt, viele haben sich persönlich bei uns bedankt und wollten uns unbedingt näher kennenlernen. Beim gemeinsamen Abendessen haben wir auch unsere Freunde vom letzten Projekt wieder getroffen und gleich neue Pläne für den Spätsommer 2013 geschmiedet…

    Filmfestival-Link: http://kpa.co.rs

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Habitat Training

    Habitat Training

    Serbien stellte das Team vor große Herausforderungen, kurzfristig musste das Pushdiver Team angepasst werden. Wir haben uns entschieden, dass Wilke und Tobias in Serbien gemeinsam tauchen sollten. Wilke hatte nur leider noch nie einen Einstieg in das Habitat durchgeführt und so beschlossen Manuel, Darko, Steffen, Sven, Tobias und Wilke einen Kurztrip zum Steinberger See zu unternehmen. Einziges Ziel: Ein- und Ausstieg in das Habitat üben. Steffen und Sven waren eifrig damit beschäftigt das Treiben am Habitat zu filmen.

    Erst als das einwandfrei funktionierte (wir benötigten 2 Probeduchgänge) haben wir das Scooter Setup geprüft und Wilke hat seine neue 60Watt Santi Heizweste geprüft – sein Kommentar zur Heizung: WOW! Ein wirklich köstliches Schnitzel mit Pommes hat den Tag perfekt abgerundet.

    Vielen Dank an Steffen und an Sven.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Leinenlegung in der Emergence de Gouron – 2012

    Leinenlegung in der Emergence de Gouron – 2012

    Um es vorweg zu nehmen- die Gouron hat es uns echt nicht leicht gemacht!

    Diese wirklich schöne Höhle schüttet nach starken Niederschlägen oder der Schneeschmelze so stark, daß man gar nicht erst hinfahren braucht, um sie zu betauchen. Chris Sandrini (DIR- CH) erzählte jedes Jahr aufs Neue, daß die zuvor verlegte Leine spätestens im Frühjahr wieder zerstört und an unzähligen Stellen geflickt oder besser erneuert werden muß.

    Wir haben uns dann gefragt welche Möglichkeiten es denn geben könnte, hier eine stabile Leine zu installieren….. Von Freitag den 23.- bis Sonntag den 25.11.2012 haben wir uns vor Ort mit der DIR- CH getroffen, um in der Gouron die Leine nach einer Verlegeart zu installieren, wie Höhlenforschergruppen es manchmal anwenden. (http://www.swiss-cave-diver.ch/tips-tricks/tips-tricks.html )

    Insgesamt wurden zur Leinenfixierung im ersten Siphon etliche Bohrungen gesetzt um die Leinenschlaufen aufzunehmen und wir haben mehr als 75 Stunden Tauchzeit dafür aufgewendet. Wir sind guter Dinge und hoffen damit eine Lösung für das „Leinenproblem“ der Emergence de Gouron gefunden zu haben. Bei der Aktion haben wir die Höhle neu vermessen und werden einen aktualisierten Höhlenplan in 3D vorstellen.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Rebreatherworkshop Februar 2012

    Rebreatherworkshop Februar 2012

    Team: Peter Gärtner, Manuela Schoch, Oli Kurtz, Tobi Ziegler, Tibor Czuppon, Darko Petkovic, Stefan Bayha

    Gäste: Florian Hang, Holger Scherr, Markus Osswald, Carsten Richardt, Wilke Reints, Danny Beiert, Heinke Teichmann

    Auf unserem Jahrestreffen Ende 2011 wurde die Idee diskutiert mal wieder einen Rebreather Workshop mit Training zu organisieren. Seit dem letzten Workshop vor 2 Jahren ist die Anzahl der RB Taucher in der Cavebase nicht wesentlich gestiegen, aber alle waren der Meinung …. ein bisschen Übung und Training schadet nie. Zusätzlich hatten wir ein paar Leute von unserem letzten Cavebase and Friends Treffen im September 2011 eingeladen, die z.T. ebenfalls RB tauchen und deutliches Interesse haben.

    Dieses Jahr sollte der Workshop nur einen Tag dauern, die Team Standards und Proceduren hatten wir bereits beim letzten Mal erarbeitet und so weit etabliert. So galt es dieses Mal die einzelnen Punkte zu wiederholen und natürlich erneut zur Diskussion zu stellen, schliesslich dreht sich die Ende weiter und jeder hatte in den letzten 2 Jahren Erfahrungen gesammelt. Unsere Gäste bekamen die Chance das Thema PSCR in Theorie und Praxis zu erleben.

    So trafen sich alle 9:30 bei Manu und Peter in Münchingen. Tobi Z. brachte eine riesen Kiste Berliner / Krapfen mit und Peter sorgte dafür, dass die Kaffeekanne nie leer war. Nachdem alle angekommen waren und der Seminarraum im Wohnzimmer eingerichtet war, konnte der 2. RB Workshop beginnen. Anfangs wurde die Agenda des Tages besprochen und der Zeitplan festgelegt. Fixer Punkt war der Termin abends im Schwimmbad für die In Water Session.

    Der Workshop begann mit einem geschichtlichen Überblick zu den Anfängen und den Entwicklungen der Kreislaufgeräte. Weiterführend eine Diskussion die im Bereich des technischen Tauchens nie fehlen darf: die Vor- und Nachteilen der unterschiedlichen RB-Konzepte wie PSCR, MCCR, ECCR usw. Unsere Gruppe ist nach wie vor vom Konzept der PSCR überzeugt und dieser ist weiterhin Standard im Team CAVEBASE. Doch selbstverständlich werden das „eigene“ und andere Konzepte diskutiert. Der Aufbau und die Funktionsweise des PSCR standen als nächstes auf dem Programm. Hier konnte jeder (s)ein Gerät in alle Einzelteile zerlegen und wieder zusammen bauen. Jedes Bauteil wurde im Einzelnen besprochen, die unterschiedlichen PSCR-Typen untersucht und möglichen Fehler im Detail besprochen. Das Hauptaugenmerk lag nicht nur bei den Fehlern und deren Ursachen, sondern ganz klar auf der Vermeidung bzw. dem frühzeitigen Erkennen von Defekten.

    Die „Team Checkliste“ zeigt welche Checks notwendig sind, um die Funktion des Rebreathers sicher zu stellen (beim Zusammenbau, im Wasser). Da wir ein gemischtes RB / OC Team sind, ist es auch immer wichtig unsere OC’ler in solche Workshops mit einzubeziehen. Denn was kann ich als OC-ler erkennen, wenn ich mit einem RB’ler im Wasser bin. Das erhöht die Sicherheit und steht bei uns an 1. Stelle.

    Die Mittagspause wurde mit 3x Party Pizza, Berlinern und Kaffee überbrückt.

    Den Teil Physiologie und Medizin legten wir auf den Nachmittag, da unsere Teamärztin morgens erst vom Nachtdienst kam und eine Mütze Schlaf verdient hatte. In diesem Exkurs ging Manu auf die physiologische Funktion der Lunge / Atmung ein. Wichtige Punkte waren vor allem die unterschiedlichen Reaktionen des Körpers auf unphysiologische Anteile an Sauerstoff und Kohlendioxid.

    Weitere Ausrüstungsthemen wie Schlauchführung, Mundstück, allgemeine Konfiguration und der Switchblock, sowie ein paar Worte zum Kalk füllten den Tag. Am Ende führten wir gemeinsam eine Risikoanalyse durch und sensibilisierten damit noch einmal für Gefahren des PSCR Tauchens. Zum Abschluss des „trockenen“ Teils zeigte uns Danny ein paar Gedanken zum Sidemount RB, den Vor- und Nachteilen und den verschiedenen Einsatzmöglichkeiten als Sidemount oder Bail-out Kreisel.

    Fixer Punkt war der Termin im Schwimmbad für die In Water Session. Stefan hatte uns erneut das Schwimmbad in Bietigheim organisiert und so konnten wir ab 20:30 unser Equipment ins Schwimmbad bringen und ab 21:00 ins Wasser. Vielen Dank noch einmal an den TSC Bietigheim!

    Für die In-Water-Session hatten wir ein paar Übungen vorgesehen, gemeinsame Checks, Taucher bergen und einen milden Hyperkapnie Test. Darko und Heinke konnten das erste Mal einen Kreisel auf den Rücken schnallen und damit tauchen gehen.

    Um 23:00 hatte auch der letzte Taucher genug, wir räumten alle unser Tauchzeug in die Autos und fuhren zum Abendessen zum King. Dort gab es dann das Debriefing und die Feedbackrunde unseres Rebreather Workshops.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Frankreich (Jura) / Schweiz – 2012

    Frankreich (Jura) / Schweiz – 2012

    Team: Manuel Fiore

    Gäste: Chris Sandrini (DIR-Schweiz) und Danny Beiert

    Nach unserem Survey an der ‚Pont du Diable‘ (Link) entschlossen sich Chris und ich uns zunächst wieder der Gouron zu widmen und unser Clean-Up-Projekt zu beenden. Zur Unterstützung luden wir noch unseren Freund Danny Beiert ein. Fr. 16.03.2012 Nachdem Danny sich durch alle Staus dieser Welt zu mir durchgekämpft hatte, starten wir nach kurzem Umladen gegen 20 Uhr in Richtung Schweiz. Chris nutzte unsere Verspätung und hatte bereits Caveline in 3 Meter Abständen geknotet und damit sein Explorer-Reel bestückt. In der Casa Sandrini angekommen, luden wir noch schnell das gesamte Equipment in den Bus von Chris und besprachen noch ausführlich den Tauchgang am nächsten Tag.

    Samstag

    Wir starteten gegen 7:30 Uhr und erreichten nach einer ca. 3,5-stündigen Fahrt unser Ziel im Jura. Eine Beschreibung zum Einstieg und ein paar Bilder findet ihr auch im ersten Bericht 🙂 Unterwegs machten wir noch einen Pit-Stop und genossen die wunderschöne Natur. Das Wasser der Loue war zwar wieder schön klar, hatte jedoch einen deutlich höheren Wasserstand und Flow. Getreu dem Motto „wer nichts wagt, der nichts gewinnt“, überlegten wir nicht lange und begannen mit dem Setup.

    Chris tauchte wieder mit D20 und 2 x BTM 18/45, musste jedoch für die beiden Aufstiegsphasen 2 x 50/20 sowie 2 x O2 mitnehmen. Danny und ich war mit RB im D12-Frame und 1 x BTM 18/45, 1 x 50/25 und 1 x O2. Alle wie gehabt mit einer Heizung ausgestattet. Nachdem alle Rückengeräte zusammengebaut und die Stages im Wasser waren, gab es noch einen kurzen Snack und wir zogen unsere Trockis an.

    Das Abtauchen in der Loue ging diesmal auf Grund der stärkeren Strömung deutlich schneller. Am Höhleneingang angekommen fixierte Chris den Primary-Tie-Off und wir tauchten in die Tiefe.

    Erster im Team war Chris, er hatte die Aufgabe die Leine zu flicken / neu zu verlegen. Wir wussten aus einem Bericht auf www.caveconditions.com, vom Februar, dass; die Leine gerissen war. Während des Abtauchens legten Danny und ich keine Stages ab, da wir diese noch für die Auftauchphase im hinteren Teil der Höhle benötigten. Unser OC-ler der beide Deko-Gase doppelt hatte, konnte sich um die ersten zwei Stages erleichtern.

    Ich durfte auf dem Weg in die Höhle den Luxus genießen, den beiden beim Arbeiten zuzuschauen. Die beiden hatten doch deutlich mehr zu flicken und verlegen wie erwartet. Im hinteren Bereich, vor allem im „Schacht“ verschlechterte sich die Sicht auf teilweise einen halben Meter und der Griff an die Leine kam automatisch. Nach ca. 2 h streckten wir die Köpfe in der Trockenstelle der Gouron aus dem Wasser. Während der O2-Deko hatten Danny und ich bereits begonnen, etwas Leinenchaos zu beseitigen.

    Da wir wussten was wir auf dem Rückweg zu erwarten hatten, hielten wir die Oberflächenpause sehr kurz und tauchten nach ca. 5 min wieder ab. Wir hatten uns bereits auf Grund der Erfahrungen vom letzten Clean-Up entschlossen auf dem Weg hinein nur die neue Leine zu verlegen und das existierende Leinenchaos auf dem Weg hinaus zu entfernen. Beim Aufräumen kommt es doch sehr leicht zum Siltout.

    Danny, mit Seitenschneider bewaffnet, begann mit dem Aufräumen wobei ich ihn dabei tatkräftig unterstütze und den Sammelbeutel schleppte. Chris half mir beim verstauen der aufgewickelten Knäule, leuchtete wann immer möglich und hatte alles im Blick. Bei diesem Tauchgang zeigte sich wieder einmal, dass ein Dreierteam die ideale Besetzung für solche Tauchgänge ist.

    Es gelang uns nahezu alle alten und kreuz und quer verlegten Leinen und Drähte zu entfernen. Lediglich eine Distanz von ca. 50 m konnten wir nicht mehr schaffe, da der Sammelbeutel kurz vor dem Platzen war und wir nichts mehr reinpacken konnten.

    Nach einer gesamten Tauchzeit von 296 Minuten tauchten wir in der Loue auf.

    Erschöpft schleppten wir noch unsere Flaschen aus dem Wasser und erfreuten uns dann dem Anblick unserer Beute : ). Als wir fertig mit dem Umziehen und verstauen des Equipments waren, war es bereits Dunkel und unsere geliebten Stirnlampen kamen wieder zum Einsatz. Zur Belohnung gab es auf dem Heimweg zurück nach Zürich noch einen Burger bei Cindys-Diner, ein Traum!

    Sonntag

    Für heute hatten wir nur einen entspannten Tauchgang am Walensee geplant. Nach ca. 80 min. war das Vergnügen auch schon vorbei. Was für ein Anblick beim Auftauchen : ). Nach einem gemeinsamen Mittagessen traten Danny und ich wieder die Heimreise an.

    Vielen Dank an Chris und Danny! Es war mir eine Ehre!

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • 140m Trainingstauchgang erfolgreich abgeschlossen

    140m Trainingstauchgang erfolgreich abgeschlossen

    Um auf Serbien bestmöglich vorbereitet zu sein, haben Tobias und Wilke am Walchensee einen 140m Tauchgang absolviert. Das Setup entsprach genau der geplanten Tauchgangsplanung für Serbien. 

    Nach knappen 5 Std. sind Tobias und Wilke ohne weitere Probleme aufgetaucht. Ein besonderer Dank geht hier an Andreas, Anke, Steffen und Benjamin, sie alle haben uns geholfen das extrem umfangreiche Equipment abzunehmen – sowohl über als auch unter Wasser. Ohne diesen tollen Support wäre es für uns kaum möglich gewesen diesen anspruchsvollen TG durchzuführen.

    Bezgl. des Wasserstandes hatten wir Glück, ein Einstieg war verhältnismäßig einfach, das Abtauchen klappe zufriedenstellend. Auf 140m ist wenig spektakuläres zu entdenken, auf knapp 130m liegt ein fertig geriggtes Surfersegel, ab 140m liegen vereinzelt große Baumstämme, ab und zu ein größerer Stein, aber eine weitere Wand war zumindest an dem Stück wo wir unterwegs waren nicht auffindbar. Die Sicht lag bei etwa 10-12m, ab 100m wurde es etwas trüber, geschätzte 8m, während ab ca. 40m die Sicht nochmal deutlich schlechter wurde. Steffen, Benjamin, Anke und Andreas haben uns bei der Deko besucht und uns netterweise die leeren Stages abgenommen – was wirklich sehr angenehm für uns war – Steffen war unser 6-3m „Engel“ weil wir die rechnerische CNS Grenze von 100% weit überschritten hatten…

    Vielen Danke an alle Beteiligten.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Atomic Workshop

    Atomic Workshop

    Dem Namen Atomic Aquatics geht in der Szene ein extrem guter Ruf voraus. Das war Grund genug für Oli und Peter im Rahmen Ihres Aufenthalts auf der Boot 2010 sich einmal ausführlich über die Regler dieser Company beraten zu lassen.

    Das Ergebnis des Besuchs war eine Einladung von Martin Kusche, Geschäftsführer von Atomic Aquatics Europa an die Cavebase, sich an einem Nachmittag mit ihm zu treffen und die Atomic Aquatics Regler ausführlich erklärt zu bekommen, zu zerlegen und jedes Teil in seiner Funktion gründlich zu untersuchen. Vor dem Treffen haben wir zu Testzwecken einige Regler bekommen, die bei einigen Cavebaselern die Runde machten. So waren wir mit ausreichend Fragen im Gepäck Anfang März nach Ulm durch einen Schneesturm angereist.

    Peter Gärtner, Tim Löffler, Tobias Petzinger, Manuel Fiore und Fred Petzinger stellten sich als Abordnung der Cavebase als kritisches Publikum mit vielen Fragen und großem Interesse einem Mann, dem man sofort anmerkt dass er in der Taucherei zu Hause ist.


    Manuel beim Begutachten der zweiten Stufe

    Nach der Begrüßung erzählte uns Martin zunächst einiges über die Firmengeschichte und die Idee hinter den Reglern von Atomic Aquatics. Beides hängt zusammen: Zwei ehemalige Entwickler bei Scubapro haben sich mit Ihren Ideen für Atemregler selbständig gemacht. Das Konzept dahinter ist schlüssig: Es wurde viel Wert auf unsichtbare Details gelegt, um das Maximum an Leistung durch passend gewählte Materialien und deren sinnvolle Kombinationen zu erreichen.

    Der wesentliche Unterschied zwischen den einzelnen Reglermodellen liegt vor allem in der Materialauswahl (und geringe optische Unterschiede). Ausgehend von der jeweiligen Anwendung kann man sich den passenden Regler wählen: von extra leicht für Flugreisen bis hin zu extrem beständigen Versionen, welche durch spezielle Oberflächenbeschichtungen dafür aber schwerer sind.

    Den zweiten Teil unseres Meetings bildete die Fragerunde zu den Details der Regler. Wir diskutierten die Konzepte hinter den Reglern im Detail und gleich an den Einzelteilen der Stufen. Hintergrund der Fragen bildete für uns immer die Einsetzbarkeit der Regler für die Taucherei, wie wir sie betreiben.

    Für die unsichtbaren guten Details der Regler seien zwei Beispiele genannt:

    • An der Luft führenden Bohrung des Kolbens findet man keine scharfen Kanten, an denen sich Wirbel oder Strömungsverluste bilden könnten. Alle Kanten sind (mit höherem Fertigungsaufwand) rund ausgeführt.
    • Die Feder in der zweiten Stufe ist aus einer Titanlegierung anstatt aus Edelstahl gefertigt. Durch die höhere Steifigkeit des Materials kann die Feder mit weniger Windungen ausgeführt werden, wodurch sich der Strömungswiderstand der zweiten Stufe reduziert.


    Erste Stufe wird in die Einzelteile zerlegt

    Die Atemregler weisen zahlreiche weitere Merkmale auf, die zum einen auf
    Langlebigkeit (Seat Saving Orifice in der zweiten Stufe, spezielles Dichtkonzept im Ventil der ersten Stufe etc.) und zum anderen auf geringe Atemarbeit optimiert wurden. Diese gute Atemarbeit lässt sich zum einen durch Messungen im Labor, sowie durch unseren subjektiven Eindruck beim Tauchen bestätigen. Da spielt Atomic ganz sicher in der obersten Liga.

    Den dritten Teil der Veranstaltung bildete die Revision der Atemregler. Uns wurde der Service an den Reglern sowie der Einsatz der speziellen Werkzeuge erklärt und jeder durfte einen Regler revisionieren – dabei blieb keine Schraubverbindung und kein O-Ring der Musterautomaten an seinem Platz.


    Martin erklärt die Revision der Atomic Aquatics Atemregler

    Alles in allem ein gelungener Nachmittag, informativ und lohnend für uns alle! Uns wurde ein überzeugendes Produkt vorgestellt, das seinen Raum im Zusammenhang mit dem Tauchen in Höhlen finden wird.

    Einen herzlichen Dank an Martin, der sich wirklich jede Zeit genommen hatte, geduldig unsere Fragen zu beantworten. Und wir hatten seinen Zeitplan mächtig durcheinandergewirbelt!

    Als Fazit bleibt zu sagen: Martin hat uns mit den Atemreglern der Firma Atomic Aquatics wirklich überzeugt.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Ausflug ins Herault / Lot Juni 2011

    Ausflug ins Herault / Lot Juni 2011

    Team: Roland Kring, Tobi Ziegler, Peter Gärtner, Manu Schoch, Oli Kurtz, Tim Löffler, Tibor Czuppon, Darko Petkovic, Marc Grosse, Andreas Voigt

    Unsere Reise führte uns wieder einmal nach Frankreich. Wie letztes Jahr kombinierten wir Scouting im Herault mit Funtauchen, diesmal im Lot. Oli und Tim waren schon einen Tag früher losgefahren und machten einen kleinen Umweg über die Ardeche um in die Goul de la Tannerie zu springen und einen kleinen Tauchgang zu machen. Die Bedingungen waren super. Mitteleuropa konnte zu diesem Zeitpunkt auf ca. 2 Wochen Sonne pur zurückblicken. Wir konnten von optimalen Bedingungen bezüglich Sicht und Flow ausgehen. Doch mit unserer Abfahrt entschied sich der Wettergott für Unbeständigkeit und Regen. Wir versuchten trotzdem unser Glück, fuhren an die Gourneyrou und installierten eine Seilbahn bis hinunter zum Höhleneinstieg. Quasi als Testlauf.

    Durch die Projekte an der Gourneyras waren wir schon etwas erfahren in Punkto Seilbahninstallation. Aber wir durften feststellen, dass jede neue Umgebung eine neue Herausforderung darstellt. Die Strecke bis zum Einstieg ist ziemlich lang dabei verläuft  das erste Stück flach, erst das zweite Stück bietet genügend Steilheit. Aus diesem Grund kann man keine durchgehende Seilbahn nützen, sondern braucht eine Mittelstation, an der die Materialien (Transporttonne, Scooter, Frames) umgehängt werden müssen. Das bedeutet natürlich auch, dass für so ein Projekt mehr Personen benötigt werden.

    Tag 1

    Der Tag der Anfahrt stellte die meisten auf eine harte Probe da die A5 wegen eines umgestürzten und ausgebrannten Zuckerlasters gesperrt war. Damit kamen 6 Mann plus die Seilbahn in der Dunkelheit an und deshalb konnten wir die Seilbahn nicht wie geplant am Anreisetag aufbauen, sondern erst am 2. Tag. Das brachte den Zeitplan etwas durcheinander.

    Tag 2

    Am nächsten Tag ging es früh los, das Frühstück gab es noch trockenen Fusses, doch das sollte sich bald ändern: Unbehaglicher Regen setzte ein. So wurde die Besichtigung des Einstieges im Tal für alle zu einer kleinen Rutschpartie. Mit Erschrecken registrierten wir den niedrigen Wasserstand, die Leiter stand nur mit 2 Sprossen im Wasser. Das ist eher ungewöhnlich, um diese Jahreszeit sollte deutlich mehr Wasser im Pool bzw. im Einstiegsbereich sein. Wir ließen uns davon aber nicht entmutigen.

    Zur Installation und Bedienung der Seilbahn mussten wir 3 Manschaften bilden, Bergstation mit Autofahrer, Mittelstation zum Umhängen der Tonne und die Talstation. Die Manschaften waren schnell verteilt, Peter koordinierte alles, Tim saß in gewohnter Weise hinterm Steuer, Mark, Andreas und Tibor bildeten die Talstation und die restlichen starken Männer wurden auf Berg- und Mittelstation verteilt. Manu fungierte als „Läufer“ zwischen den Stationen.

    Nach einigen Anläufen hatten wir dann die richtige Position des Kabels für die Mittelstation gefunden. Es wurde alles per Foto dokumentiert, damit beim nächsten Mal die einzelnen Installationspunkte klar sind und es insgesamt schneller geht. Bei dem eingesetzten Regen und dem niedrigen Wasserstand entschieden wir uns gegen einen Tauchgang in der Gourneyrou.
    Abgebaut waren Seilbahn und Zeltlager dann schnell. Gemeinsam steuerten wir dann das Lot an und verteilten uns auf unsere Unterkünfte (Domain de Gayfie und Moulin de Lantouy).

    Tag 3/4

    Die nächsten 2 Tage standen für „freies“ Tauchen zur Verfügung. Scheinbar war nicht nur in Deutschland Feiertag (Christi Himmelfahrt), somit war das Lot echt voll mit Tauchern aller Nationen und überall traf man bekannte Gesichter. Am ersten Tag verteilten wir uns. Eine Gruppe (Roland, Tobi, Mark, Andreas, Manu, Peter) fuhr an die Gouffre de St. Saveur und hatten etwas tiefere Tauchgänge im Bereich 75m geplant. Roland, Tobi und Mark hatten in der Bottomstage ein 17/55 dabei, dazu 3 Dekogase (Tx 35/35, Tx 50/20 und O2). Der Trupp wollte gemütlich bis zum Versturz scootern und war nach 2,5 Stunden Gesamttauchzeit wieder im Pool. Manu und Peter wollten die Gelegenheit nutzten und ihre Vermessungenarbeiten in der St. Saveur weiterführen.

    Geplant war die vollständige Aufnahme der Daten im kleinen Shunt zwischen 300 und 380m, den Hauptgang bis kurz vor die Glocke hatten die Beiden bereits im April 2011 vollständig kartographiert. Bei diesem Tauchgang kamen die ähnliche Gase zum Einsatz (Tx 15/60, Tx 35/35, Tx 50/25, O2). Die Gesamttauchzeit betrug 4,5h. Tim und Oli, sowie Tibor und Darko hatten sich für diesen Tag die Source de Landenouse und die Emergence de Ressel vorgenommen. In der Landenouse kam bei beiden Teams ein EAN 32 zum Einsatz, max. Tiefe 24m und eine Penetration von 700 bis 1000m, Tauchzeit ca. 90min. In der Ressel flösselten Darko und Tibor bis zum Schacht (max. Tiefe 32m, Penetration 350m, 66 Min). Oli und Tim hatten ihre Scooter dabei und fuhren bis zum 3.T bei 830m (bzw. bekannt als 1. tiefes T), Tauchgerät RB 80, Bottomgas Tx18/45, für die Deko Tx 50/20 und O2.

    Nach dem Tauchen ging es noch in den Supermarkt um den Kühlschrank fürs abendliche Grillen zu füllen. Wir trafen uns zu späterer Stunde alle in der Domain de Gayfie, das Haus hatte eine riesige überdachte Terrasse und einen großen Grill. Perfekt für uns. Als Oli und Tim vom Tauchen zurück zur Unterkunft kamen glühte schon der Grill.
    Unseren letzten gemeinsamen Tag wollten wir zusammen verbringen. Von einigen Tauchern hatten wir erfahren, dass die Gouffre de Cabouy verhältnismäßig gute Bedingungen haben sollte. So warfen wir unsere Pläne (Emergence de Ressel) über Bord und fuhren an die Cabouy. Als wir um 10:00 Uhr eintrafen war schon alles voll mit Autos und Tauchequipment, die „erste“ Schicht war aber bereits am abrödeln und so wurde bald was frei. Wir platzierten ein paar Rentnertische am Mäuerchen, warfen ein paar Stages und Scooter ins Wasser und rödelten die Rückengeräte auf. Jeder konnte sich hier nach Lust und Laune austoben. Die moderate Tauchtiefe der Cabouy bis 30m erlaubte eine einfache Gaslogistik. Es wurde entweder OC mit Nitrox 32 oder im RB mit Trimixstage 35/35 getaucht. Roland und Tobi wollten bis zum 1. Sump scootern.

    Tibor, Oli, Mark und Andreas scooterten bis zur Poumeyssen und steckten kurz die Köpfe aus dem Wasser. Peter, Darko und Manu planten einen Foto Tauchgang. Die Sicht war ganz gut, aber zum fotographieren leider nicht gut genug. Naja, ein paar Bilder gabs doch. Nach und nach kamen alle wieder aus dem Wasser und wir packten die Autos.

    Auf der Heimfahrt noch schnell Zwischenstop im Supermarkt, französische Köstlichkeiten für den Grill und den heimischen Kühlschrank besorgen. Für die meisten hieß es am nächsten Tag wieder Heimreise, also mussten vor dem gemeinsamen Grillen noch ein paar Autos gepackt werden.
    Abends saßen wir dann ein letztes Mal bei glühendem Grill in großer Runde beisammen. Ein paar Leute verlängerten und wollten noch ein paar Tage Tauchen gehen. Oli und Tim blieben noch bis Montag, Mark und Andreas sogar noch bis Mittwoch.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Reisebericht und Vermessung St. Saveur Lot April 2011

    Reisebericht und Vermessung St. Saveur Lot April 2011

    Team: Manu Schoch und Peter Gärtner

    Eigentlich hatten wir einen Termin zum Projekt, aber das Wetter machte uns leider einen Strich durch die Rechnung. Eine Woche Urlaub und dann nicht tauchen können? Das geht natürlich überhaupt nicht – und so entschlossen wir uns nach Frankreich zum Höhlentauchen zu fahren. Der Tadition zu folge mussten wir unterwegs irgendwo zum Einkaufen anhalten. An einem Sonntag ist das nicht so einfach wie sonst und so suchten wir uns im Vorfeld einen Supermarkt aus, der am Sonntag offen hat und konnten uns dann mit Käse und Rotwein eindecken.

    Da wir uns noch in der Vorsaison befanden, war es nicht schwierig so kurzfristig eine Unterkunft zu bekommen. Unsere Wahl fiel auf die Moulin de Lantouy, wir kannten die Mühle bereits von unseren Fotokurs mit JP Bresser und waren sehr zufrieden. Im Moment war so wenig los, dass wir die Mühle quasi für uns allein hatten. Alle Zeichen standen auf Tauchen, das Wetter spielte auch noch mit. Wir hatten die ganze Woche Sonnenschein bei mittleren Temperaturen, zumindest tagsüber wurden wir mit 20°C verwöhnt. Morgens hingegen mit eher winterlichen 2°C. Dafür gab es dann für Manu Arbeitshandschuhe aus dem Baumarkt.

    Tag 1: St. George

    Wir fahren jetzt schon seit vielen Jahren nach Frankreich ins Lot zum Höhlentauchen, aber es gibt immer noch ein paar Höhlen die wir bisher noch nie betaucht haben. Dazu gehörte die St. George. Diese Höhle steht in dem Ruf eher schlechte Bedingungen aufzuweisen. Man müsse Glück haben um mal 10 – 20m Sicht zu erwischen. Nun ja, wir wollten es versuchen und die St. George zum „eingrooven“ betauchen. Die letzten Eintragungen bei www.caveconditions.com klangen vielversprechend und auch der Pool sah keinesfalls entmutigend aus. Also rödelten wir unsere Geräte auf, brachten Scooter, Fotoausrüstung und ein paar Stages zum Pool und tauchten wenig später ab. Leider wurden wir enttäuscht und fanden 3m Sichtweiten vor. Wir scooterten bis zur Engstelle, passierten diese und fuhren noch ein paar Meter weiter, in der Hoffnung, dass die Sicht danach „aufgeht“. Scheinbar gehören wir nicht zu den Glückspilzen, die die St. Georges bei guten Bedingungen betauchen können. Nun können wir einen Haken an die „noch nie betauchte“ Höhle machen.

    Tag 2: St. Saveur

    Dieses Mal wollten wir zur Unterwasserfotographie als weitere Aufgabenstellung Vermessungsarbeiten hinzufügen. In Mexiko hatten wir einen kombinierten Vermessungs- und Scooterworkshop gemacht und durften feststellen, dass wir trotz der eigenen jahrelangen Erfahrung wieder sehr viel gelernt haben. Und um das Gelernte zu festigen, stellte die St. Saveur für uns das perferkte Objekt dar. Nach einer kurzen Passage auf 30m fällt die Höhle zügig auf 70 bis 75m ab, das macht die Vermessungstauchgänge etwas anspruchsvoller, da zur Vermessungsarbeit auch noch die Berechnung / Einhaltung der Deko kommt. Es gibt eine Karte der Höhle (www.plongeesout.com ), die einen Eindruck von der Höhle wiedergibt (Gedächtnisprotokoll). An der Höhle hatten wir Glück, es war wenig los. Diesmal hatten wir deutlich mehr Equipment aufzurödeln, wir begannen mit dem Aufstellen der Rentnertische (was für eine geniale Erfindung) und brachten nach und nach die Rückengeräte, Stages, Heiztanks, Scooter, Fotokamera an den Pool. Wir lernten Pascal Bernabe, der gerade einen Tauchkurs hielt, kennen und plauderten ein wenig über unser Tauchequipment. Wir sollten ihn die nächsten Tage das eine oder andere Mal an den Höhlen treffen und konnten so noch ein paar Erfahrungen austauschen.

    Die St. Saveur ist wie Cabouy und St. George recht zurückhaltend mit guten bis perfekten Bedingungen. Aber wir hatten Glück, die Sicht war 8 – 10m und der Flow war vernachlässigbar gering. Wir passierten die Eingangsrestriktion problemlos, scooterten ein Stück bis die Höhle auf 50m abfällt und klippten die Scooter in die Leine. Ab diesem Punkt begannen wir mit der Vermessung. Dazu verlegte der erste Taucher eine geknotete Leine und der zweite Taucher notierte die Abstände zwischen den Tie-offs, sowie Winkel und Raumdimension am Tie-off. Weitere Notizen über Besonderheiten z.B. große Blöcke oder Sandhalde sollten den Eindruck der Höhle verfeinern und die einzelnen Punkte für Wiederholungstauchgänge besser erkennbar machen. Nach 70 Minuten Grundzeit erreichten wir wieder unsere Scooter.

    Ab dort begannen wir mit der Vermessung des flachen Teils und machten nebeher unsere Deko. Zwischendurch nahmen wir uns die Zeit für ein paar Fotos. Den 21m Stopp im Pool erreichten wir bei Minute 170, die restlichen 2,5h Deko im kleinen Pool waren eine echte Herausforderung an Langeweile…. Wir fanden das alte Habitat und konnten dort unsere Scooter und Flaschen abhängen. In diesem Tauchgang konnten wir den Hauptgang bis ca. 350m vermessen und brachten eine Menge Daten aus dem Wasser. Aber bevor wir uns freudig an den PC setzten konnten um diesen zu füttern, musste erst das ganze Tauchzeug aus dem Wasser und in Auto. Zurück in der Mühle ging es gleich an die

    Datenverarbeitung, denn etwas haben wir in Mexiko gelernt. Solange die Daten / Eindrücke frisch sind muss alles gleich in den PC getippt werden.

    Verwendete Geräte: RB AH1, D18 und D20, Gase: Bottomgas: Tx 10/80, Dekogase: Tx 35/35, Tx 50/25, O2

    Max. Tauchtiefe: 75m, max. Penetration: 350m = Vermessungslänge (3D), Grundzeit: 70min, Gesamttauchzeit: 320min

    Tag 3: Tauchfrei und Besuch Trockenhöhle in LACAVE

    Noch geschlaucht vom Vortag verordneten wir uns einen Tag tauchfrei. Ausserdem mussten wir noch an unseren Vermessungsdaten vom Vortag arbeiten. Damit der Tag nicht ganz höhlenfrei wurde folgten wir einer Empfehlung und besuchten die Trockenschauhöhle in Lacave.

    Sehr sehenswert, als Highlight gabt es fluoreszierende Tropfsteine zu sehen. Am Abend saßen wir schon wieder an der Auswertung unserer Vermessungsdaten, einige Messpunkte waren etwas unklar und wir verglichen unseren vorläufigen Höhlenplan mit dem bereits vorhandenen von 1999 ab. Es gab ein paar Abweichungen und so beschlossen wir, dass wir am nächsten Tag noch einmal in die St. Saveur mussten, um ein paar wenige Daten nachzumessen und eventuell noch ein ein paar Meter weiter im Bereich zwischen Bypassende und Beginn des Trichters (Trémie) zu vermessen.

    Tag 4: St. Saveur Vermessung

    Gesagt – getan. So fuhren wir morgens gleich wieder in Richtung St. Saveur. Bei diesem Tauchgang wollten wir die Gesamttauchzeit so kurz wie möglich halten, Grundzeit maximal 45 Minuten, ein paar Meter Neuvermessung zwischen Bypassende und Beginn des Trichters (Trémie) und ein paar Kontrollmessungen im 30m Bereich. Die Fotokamera ließen wir zu Hause, dafür hatte Peter eine GoPro HD Hero zum testen im UW-Einsatz dabei, der Bereich des Höhlentauchens ist für UW Fotographie und Videographie eine besondere Herausforderung. Wir wollten für den DIVEMASTER einen Praxistest mit Testbericht durchführen.

    Es sollte ein schneller und zielorientierter Arbeitstauchgang werden, mit den gleichen Gasen wie beim ersten Vermessungentauchgang. Wir scooterten entlang der Hauptleine bis zu der Stelle, wo der Bypass wieder zurück auf den Hauptgang trifft, dort klippten wir die Scooter in die Leine und begannen mit der Neuvermessung. In bekannter Weise verlegte der erste Taucher die geknotete Leine und Nummer 2 nahm die Daten (Länge, Winkel und Raumdimension) auf. So schafften wir das Stück vom Bypassende bis zum Fuß des Trichters (Trémie). Hier beginnt die Leinensituation deutlich an Chaos zuzunehmen. Nach 50min Grundzeit erreichten wir unsereren ersten Dekostopp. Auf dem Rückweg während der Deko nahmen wir noch ein paar Kontrollmessungen im 30m Bereich auf. Nach 120min Tauchzeit passierten wir die Eingangs- bzw. in diesem Fall eigentlich Ausgangsrestriktion und erreichten den 21m Stopp. Jetzt lagen noch 100min Deko vor uns. Nach 220min Gesamttauchzeit streckten wir die Köpfe aus dem Wasser und freuten uns über die getane Arbeit. Eins war uns sofort klar: Das Vermessen macht echt Spaß und es liegt noch eine Menge Arbeit in dieser Höhle vor uns. Mal sehen ob wir immer so viel Glück mit den Bedingungen haben werden.

    RB AH1, D18 und D20, Gase: Bottemgas: Tx 10/80, Dekogase: Tx 35/35, Tx 50/25, O2

    Max. Tauchtiefe: 79m, max. Penetration: 380m, Grundzeit: 50min, Gesamttauchzeit: 220min

    Bevor wir es in der Mühle bequem machten, musste leider noch das Auto für die verbleibenden Tauchtage umgeräumt werden. Die großen RB Frames, sowie die leeren tiefen Bottemstages blieben die letzten Tage in der Unterkunft und wir luden dafür die kleinen D12 Frames ein.

    Den Abend verbrachten wir mal wieder am Rechner, Peter widmete sich unseren Vermessungsdaten und Manu begann schon mit der Sichtung und Bearbeitung des bisher gesammelten Bildmaterials.

    Tag 5: Emergence de Ressel

    An diesen Tag wollten wir einen entspannten Fototauchgang in der Emergence de Ressel machen. Unser Ziel war: Scootern bis zum 3.T (1. tiefes T), um dort im 60m Bereich ein paar Fotos zu machen und auf dem Rückweg im Schacht noch ein paar Einstellungen auszuprobieren. Obwohl es gerade relativ ruhig im Lot war standen schon 7 Busse / Autos auf dem Parkplatz. Aber durch rücksichtsvolles Parken war da noch genug Platz für uns. Bei lautstarken osteuropäischen Metalklängen bereiteten wir unser Equipment vor. Die Rückengeräte RB AH1 mit D12 (Tx18/45) plus ein paar Stages (Bottomstage Tx 18/45, Deko: Tx 50/25 und O2), Scooter und die Kameraausrüstung waren schnell an den Einstieg in die Cele getragen. Die Heiztanks blieben diesmal im Auto. In der Höhle war richtig was los, unterwegs bis zum Schacht trafen wir einige Gruppen. Ab dem Schacht waren wir dann allein und scooterten in aller Ruhe zum 1. tiefen T. Dort legten wir die Scooter ab und Peter packte die Kamera aus. Wir fotographierten ca. 20 min und machten uns dann wieder auf den Heimweg. Im Schacht legten wir noch eine kleine Fotosession ein und probierten ein paar Einstellungen aus, um den atemberaubenden Eindruck des Schachtes wiederzugeben der entsteht, wenn man oben über den Rand schaut. Die Zeit auf dem 21m Stopp nutzten wir ebenfalls für ein paar Fotos.

    Unser Stopp auf 6m gestaltete sich sehr kurzweilig, quasi unter uns absolvierte ein Beginner Cave Kurs seinen Abschlusstauchgang. Die Party dazu fand auf dem Parkplatz vor der Ressel statt. Nach einer kleinen Pause brachten wir unser Euqipment zum Auto, schauten uns die Bilder an und nutzen die Gelegenheit noch ein paar Worte mit den anderen Tauchern zu wechseln.

    Rückengeräte RB AH1 mit D12 Tx18/45, Bottomstage Tx 18/45, Dekostage: Tx 50/25, O2

    Max. Tauchtiefe 52m, Grundzeit:40min, Gesamttauchzeit: 155 min,

    Tag 6: Source de Landenouse

    Für unseren letzten Tauchtag hatten wir uns ein Ziel in der Nähe der Unterkunft ausgesucht. Und somit kam eigentlich nur die Landenouse in Frage. Bisher hatten wir nur einen Tauchgang und das im Rahmen des Fotoworkshops bei JP Bresser in dieser Höhle gemacht. Und dieser führte uns leider nicht weit hinein. Diesmal wollten wir ein paar Hundert Meter hineinscootern und dann noch ein paar Fotos machen. Doch wir hatten leider Pech. Ein im Pool realisierter Equipmentausfall beendete diesen Tauchgang bevor er begann. Nun ja, so muß die Landenouse ein weiteres Mal warten.

    Ein Gutes hatte dieser kurze Tauchtag. Das Auto war frühzeitig für die Heimreise gepackt. Das ließ uns die Zeit, in Cajarc noch über den Markt zu schlendern und einen Kaffee in der Nachmittagssonne zu trinken.

    morgen brachen wir frühzeitig auf. Unterwegs hielten wir noch in Gramat um frisches Baguett einzukaufen und brachten die 10h Heimfahrt irgendwie hinter uns.

    Von diesere Reise brachten wir eine Menge Informationen, Arbeit und Ideen für kommende Touren mit.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

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