Autor: cavebase

  • Dolce Vita Reloaded 2019

     

    Team: Fabi, Flo, Max, Steffen B. und Tobi

    Inzwischen ist es mehr als nur Tradition geworden uns zwischen Weihnachten und Neujahr am schönen Gardasee zu treffen und das Tauchjahr ausklingen zu lassen. So haben sich auch in dieses mal Fabi, Flo, Max, Steffen B. und Tobi auf den Weg gemacht die tiefen des größten italienischen Sees zu erforschen.

    Der See bietet sich auf Grund seiner Tiefe von knapp 350m und entsprechenden Steilwänden zum Trimix tauchen an, nicht zuletzt auch weil er seine 10°C Wassertemperatur ganzjährig und auf Tiefe halten kann. Ein klares Plus für die Deko.

    Progressiv haben wir uns auf Tiefen bis über 150m herangetastet, was zum einen einen tollen Jahresabschluss aber auch Vorbereitung für die nächste Saison darstellt. Besonders angetan hat es uns diesmal der Nordosten bei Torbole und der nahegelegenen Wand mit dem „Crack“.

    Ein Zusammenfassung könnt ihr in folgendem Video sehen

  • Cavebase & Friends 2019

    Dieses Jahr fand unser Cavebase & Friends Treffen im Bergwerk Felicitas bei Wolfgang Röhr statt. Am frühen Morgen hat unser Vorstand mit einer kleinen Begrüßungsrede gestartet. Anschließend konnten tolle Tauchgänge im Bergwerk durchgeführt und spannende Gespräche geführt werden. Gegen 11 Uhr startete dann der erste Vortrag des Tages. Oliver Steinle präsentierte den T-Reb Sidemount-Rebreather. Bei Leckereien vom Grill konnte man anschließend etwas Kraft sammeln. Im 2. Vortrag des Tages stelle Axel Söhngen den Divesoft Liberty sowohl in der Backmount als auch Sidemount-Version vor. Abgerundet wurden die Technik-Vorträge durch 2 Eigenbau-Projekte von Hannes Danmayr und Moritz Lutz. Beide haben in alter Do-it-yourself-Manier Sidemount-Rebreather gebaut und die Ideen dahinter erklärt.

    Auch wir haben natürlich noch unsere Konfiguration vorgestellt und erklärt wieso wir so tauchen.

    Am Abend gab es dann noch eine kleine Premiere. Wilke hat aus unserem Filmmaterial vom diesjährigen Castor-Projekt wieder einmal einen tollen Film gezaubert. Nach einem kurzen Vortrag über das Projekt wurde dieses Video anschließend vorgestellt.

    Anschließend hatte unser Wilke noch den letzten Vortrag des Abends. Dieser Vortrag regte sehr zum Nachdenken an und hielt die Zuhörer in seinem Bann.

    Abgerundet wurde der Tag noch mit gemütlichem beisammen sein, noch etwas Grillgut und dem ein oder anderen Bier.

    Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei allen Besuchern und Referenten für den gelungenen Tag bedanken. Ein besonderer Dank natürlich auch noch einmal an Wolfgang Röhr und sein Team vom Bergwerk Felicitas, die uns ihre Location zur Verfügung gestellt haben.

    Thomas Rick ist an diesem Tag fleißig mit seiner Kamera unterwegs gewesen und hat ein paar Eindrücke des Treffen eingesammelt. Vielen Dank für das Video.

  • Mordloch – Schwäbische Alp – 2019

    Da die Höhlen in Frankreich und Co immer eine weite Anreise mit sich führen, hat sich ein Team von uns einmal das Mordloch auf der schwäbischen Alp angeschaut und erkundet.

    Zwar nicht ganz das gewöhnte Höhlentauchen, aber trotzdem 100% Spaßfaktor mit British-Style-Konfiguration 🙂

    Ein paar Eindrücke haben wir auch für euch in einem Video festgehalten.

  • Scouting Kefalonia – 2019

    Im Juni war eine kleine Gruppe von uns zum Scouting auf Kefalonia, Griechenland. Hierbei wurden einige der Höhlen vor Ort betaucht und geprüft ob hier Potential für ein neues Projekt ist.

    Und was sollen wir sagen!? Diese Insel hat Potential und steht ganz weit oben im Kurs für ein künftiges Projekt.

    Über das Video könnt ihr euch selbst ein Bild der Höhlen machen. 

  • Source du Castor – 2019

    Source du Castor – 2019

    Nachdem wir bereits 2018 versucht hatte in der Castor bis End of Line zu tauchen, aufgrund der Witterungsbedingungen aber bereits vorzeitig abbrechen mussten, war bei der Planung für 2019 schnell klar, dass wir das Ziel von 2018 in 2019 nochmal angreifen wollen. So machten wir uns Ende Mai hochmotiviert auf den Weg in die Ardèche, mit dem Ziel bis in die Salle Chaotique zu tauchen und nach einer Fortführung zu suchen.

    SPOILER: Dieses Mal sollten wir erfolgreich sein! Wir schafften es das End of Line in der Salle Chaotique zu erreichen und fanden dort den Sump 2, den wir komplett explorieren konnten. Ausführlich Informationen zum Projekt und den Tauchgängen könnt ihr in den folgenden Berichten nachlesen:

    Wir danken der Réserve Naturelle Nationale des Gorges de l’Ardèche für die Tauchgenehmigung und dem sehr konstruktiven Austausch während dem Projekt.

    Ein herzliches Dankeschön auch dem Camping des Templiers, dass wir die Seilbahn so lange in Beschlag nehmen durften, das französische savoir vivre mit täglich frischen Croissaints und Baguettes sowie das immer offene Ohr für uns!

     

    In diesem Sinne

    Eure Cavebase

    Neben der erfolgreichen Exploration des 2. Sumps konnten wir auch umfangreiche Daten aufzeichnen. Anbei das Profil der Hauptgangs sowie die Verortung im Gelände aus der Vogelperspektive:



     

    P.S.: Natürlich gibt es auch ein Video von unserem Projekt.

    VIDEO

     

     

  • Projektablauf Castor 2019

    Projektablauf Castor 2019

    Projektablauf

    Anreisetag (Samstag)

    Samstag war Anreisetag und die einzelnen Teammitglieder machten sich aus den unterschiedlichen Ecken Deutschlands auf in die Ardèche. Im Verlauf des Abends trafen nach und nach die einzelnen Fahrgemeinschaften im Camping des Tempeliers (http://www.camping-templiers-ardeche.com) ein. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit entschieden wir für den Ankunftstag nur noch die wichtigsten Dinge vom Parkplatz zu Fuß mitzunehmen und nach Absprache mit den Mitarbeitern vom Campingplatz am Sonntag mit Hilfe der Seilwinde das ganze Tauchmaterial nach unten zur Ardèche zu transportieren.

    Transport- und Vorbereitungstag (Sonntag)

    Gestärkt durch ein Frühstück mit frisch gebackenen Croissants und Schokoladenbrötchen teilten wir uns in zwei Gruppen auf – Beladen der Seilbahn an der Bergstation und Entladen an der Talstation – und starteten gemeinsam mit den Mitarbeitern vom Campingplatz den Materialtransport. Wir kamen zügig voran und beschlossen parallel zum Be- und Entladen, mit dem Transport des ersten Equipments Richtung Source du Castor zu beginnen. Die Source befindet sich ca. 15 Gehminuten von der Talstation entfernt und bereits letztes Jahr hat sich gezeigt, dass es am einfachsten ist, das notwendige Equipment zu Fuß flussaufwärts zu tragen.

    Bereits am Nachmittag hatten wir nach 20 Seilbahnfahrten und einiger Kraftanstrengung des Teams das gesamte Equipment zu unserem Basiscamp kurz vor der Höhle gebracht. Um am Montag gleich mit dem Tauchen beginnen zu können, scooterten Max und Olli die Bail-Out Flaschen über die Ardèche an den Höhleneingang, während der Rest des Teams mit der Vorbereitung der RBs beschäftigt war.
    Am Abend versammelten wir uns und planten die ersten Tauchgänge für den kommenden Tag.

    Erster Tauchtag: Höhlensetup / Video und Erkundungstag (Montag)

     

    Der Montag startete mit der Einweisung in das Notfallequipment und die Notfallkette. Wo liegt welches Equipment, wie wird die Rettungskette aufgebaut und wer hat welche Ersthelferausbildung und kann ggfs. welche Rolle ausfüllen. Sicherheit steht immer an erster Stelle, denn es kann nie ausgeschlossen werden, dass doch einmal etwas passiert. Deswegen muss auch der Fall der Fälle geplant und abgestimmt sein.


    Der Rest des Tages stand im Zeichen der Höhlenvorbereitung für die kommenden Tage. Die Supportteams bestückten die im Vorfeld festgelegten Depots mit Bailoutflaschen, so dass jeder Taucher, neben dem RB, nur mit einer Bailoutflasche am Taucher abtauchen kann. Über die Gasdepots entlang des Höhlenverlaufs wird während des Projekts sichergestellt, dass jeder Taucher bei einem Problem an einem beliebigen Punkt in der Höhle auf sein OC Gas wechseln kann und sich über die Depots mit den benötigten Gasen zum sicheren Austauchen versorgen kann. Zudem nutzten wir die guten Sichtverhältnisse zu Beginn des Projekts aus, um möglichst gute Video- und Fotoaufnahmen zu machen. Den letzten Tauchgang des Tages nutzte das Pushteam, um erfolgreich den Weg bis zur Salle Chaotique, das bis dahin bekannte End of Line, zu suchen.

    Zweiter Tauchtag (Dienstag)

    Obwohl wir wie so oft bei unseren Projekten mitten in einem Naturschutzgebiet saßen, genossen wir dieses Mal in vollen Zügen die Vornehmlichkeiten des Campings, der sich in der direkten Umgebung der Höhle befindet, und starteten unseren Morgen mit frischem Baguette und Croissants. Obwohl die beiden ersten Tage sehr kraftraubend waren, war die Motivation im Team deutlich zu spüren. Hatten es doch Max und Fabi gestern bereits geschafft die Salle Chaotique zu finden. Für heute war geplant, dass die beiden gemeinsam mit Olli aus dem Wasser aussteigen und eine Fortführung der Höhle suchen sollten. Zusätzlich wollten die anderen Tauchteams sich die weiter vorne liegenden Bereiche näher anschauen und wo möglich weiteres Dokumentationsmaterial erzeugen.


    Vor dem Tauchen stand aber noch ein offizieller Punkt auf dem Programm. So hatten sich für heute die Verantwortlichen Schutzgebietsbetreuer des Naturschutzgebiets „Réserve Naturelle Nationale des Gorges de l’Ardèche“ angekündigt. Das Wiedersehen vom letzten Jahr, wo wir bereits Besuch erhalten hatten, war sehr spannend, da wir viele Einblicke in die Arbeit der Betreuer und viele Informationen zu Fauna, Flora und Höhlen in der Region erhielten. Es entwickelte sich ein spannender Austausch, der aufzeigte wie wichtig die Arbeit der Menschen vor Ort ist und dass sowohl Taucher als auch Betreuer vor Ort von einer guten Zusammenarbeit profitieren.
    Nach dem Besuch der Verantwortlichen machten wir uns auf zu unserer Projektbasis, wo sich zeigte, dass sich ein Oberflächenmanager und eine flexible Projekt- und Tauchgangsplanung auszahlt. Kleine Pannen und Unvorhersehbarkeiten brachten den eigentlichen Tagesplan immer wieder durcheinander, konnten aber durch Anke, unsere Oberflächenmanagerin, immer schnell angepasst werden, so dass alle Tauchteams ins Wasser kamen.
    Mit dem Finden von Sump 2 konnte auch der 2. Tauchtag erfolgreich abgeschlossen werden.

    Dritter Tauchtag (Mittwoch)

    Am dritten Tauchtag stand der Fokus auf der Erstbetauchung von Sump 2. Ein Supportteam transportierte benötigtes Equipment für den Explorationstauchgang in die Salle Chaotique und optimierte das Depot-Setup im hinteren Bereich der Höhle, nachdem der Höhlenverlauf bis Sump 2 jetzt klar definiert war.
    Das Foto- und Videoteam stieß weiter in den hinteren Bereich vor und das Pushteam schaffte unter äußerst schwierigen Rahmenbedingungen die Erstbetauchung des Sump 2. Aufgrund der Form gaben sie ihm den Namen „Donut Sump“. Einen ausführlichen Bericht des Push Teams zur Exploration des neuen Höhlenteil kann im Abschnitt Bericht der Push Taucher nachgelesen werden.

    Vierter Tauchtag (Donnerstag)

    Nachdem wir am Abend zuvor feststellen mussten, dass die Kamera bei der Erstbetauchung nicht funktioniert hatte, entschied das Team einen zweiten Tauchgang im Donut Sump durchzuführen und diesen zu dokumentieren und nochmal nach systematisch nach weiteren Fortsetzungen zu suchen.
    Die weiteren Teams nutzten die Zeit, um weitere Tauchgänge in der Castor durchzuführen.

    Fünfter Tauchtag und Rücktransport (Freitag)

    Nach Abschluss der Erstbetauchung und Dokumentation des Donut Sumps stand Freitag ganz im Zeichen des Aufräumens. Die angelegten Depots wurden aufgelöst und das ganze Equipment von der Höhle zurück zum Campingplatz gebracht.
    Zudem hatten sich Jan und Irène bei uns gemeldet, da sie sich auf einem kleinen Tauchtrip in der Ardèche befanden und sie Informationen zur Source du Castor haben wollten. Da noch viel von unserem Equipment in der Höhle war, nutzten Sie die Gelegenheit, um sich die Höhle selbst anzuschauen. Wir freuten uns zudem über 4 weitere starke Arme, die uns beim Rücktransport unterstützten, da nach einer anstrengenden Woche die Kräfte langsam schwanden.
    Mussten wir beim Aufbau noch das komplette Material flussaufwärts tragen, konnten wir für den Rücktransport die Scooter nutzen, um alle Flaschen flussabwärts zum Camping zu transportieren und diese von dort mit Hilfe einer Raupe des Campings hoch zur Talstation der Seilbahn zu transportieren. Vielen Dank für die Unterstützung durch die Mitarbeiter vom Camping, die uns die ganze Woche über unterstützt wo sie konnten!

    Am letzten Abend ließen wir es uns nicht nehmen und feierten das erfolgreiche Projekt und die Entdeckung des Sump2 in der Castor mit einem Grillabend. Gemeinsam mit den Mitarbeitern vom Campingplatz schauten wir uns die Videos des Donut Sump an. Ein Gänsehautmoment, wenn das ganze Team das Push Team bei der Exploration beobachten kann.

    Abreisetag – Fahrzeuge beladen und Heimreise (Samstag)

    Nach einer kurzen Nacht und ziemlich kleinen Augen hieß es am nächsten Morgen dann in bewährter Methode das ganze Equipment mit Hilfe der Seilbahn hoch zu den Autos an der Bergstation zu transportieren bevor sich die einzelnen Teammitglieder wieder auf den Weg Richtung Deutschland machten.

    In diesem Sinne

    Eure Cavebase

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  • Organisation komplexer Tauchprojekte mit ungewisser Planungssicherheit Castor 2019

    Organisation komplexer Tauchprojekte mit ungewisser Planungssicherheit Castor 2019

    Des Öfteren werden wir gefragt, wie wir solche aufwendigen und komplexen Tauchgangsprojekte durchführen. Wie sich sicherlich jeder denken kann, ist dabei das A und O eine akribische Vorbereitung. Recherche zum Explorationsprojekt, ideale Projektzeit wegen Witterungsbedingungen, Sicherheitskonzept, Übernachtung und alles was dazu gehört. Und natürlich wie soll es anders sein, der perfekt durchdachte Plan. Abfahrtszeit, Ankunft, Transport, Vorbereitung, Push-TG, Videodokumentation usw. Bereits bevor wir losfahren gibt es hierzu einen Plan bzw. haben wir eine grobe Vorstellung, wann was stattfinden soll.

    Allerdings hat sich im Laufe der Jahre gezeigt, dass wir es selten schaffen den perfekten Plan umzusetzen, so wie wir uns das im Vorfeld überlegt haben. Mal dauert der Transport länger oder die Seilbahn will nicht so schnell wie wir usw. Dass Änderungen im Plan nicht zum kompletten Chaos führen, sind wir deswegen über gegangen unsere Pläne für die Explorationsprojekte nicht mehr bis ins letzte Detail durchzuplanen. So hat sich bei uns in den letzten Projekten folgendes Arbeitsmodell etabliert.

    • Es werden Ziele (Materialtransport, Depots anlegen, Fotos und Videos, Leine flicken, …) definiert die es im Laufe des Projektes zu erreichen gilt.
    • Um eine ungefähre Marschrichtung zu haben, sind die Ziele an Tage geknüpft, wann sie erreicht sein sollen.
    • Neben den Zielen gibt es kleinere Teams, die einzelne Ziele verfolgen. So haben sich bei uns die Teams Support, Video/Foto, Dokumentation/Vermessung sowie Push herauskristallisiert.
    • Jeder Teilnehmer wird einem Team zugeordnet, in welchem er vorrangig mithilft.
    • Wird in einem Team Unterstützung benötigt, wechseln einzelne Teilnehmer für eine kurze Zeit das Team, um sicherzustellen, dass das gesetzte Ziel erreicht wird.
    • An jedem Vorabend sitzen die Teams zusammen und planen den Folgetag für sich. Hierbei werden der Projektverlauf bzw. die Zielerreichung des vergangenen Tages berücksichtigt und die Ziele ggfs. angepasst.
    • Im Anschluss trifft sich die komplette Explorationsmannschaft und geht die Pläne für den Folgetag der einzelnen Teams durch und stimmt diese aufeinander ab. Hieraus resultiert die Tauchgangsplanung für den Folgetag und berücksichtigt dabei die Länge der Tauchgänge und z.B. die Wünsche vom Videoteam, um fehlende Aufnahmen noch machen zu können, in einer bestimmten Reihenfolge tauchen wollen.
    • Am Tag selbst findet nach dem Frühstück nochmal ein kurzes Briefing statt, bei welchem der Tagesplan nochmal durchgesprochen und bestätigt wird.
    • Am Tauchplatz haben wir einen Verantwortlichen für die Koordination der Taucher. Zum einen dokumentiert dieser Ab- und Auftauchzeiten. Zum anderen hat er den Überblick über alle Taucher und kann, falls es wegen unvorhersehbaren Ereignissen nötig ist, in Abstimmung mit den Tauchteams, die Reihenfolge der Tauchgänge anpasst.

    Für uns hat sich diese dynamische Planung (mit Zielen/Meilensteinen im Hintergrund) bewährt. Zum einen können wir schnell auf Unwägbarkeiten reagieren und zum anderen verlieren wir nie das große Ganze aus den Augen und schaffen es gleichzeitig viele Taucher ins Wasser zu kriegen, so dass jeder zu seinem Spaß kommt.

    In diesem Sinne

    Eure Cavebase

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  • Bericht des Foto / Doku Team Castor 2019

    Bericht des Foto / Doku Team Castor 2019

    Natürlich sollten auch bei diesem Projekt wieder Bilder und Videosequenzen entstehen und neben der eigentlichen Push-Dives noch weitere Bereiche der Höhle nach möglichen Abzweigungen abgesucht werden. Hierfür waren unsere Support- und Video-/Fototeams zuständig. Schon beim Materialtransport wurde mit Videoaufnahmen gestartet und erste Eindrücke festzuhalten.

    Der erste Tauchgang in der Castor gebührte dem Videoteam, bestehend aus Tom, Marcel und Mats. Da wir letztes Jahr feststellen mussten, dass die Sicht in der Castor bei vielen Tauchern sehr schnell eintrübt, sollte die gute Sicht beim ersten Tauchgang genutzt werden, um Videosequenzen und Bilder vom Supportteam beim Anlegen der Depots zu erstellen und erste Weitwinkelaufnahmen der Höhle zu produzieren. So tauchte das Videoteam ein paar Minuten vor dem Support ab und platzierte sich in der Höhle. Bereits beim ersten Abtauchen empfing sie die Höhle mit traumhaften Sichtweiten und idealen Bedingungen, um Bilder zu schießen. So legten die 3 Taucher direkt los und filmten und knipsten was das Zeug hält. Kurz darauf kam dann auch das Supportteam bestehend aus Ben und Guy mit den Scootern und jeder mit einem „Anker“ von Stageflaschen vorbeigefahren. Nachdem die ersten Aufnahmen des Supportteams erledigt waren ging das Foto Team ein wenig tiefer in die Höhle und hatte auch hier beste Bedingungen. Bis zu einer Tauchtiefe von etwa 45m wurden an diesem Tag Bilder geschossen und kleine Videosequenzen gedreht. Nach dem Tauchgang waren alle ganz gespannt was sie auf ihren Speicherkarten so alles finden würden. Die ersten Bilder sahen hierbei sehr vielversprechend aus. Wie befürchtet musste das Team im Laufe des Tages feststellen, dass die Höhle aufgrund von viel Lehm immer mehr eintrübte und die klasse Sicht, welche zu Beginn vorhanden war, langsam schwand. Hätte das Team geahnt, dass die Sicht so stark eintrübt, wäre der erste Fototauchgang sicher noch sehr viel länger geworden.

    An Tag 2 wollten Tom und Heinke am Morgen einen weiteren Fototauchgang machen. Leider hat Toms JJ etwas gestreikt, sodass kurzfristig die Pläne geändert wurden, und Heinke zusammen mit Mats und Marcel im Bereich von 300 bis 400 Meter nach möglichen Abzweigungen gesucht hat. In diesem Bereich gibt es Hallen die bis zu 25m hoch sind und spitz in verschiedene Ecken zulaufen. Für das Team war es sehr beeindruckend hier von 45m einen Aufstieg auf etwa 20m in der Vertikalen durchzuführen, ohne sich die Köpfe an der Höhlendecke anzuschlagen. Leider wurde hier jedoch kein weiterer Gangverlauf entdeckt, jedoch einige imposanten Stellen der Höhle betaucht.

    Am dritten Tauchtag sollte es das Team, bestehend aus Marcel & Mats, zum ersten Mal hinter den Knick auf 70m führen. Der Plan bestand darin, einige Stageflaschen zum Ende von Sump 1 zu bringen und an der Engstelle bei etwa 680m einen Teil der Leine neu zu verlegen, da die Pushtaucher hier über lose Leine klagten. So machten sich die 2 Taucher bewaffnet mit Backup-Gas und Stages für die Pushtaucher auf den Weg nach „hinten“. Bis zur Engstelle sollte es jedoch ein paar Minuten dauern. Die Leinensituation im hinteren Bereich ist nicht gerade übersichtlich und so tauchten die 2 Jungs erst einmal einen kleinen Loop bevor sie die richtige Abzweigung nahmen. An der Engstelle starteten sie mit dem Verlegen der Leine. Als die Arbeit erledigt war signalisierte Mats, dass er sich etwas sorgen um seine Ohren machte und lieber nicht weiter auftauchen wollte. Daher beschloss das Team die Stages für die Pushtaucher an der Engstelle abzulegen und den Rückweg anzutreten. Auf ihrem Rückweg merkten die 2 Taucher erst einmal wie viele verschiedene Leinen im hinteren Bereich gespannt sind und nahmen sich hierbei vor, dieser Problematik bei einem weiteren Tauchgang entgegen zu wirken.

    Am folgenden Tag ließen Mats und Marcel nun Taten folgen. Bewaffnet mit einer Hand voll Cookies, Arrows und Reels machten sie sich wieder auf den Weg nach hinten. An jeder unübersichtlichen Stelle wurden entsprechend Arrows verlegt und der Abzweig zur Schweizer Glocke wurde mit einem Cookie markiert. Anschließend machte sich das Team auf sicheren Wegen wieder zurück. Beim Abstieg zur 70m-Stelle wurde das Team dann noch vom Pushteam Max, Olli und Steffen überholt, welche mit einer anderen Geschwindigkeit den Abstieg meisterten. Auf dem Rückweg wurden dann bereits die ersten Depots abgebaut und einige Flaschen mit nach draußen genommen.

    Parallel zu diesen Arbeiten hat sich das Fototeam Heinke und Tom mit ihrem Modell Florian auf den Weg gemacht noch ein paar tolle Fotos zu schießen. Leider war durch die vielen Tauchgänge im Laufe der Woche und dem Lehm in der Höhle die Sicht noch weiter eingetrübt, sodass Weitwinkelaufnahmen wie am ersten Tag mit großen Gängen und glasklarem Wasser nicht mehr möglich waren, aber trotzdem hat das Team einige tolle Bilder erstellt.

    Auch am letzten Tag machte sich nochmal das Fototeam Tom, Heinke und Florian auf den Weg ein paar Bilder zu schießen. In der Hoffnung bessere Sichtweiten zu haben, wurde das Team als erstes ins Wasser geschickt. Dieser Schachzug sollte belohnt werden. Im Canyon wurden einige tolle Bilder erstellt. Auch das Team Marcel & Mats schnappte sich noch einmal die Kamera und machte sich „in den Diensten der Wissenschaft“ auf die Suche nach Höhlenbewohnern. Neben ein paar Fischen war das Hauptziel ein kleines Krebstierchen zu suchen. Das Team legte die Maximaltiefe für diesen Tauchgang auf 50m fest. Wie es der Zufall manchmal so will, wurden die 2 auf 49m fündig und konnte das kleine Tierchen mit der Kamera festhalten. Auf dem Rückweg wurde sogar noch ein Zweites gefunden. Mit einer kurzen Austauchsequenz aus der Höhle beendete das erste Tauchteam der Woche auch den letzten Tauchgang.

    In diesem Sinne

    Eure Cavebase

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  • Informationen zur Source du Castor

    Informationen zur Source du Castor

    Die Gorges de l‘Ardèche

    Im Südosten von Frankreich und in der Region Auvergne-Rhône-Alpes entspringt im Naturpark Mont d‘Ardèche der Fluss Ardèche. Auf seinem Weg zur Mündung in einen Seitenarm der Rhône bahnt sich die Ardèche seinen spektakulären Weg durch die Gorges (dt.: Schluchten) de l’Ardèche. Dieses Gebiet ist bekannt für seine Landschaft und die vielen Höhlen und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wassersportler (Kanu, Kajak, …) und Wanderer, die vom Pont d’Arc im Nordwesten bis ca. 30km weiter flussabwärts in Saint-Martin-d’Ardèche) die Natur und Aussicht genießen.

    Die Gorges de l’Ardèche ist mit seiner einzigartigen Fauna und Flora seit November 2018 ein nationales Naturreservat mit einer Fläche von ca. 2000 ha. Auf dieser Fläche stehen zum einen der Naturschutz zum anderen aber auch das Sensibilisieren und Erleben der Natur im Vordergrund. Deswegen unterliegt das ganze Gebiet strengen Regeln, die eine friedliche Koexistenz der Natur und der Besucher ermöglichen sollen. Die Verantwortlichen des Gebiets wollen dabei nicht mit strengen Verboten das Reservat für Besucher unzugänglich machen, sondern vielmehr durch Vorgaben und Regeln die Natur erlebbar machen, ohne diese zu stark zu belasten. Gleichzeitig findet immer noch die Erforschung des Reservats statt. So sind Drohnen im kompletten Naturschutzgebiet ohne Genehmigung untersagt. Hierbei geht es nicht alleine, um die Vermeidung von Lärm, sondern vor allem, um den Schutz der dort beheimateten Raubvögel.

    Ziel der diesjährigen Expedition war die Source du Castor, welche ausgehend von Pont d’Arc flussabwärts auf der rechten Seite in der Nähe der bekannten Felsformation „cathédrale“ befindet.

    Wenn man in der Gorges de l’Ardèche Höhlen besichtigen / erkunden oder gar explorieren will, muss diese Unternehmung mit den Verantwortlichen des Naturreservats abstimmen und genehmigt werden. Vor allem bei Explorationen, sollten diese bis zum 31. Januar des geplanten Jahres, eingereicht werden. Gleichzeitig müssen die Ergebnisse aus den Erforschungen mit den verantwortlichen Behörden geteilt werden.

    In der Vorbereitung von unserem Projekt haben wir diese Genehmigung beantragt und uns mit den Verantwortlichen abgestimmt. Diese standen unserem Projekt aufgeschlossen gegenüber, allerdings muss man alle Informationen zum Projekt (Ziel, geplant Tauchgänge, Anzahl Taucher usw.) zusammenschreiben. Nachdem wir alle Informationen zum Ablauf zur Verfügung gestellt hatten, wurde unser Projekt für 2019 genehmigt. Zusätzlich wurden wir gebeten neben unserer Suche nach einer Fortsetzung auch im vorderen Bereich noch ein wenig zu dokumentieren. Während des Projekts haben uns die Verantwortlichen auch besucht, um uns kennenzulernen und haben uns Einblicke in ihre Arbeit gegeben. Im Laufe des Besuchs hat sich gezeigt, dass es den Verantwortlichen, um ein Miteinander geht und nicht das oberste Ziel ist, jegliche Aktivitäten zu verbieten.

    Die Höhle Source du Castor

    Die Source du Castor ist eine Unterwasserhöhle deren Eingang am Ufer des Flusses Ardèche liegt. Die Höhle kann über zwei schmale Öffnungen betaucht werden. Teile des Eingangs liegen permanent unter der Wasseroberfläche, so dass die Höhle nicht trocken betretbar ist.

    Historie Höhlenexploration (Quelle: www.plongeesout.com)

    • Wann die Höhle entdeckt wurde ist nicht bekannt. Erste Erkundungen wurden durch den G.E.P.S sowie lokale Taucher durchgeführt.
    • 1979 hat der S.C. Paris begleitet durch F. LE GUEN die Höhle auf eine Länge von 430m und einer Tiefe von 50m erforscht.
    • 1981 hatte die Schweizer Tauchgruppe G.L.P.S. den tiefsten Punkt der Höhle auf 68m erreicht und die Höhle bis auf 640m erforscht.
    • 2005 Fred Badier & Xavier Meniscus finden eine Fortführung und Xavier Meniscus erweitert bis 2008 kontinuierlich den Höhlenverlauf auf 800m. Dort endet die Höhle in der Salle Chaotique, wo man auftauchen muss:
      • Explorationsvideo von Xavier Méniscus (2008): https://www.youtube.com/watch?v=biVvFMhiLjU 
      • Virtuelle Tauchgang von Frank Vasseur: https://vimeo.com/259255077

    Vereinfachter Höhlenverlauf (Quelle: youtube, von Fred Badier und Xavier Ménisus)

    Salle Chaotique

    Die Bennung der Salle Chaotique lässt sich auf den 1.Blick herleiten, den ein Taucher beim Auftauchen aus Sump1 hat. Man sieht eine riesige Halle, die in Richtung 210° weiter verläuft, bei der man das Ende nur erahnen kann. Vor einem liegen große Versturzfelsen, die kreuz und quer wie von der Decke gefallen aussehen. Diese sorgen dafür, dass die Absätze von 1m bis 5m (Einstieg S2) sind. Dank einer unter Wasser liegenden Stelle am Podest vor Ausstieg Sump 2, lässt sich relativ leicht der trockene Bereich zum Salle Chaotique betreten und das Tauchgerät ablegen. Wenn das geschehen ist, muss man entweder über eine Leiter 3m hoch zum nächsten Podest oder man krabbelt auf allen Vieren rechts daran vorbei, um dann über scharfkantige Felskanten, tiefe Löcher dazwischen oder lehmgefüllte Pfützen auf den Versturzfelsen weiter zu klettern. Der Anstieg ist insgesamt 5m hoch.

    Eine Analyse der Atemluft brachte folgendes Ergebnis:

    • CO: >= 5% (Maximalwert des verwendeten Analysegerät)
    • O2: 14,7%

    !! Achtung: Atemluft in der Salle Chaotique ist toxisch!!

    Skizze Salle Chaotique

    Skizze der Salle Chaotique

    Erst jetzt erkennt man das Ausmaß der Salle Chaotique und kann die jeweiligen Enden sehen. Am höchsten Punkt steht man dann vorm Einstieg von Sump 2, kann dessen „CRISTAL CLEARES“ Wasser bestaunen und hat einen tollen Blick in beide Richtungen über das riesige Kirchenschiff, welches die Form des Salle Chaotique (L: 35m, B: 15m & H: 16m) ist. Einzig über Sump 2 am Südostwärtigen Eck ist die rechteckige Form unsysmetrisch herausgebrochen und folgt etwas dem Verlauf vom Donut Sump. Die herausgebrochenen Versturzfelsen findet man Unterwasser im Donut Sump.

    Blick vom höchsten Punkt der Salle Chaotique zum Pool von S2 (Donut Sump)

    Außerdem befindet sich am höchsten Punkt Richtung 300° ein 1,5m hoher & breiter Gang. Der Gang, der sich nach dem Zustieg links, rechts, links, rechts schlängelt steigt leicht an und mündet in einem großen Raum von ca. 8 x 6 m. Das Besondere ist die Höhe des Raumes. Er ist bis zu 20m hoch und sieht aus wie der Glockenturm zum Kirchenschiff „Salle Chaotique“. Da eine direkte Verbindung besteht, lässt sich anhand der Gasanalyse schließen, dass keine Verbindung zur Oberfläche an der Spitze des Glockenturmes besteht. Auch ein Ausschalten des Lichtes brachte keine Ergebnisse. Zur Zeit der Exploration konnte kein fließendes Wasser zwischen S1 und S2 ausgemacht werden.

    Nur wenn man eine Leiter vom höchsten Punkt zum S2 herab lässt, kann man die 5m hohe Wand mit oder ohne Tauchequipment überwinden und weiter zum Pool von S2 vordringen. Das klare Wasser wird sehr schnell durch das Anlegen der Ausrüstung trüb, erholt sich aber annehmbar wieder schnell. Des Weiteren sollte man auf die scharfkantigen Versturzfelsen im Wasser aufpassen.

    S2 : Donut Sumps

    Verlauf des Donut Sumps inkl. der verlegten Leine. Im Norden die beiden neuen Auftauchstellen

    Nach dem Abtauchen ist man nach ca. 20m am Einstieg zum Donut Sump auf einer Tiefe von 8m. Rechts der Mainleine folgend öffnet sich ein Gang mit ca. 2,5 x 2,5m. Dieser West Gang verläuft quasi in Verlängerung zur Salle Chaotique in Richtung 210°. Leicht Ansteigend zum westlichen Ausstieg von S2 über eine Länge von ca. 40m findet man einige fossile Turmschnecken „Turritellidae.“

    Turmschnecken im Donut Sump

    Es gibt keine Versturzfelsen im gesamten Gang, lediglich ein wenig lehmiger Sand liegt am Grund, so dass im glatten Gang kein Placement der Mainleine möglich ist.

    Beim ansteigenden Ausstieg im Südwesten findet man wieder den ersten Felsen an der die Mainleine befestigt ist. Nachdem Ablegen des Tauchzeuges findet man ein Raum von 10m Tiefe, 6m breite und 3m Höhe. Der Raum ist durch einen in Blickrichtung Süden großen Felsen (2m breit, 1,5m hoch) zu einem 1/4 abgeteilt. Hinter dem Felsen befinden sich am südlichen Ende 2 Tunnel von 1 x 1m, die es definitiv noch zu erkunden gilt. Jedoch lässt sich der Felsen nur mit leichter Ausrüstung überwinden.

    Südwestlich Auftauchstelle des Donut Sumps

    Wenn man sich jetzt Richtung S2 umdreht, wirkt es als ob über dem Pool ein großer Felsen hängt. Durch die seitliche Auswaschung des Ganges hat die flachere Decke darüber eine runde Form. Bei der Erkundung beider Trockenbereiche jenseits S2 war sehr gut ein Wasserrauschen aus Süden zu hören, jedoch war keinerlei Strömung oder Wasserlauf im Donut Sump selber zu vernehmen.

    Blick Richtung Pool des Donut Sump an der südwestllichen Auftauchstelle

    Eine Analyse der Atemluft brachte folgendes Ergebnis:

    • CO: >= 5% (Maximalwert des verwendeten Analysegerät)
    • O2: 14,7%

    !! Achtung: Atemluft in der Salle Chaotique ist toxisch!!

    Der südliche Quergang von Ost – West hat eine leicht gebogene Form, ist 5m breit und maximal 3m hoch. Die Hauptrichtung gem. Tauchgangsverlauf ist 150° und ca. 25m Länge. Der Gang hat das gleiche glatte Erscheinungsbild des Felses wie im Westgang. Etwas Lehm-Sand Gemisch am Grund und helles Karstgestein. Als besonderes Highlight erreicht man nach 2min Tauchstrecke in 3m Tiefe den Ostgang über 2 unterschiedlich große Torbögen. Diese grenzen den südlichen Quergang vom Ostgang ab und werden von Torpfosten geteilt.

    Sicht auf den Torbogen im Verbindungsgang der von Ost nach West führt

    Kurz vor diesen Torbögen befindet sich eine verjüngende Ausbuchtung an der Nord-Ost Ecke des südlichen Ganges. Als Fortsetzung zur Irgendwas kann diese Ausbuchtung ausgeschlossen werden.

    Sicht auf eine Verjüngung ohne Weiterführung im Verbindungsgang

    Der Ausstieg Süd-Ost vom Donut Sump hat etwas steileres Ufer mit nur einem sehr kurzen ebenen Trockenbereich. Hier gibt es 2 „Löcher“, die es mit deutlich leichterer Ausrüstung genauer zu erkunden gilt. Um hier weiter zu kommen, wäre wieder eine schlanke OC Schleifsack Kombination nötig, um entsprechend sicher über die Felsen klettern zu können.

    Bilder aus der Trockenstelle am süd-östlichen Ausgang des Donut Sumps

    Ein Messen der Umgebungsgase ließen die Karstformationen am Grund nicht zu. Aufgefallen ist die gleiche Art des Wasserrauschens, wie im parallelen Ausstieg von S2. Nur etwas leiser. Daraus lassen sich die gleiche Gase schließen, da es vermutlich eine Verbindung gibt. Der Poolgrund hat einige Versturzfelsen am Grund liegen, wovon viele mit Versteinerung durchzogen sind. Insgesamt hat das Gewölbe überm Pool vom Süd-Ost Ausstieg 8m O-W und 4m N-S bei maximal 3m Höhe über Wasser.

    Trockenbereich südöstliche Auftauchstelle

    Auch der ostwärtige Gang de Sumps hat eine glatte Karststruktur in Richtung 210° vom Einstieg aus gesehen. Die südliche Hälfte hat einen ebenen Boden und ist hier ca. 5m breit und 2m hoch. Hier finden sich auch versteinerte Turmschnecken am Boden wieder, welche gefühlt härter sind als das Karst an sich. Im Vergleich zu den vorherigen Gängen gibt es hier eine große längsverlaufende Lehm- Sandbank.

    Markiert mit kleineren Versturzfelsen geht in Richtung Norden der Boden zu einer Rinne über. In diesem Bereich gibt es im Längsverlauf größere Spalten und kreisrunde Löcher in der Decke, die aber ein aufsteigen verhindern. Des Weiteren befindet sich hier auf 7m auch auf der westlichen Seite eine größere Spalte deckenwärts, die maximal mit einem Sidemountsystem betaucht werden kann. Hier verjüngt sich der der östwärtige Gang zu 2 x 2m. Insgesamt hat der Ostgang eine Länge von ca. 40m.

    Bilder aus dem südöstlichen Gang

    Die tiefste Stelle des Donut Sumps befindet sich im Höhlen Knie Nord zum Ost Gang auf 11m. Der nördliche Quergang Ost-West verläuft parallel zum Südgang mit 150° und ca. 25m Länge. Am Höhlen Knie beginnend fühlt sich langsam der Boden mit kleinen Versturzfelsen. Diese Versturzfelsen werden immer größer, je näher man zum Einstieg S1 kommt. Auf den Versturzfelsen liegt sehr feines Sediment, was zu einer schnellen Eintrübung der Sicht führt. Kurz vorm Erreichen des Einstiegpools von S2 ist die Leine mit einem Jump zur Mainleine unterbrochen. Von hier aus lässt sich bereits das Licht des wartenden Oberflächensupporters erkennen.

    In diesem Sinne

    Eure Cavebase

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  • CAVEBASE im Dienste der Wissenschaft – Juni 2018

    Team: Steffen, Zeljka, Max

    Gäste: Marcel, Beatrix, Markus

    Zusammen mit dem DLRG Dillingen und der Hunderettungsstaffel Augsburg haben wir im Zuge einer Doktorarbeit den Versuch gestartet, ob ausgebildete Rettungshunde auch Rebreather Taucher (da keine Blasen) lokalisieren können. Auf zwei unterschiedlichen Tiefen lagen fünf Taucher im Schlamm und haben sich einmal 100 min und einmal 80 min suchen lassen. Beim ersten Spot war nach 10 min ruhigem Daliegen auch ein paar Partien Unterwasser Jenga spielen drin. Beim zweiten Spot war die Sicht mit ca. 20-30 cm dafür nicht mehr geeignet ?. Danke für tolle Unterstützung von Marcel Schüßler, Beatrix Schober und Markus Rauh.

    Wir wünschen Katharina Ciupke für Ihre Doktorarbeit alles Gute und stehen für weitere Einsätze zur Verfügung

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase