Kategorie: Allgemein

  • Cavebase & Friends 2011

    Cavebase & Friends 2011

    Team: Tobi Ziegler, Stefan Bayha, Tibor Czuppon, Peter Gärtner, Marc Grosse, Oli Kurtz, Darko Petkovic und Manu Schoch

    Gäste: Flo Hang, Wilke Reins, Markus Osswald, Carsten Richardt, Holger Scherr, Stefan Moor, Heinke Teichmann, Andreas Voigt, Flo Pirschle, Danny Beiert, Ester Schmidt

    Das schönste und wichtigste ist für uns das gemeinsame Tauchen. Also hatten wir uns dazu entschlossen einen alten Gedanken wieder aufzugreifen und eine kleine Tradition zu gründen. Vor knapp 3 Jahren hatten wir uns als Team ganz unverbindlich am Starnberger See zum Tauchen getroffen und dazu noch ein paar Freunde / Interessenten eingeladen, einige Teamkollegen brachten Ihre Frauen mit. So ein Cavebase and Friends Treffen ist eine gute Gelegenheit sich kennen zu lernen, über und unter Wasser, tauchen und ratschen.

    Tagesprogramm

    So trafen wir uns dieses Jahr am Bodensee. Das Wetter war perfekt, Sonne pur aber nicht zu heiß. Den Preis für die weiteste Anreise bekamen wieder unsere Ostgoten (Mark und Andreas). Mitte September herrscht am Bodensee an allen Tauchplätzen reger Tauchverkehr, es ist nicht ganz einfach an einem Samstag für 10 Autos zeitgleich Parkplätze zu bekommen. Da bleibt eigentlich nur der Baustoff Graf, mit dem riesigen Parkplatz zwischen Baustoffghandel und Therme. Wir hatten uns im Vorfeld darum bemüht, Zutritt zum BAT Gelände zu bekommen. Der Einstieg befindet sich auf einem Privatgelände, den Schlüssel dazu hatten wir vorher geholt, der Verein bekommt bei Schlüsselabgabe noch einen Obulus, den man aber in Anbetracht des sehr komoden Zugangs gern entrichtet.

    Treffpunkt war 10:00 und bis 11:00 sind dann die meisten eingetrudelt. Nach kurzer Begrüßung wurde gleich der Tauchplatz besichtigt und mögliche Tauchziele erklärt. Einige Tauchteams hatten sich schon im Vorfeld verabredet und die entsprechenden Gase mitgebracht und damit zumindest die Tauchtiefe festgelegt. Ein bedauerlicher und nichtbehebbarer Materialausfall zwang einen Taucher in die Position des Oberflächensupports. Damit wechselten einige Teams im Laufe des Vormittags noch mehrfach die Konstellation bezüglich Anzahl an Tauchern.

    So nach und nach bereiteten die einzelnen Teams ihr Equipment vor und brachten Stages, Heiztanks und Scooter ins Wasser. Allen voran das Fototeam (Peter, Manu, Darko, Ester und Danny), mit dem Gedanken: „Mal sehen was die Sicht heute so hergibt?“ Doch bevor es ins Wasser ging, gab es noch konkrete Instuktionen über die einzelnen geplanten „Bildkompositionen“. Beim Abtauchen machte sich bezüglich Sicht ein wenig Zuversicht breit. Auf 20m legten wir dann eine Fotosession ein. Nicht so einfach die 4 Taucher zu dirigieren. Aber es sind ein paar nette Bilder geworden. Auf dem Weg nach oben packte Peter noch einmal die Kamera aus und fotografierte die Taucher noch einmal im Flachwasser, dort war die Sicht ganz ordentlich, die Sonne zauberte ein tolles UW Licht. Nach einer guten Stunde steckten wir wieder die Köpfe aus dem Wasser und waren doch ganz zufrieden mit unserer Fotoperformance, immerhin in dieser Konstellation das erste Mal.

    In der Zwischenzeit waren die tiefen Teams abtauchbereit. Wir konnten grad noch viel Spaß wünschen und schon wirbelten ihre Propeller im Wasser in Richtung Grund. Tobi Z., Oli und Flo Hang waren als gemischtes RB / OC Team unterwegs, bewaffnet mit je einem Scooter (Zeuxo / Cuda) tauchten die drei nach links weg und waren ca. 30min auf 65 – 70m unterwegs. Carsten und Markus hatten ein ähnliches Ziel (Scooter / 70m / 30min GZ). Stefan und Holger vergnügten sích auf 60m. Auch Mark, Andreas, Wilke fanden ein geeignetes Tauchziel. Tibor, Stefan Moor und Heinke kamen etwas später zum Treffen und gingen ins Wasser als die meisten schon wieder aus dem Wasser waren, aber das machte nichts. Wir hatten den Tisch für abends auf 18:30 reserviert, also noch genügend Zeit.

    Bei diesem Wetter war eins klar, ohne Eis in der Stadt fehlt das i-Tüpfelchen. So machten sich die meisten gegen 17:00 zu Fuß auf den Weg, um noch ein Eis zu erstehen. Manu musste leider am Abend wieder in der Klinik arbeiten (Nachtdienst) und verabschiedete sich noch vor dem Eis.

    Abendprogramm

    Um den Abend richtig ausklingen zu lassen und natürlich auch um bei deftigen Essen die Reserven wieder aufzufüllen, hatten wir im Sternen in Unteruhldingen-Mühlhofen einen Tisch reserviert. Dort konnten wir noch ausgelassen weiter ratschen, coole Geschichten erzählen und Pläne schmieden. Gegen 22:00 machte sich eine allgemeine Aufbruchstimmung breit. Jeder hatte noch ein paar Kilometer zu fahren. Und wie immer, wenns am schönsten ist …….. sollte man Pläne fürs nächste mal machen.

    Die Ostgoten bekamen bei Manu und Peter ein Plätzchen zum übernachten, um dann am nächsten Morgen gleich um 7:00 auf der Straße zu sein. Somit bekommen die beiden auch den Preis für späteste Ankunft zu Hause.

    Fazit

    Wir können auf ein gelungenes Treffen in sehr lockerer und entspannter Atmosphäre zurück blicken, bei dem Jeder tauchen konnte worauf er / sie Lust hatte. Es gab für jeden Geschmack und Einsatzbereich einen Tauchpartner aus dem Team, egal ob tief oder flach, kurze oder längere Tauchzeit, mit Scooter oder zu Fuß, Easy going blubbern oder Arbeitstauchgang (Fotosession), meistens OC und RB Taucher im Team gemischt. Und das wichtigste: wir hatten alle unseren SPASS!

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • RB – Workshop und Training

    RB – Workshop und Training

    Team: Roland Kring, Peter Gärtner, Manu Schoch, Stefan Bayha, Tim Löffler, Oli Kurtz,  Marc Grosse, Tobi Ziegler, Tibor Czuppon, Manuel Fiore, Fred Petzinger, Günther Kirschner, Michael Winter

    Nachdem wir uns bereits am Wochenende vom  8. – 10. Januar am Bodensee getroffen hatten um unsere Aktivitäten für das Jahr 2010 zu planen, stand nun Punkt Nr.1, ein RB-Workshop mit praktischem Training auf dem Programm.

    Ziel war neben der Ausarbeitung eines gemeinsamen Standards für unserer RB-Taucher, auch eine Einführung und Training der OC-ler in die Welt des Kreiselns. Nicht zu vergessen natürlich der Spaßfaktor, welcher bei uns generell sehr hoch im Kurs steht : )
    Das Training sollte einen Workshop Charakter  haben – deshalb hatte sich nicht nur Peter als „Workshopleiter“, sondern auch alle Teilnehmer mit einem Beitrag auf den Workshop vorbereitet, den sie dann auch selber vorstellten.

    1. Tag

    Wir trafen uns am Samstag den 5.2 in Böblingen, wo uns Peter einen Schulungsraum organisiert hat. Obwohl einige eine doch sehr lange Anreise hatten, konnten wir pünktlich um 9:30 Uhr mit dem ersten Punkt der Agenda beginnen:

    Allgemeines HALLO, das letzte Treffen war zwar noch nicht lange her, aber dennoch gab es erstmal jede Menge zu ratschen!

    Nachdem wir noch schnell die Eckpunkte für den heutigen Tag vereinbart hatten, um am Abend auch pünktlich im Schwimmbad zum praktischen Teil  des Wochenendes zu sein, starteten Tobi Z. und Peter auch schon mit dem Workshop. Natürlich haben auch die Kreisel eine Geschichte auf die zunächst etwas eingegangen wurde.

    Ein aktueller Dauerbrenner im Bereich des technischen Tauchens ist ja die Diskussion der Vor- und Nachteile der unterschiedlichen RB-Konzepte wie PSCR, MCCR, ECCR usw. was auch in unserem Workshop nicht fehlen durfte. Hierbei sei gesagt, dass der PSCR nach wie vor der Standard im Team CAVEBASE ist.

    Der Aufbau und die Funktionsweise des PSCR Stand als nächstes auf der Liste. Hier wurde neben den unterschiedlichen PSCR-Typen die möglichen Fehler im Detail besprochen. Der Fokus lag  neben den Fehlern und deren Ursachen, auch ganz klar auf der Vermeidung bzw. frühzeitigen Erkennung von Defekten. Welche Checks sind notwendig um die Funktion des Rebreathers sicher zu stellen (beim Zusammenbau, im Wasser, was kann ich als OC-ler erkennen). Hierzu gab es dann  noch von Roland und Peter Checklisten, welche wir für unser Team als Standard definiert haben.

    Da wir in der glücklichen Lage sind, in unseren Reihen eine nahezu vollständige Doktorin zu haben, bekamen wir noch einen Exkurs in die Themen Physiologie und Medizin. Auf die Punkte Hyperkapnie und Hypoxie sind wir dann während des Trainings noch näher eingegangen.

    Bevor es ab Richtung Schwimmbad ging, gab es nun noch von Roland eine praktische Einweisung im Zusammenbau eines PSCR.

    In Water Session → Connections die Stefan hat, durften wir den ganzen Abend alleine und ungestört das Schwimmbad in Bietigheim nutzen. Ab 19 Uhr durften wir unser Equipment ans Wasser tragen und begannen mit dem Aufbau. Vielen Dank noch einmal an den TSC Bietigheim!

    Im Hallenbad gingen dann zunächst alle die Checklisten und Prozeduren durch. Dabei war einem erfahrenen RB Taucher immer ein OC-ler oder RB-Beginner zugeteilt. Diesem wurden dann die Prozeduren in Präsentationsqualität vorgeführt und erklärt. So profitierten alle gleichermaßen vom ersten Teil der Poolsession – die einen lernten etwas neues, die anderen konnten am Feintuning ihrer Skills arbeiten.
    Im zweiten Teil galt es dann den Hypoxie- und Hyperkapnietest zu absolvieren. Für den einen oder anderen war da sicherlich ein Augenöffner für die Symptome dabei. Beide Tests wurden in milden Formen durchgeführt, um die Symptome schön nacheinander „genießen“ zu können. Gerade nach dem Hypoxietest waren die blauen Lippen und Tellergroßen Pupillen klar erkennbar. Aber im Wasser sind bei der Hypoxie die Symptome an sich selber nicht einfach erkennbar, deswegen haben einige, nach einer angemessenen Pause, den Test wiederholt. Jetzt, mit geschärften Sinnen hat aber jeder die Symptome an sich bemerkt.

    Auch der relativ milde Hyperkapnietest war ein Erlebnis: Es ist fast unglaublich, wie leicht man die Kiste überatmen kann und wie schnell die Atmung dann außer Kontrolle gerät.
    Es war bei beiden Tests ein beruhigendes Gefühl, einen Rettungsassistenten und eine fast vollständig ausgebildete Ärztin mit Intensiverfahrung dabei gehabt zu haben! Denn trotz dass alle Tests mit grösst möglicher Sicherheit und nur unter doppelter direkter Überwachung durchgeführt wurden, reagiert jeder Organismus anders. Und so konnten wir sicher sein, das menschenmögliche getan zu haben, um Unfälle zu verhindern.

    Diese Test sollten eigentlich für jeden PSCR-Taucher Pflicht sein – schließlich geht gerade von der Hypoxie die größte Gefahr im Gerät aus. Trotzdem sei von einer Nachahmung ohne Überwachung von Personen, die Wissen um was es geht, deutlichst abgeraten!
    Zuletzt gab es für einige noch-OC-ler die Gelegenheit, sich mit dem RB-Virus zu infizieren – glückliche Gesichter waren das Ergebnis. Eigentlich gemein – das RB-Schnuppertauchen hat was von anfixen!

    Nach einem erfolgreichen, sehr interessanten und anstrengenden Tag mit, hier kann ich nur für mich sprechen, genialen Eindrücken, hatten wir nur noch ein gemeinsames Ziel → Nahrungsaufnahme 🙂

    Nach dem gemeinsamen Mahl beim Schotten teilten wir uns auf, ein Teil ging mit zu Stefan und die der Rest zu Manu und Peter die uns Asyl in Ihrem Hexenhäuschen gewährten (vielen Dank noch mal an euch zwei!!!). Dort ließen wir den Tag noch bis in die frühen Morgenstunden ausklingen.

    2. Tag

    Da wir uns noch einiges an Programm für den Sonntag vorgenommen hatten, begannen wir den Tag mit einem ausgiebigen WEISSWERSCHD-FRÜHSTÜCK bei Manu und Peter. Fast pünktlich um 9 Uhr landete die erste Wurst im Topf, und wir konnten gegen 10.30 Uhr mit dem Programm beginnen.

    Neben den restlichen Ausrüstungsthemen wie Schlauchführung, Mundstück, allgemeine Konfiguration und der Switchblock führten wir im Zusammenhang mit dem Debriefing der IW Session eine durch Peter geführte Risikoanalyse durch – mit der Klarheit des Ergebnisses hätte so wahrscheinlich keiner der Teilnehmer gerechnet.

    Darauf aufbauend sahen wir noch mal unsere Prozeduren und Checklisten durch und nahmen daran noch Feinabstimmungen vor.

    Die Diskussion über Bailoutplanung und Dekompression im RB mit Roland bildete den Abschluss des offiziellen Programms.

    Das Ende des anstrengenden, lehrreichen und trotzdem extrem spaßigen Workshops gegen 15.00 Uhr bildete die Feedbackrunde, die natürlich nicht fehlen durfte.

    Fazit

    Neben den ganzen inhaltlichen Themen, die die Effektivität und Sicherheit des Teams erhöht haben, zeigt sich wieder: Tauchen muss Spaß machen! Denn anders sind die Motivation und der Einsatz jedes Einzelnen auf Dauer nicht auf einem Level zu halten, der die Durchführung komplexer Höhlentauchprojekte erfordert. Und der Spaß kam, so viel ist sicher, nicht zu kurz! Wir freuen uns darauf, das Gelernte gemeinsam umzusetzen, sobald der Winter Europa den Rücken gekehrt hat!

    In diesem Sinne,

    Eure  Cavebase

  • Molnar Janos – 2010

    Molnar Janos – 2010

    Team: Peter Gärtner & Manu Schoch, Clemens Schützenhofer, Oliver Ferner-Prantner, Jozsef Spanyol

    Ein langersehnter Traum, die Betauchung der Molnar Janos in Budapest geht in Erfüllung. Wir folgten einer Einladung von Clemenzo aus dem Team DIR-Austria. Clemenzo unterhält sehr gute Kontakte zu Jozsef Spanyol, einem der Explorationstaucher in der Molnar Janos, und hatte sich um die Organisation in Budapest gekümmert.

    Der erste gemeinsame Treffpunkt mit unseren österreichischen Freunden war in Wien, im DIR-Austria Hauptquartier. Ab hier ging die Fahrt dann gemeinsam weiter nach Budapest. Zum Glück, denn die Karten unseres Navigationssystems endeten in Österreich. Nach insgesamt 10 Stunden Autofahrt gab es noch ein Bierchen im Hotel und dann ging es ab ins Nest. Der nächste Tag sollte aufregend werden.

    Am nächsten Morgen wurden wir nach dem Frühstück im Hotel von Joszef abgeholt und fuhren gemeinsam quer durch die Stadt zur Molnar Janos, diese liegt direkt gegenüber einer U-Bahn Haltestelle.

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    Der Eingang ist ganz hinter einem riesigen Eisentor verborgen. Niemand würde vermuten, dass hinter diesen Mauern schwarze Froschmänner in den warmen Fluten unterirdischer Gänge verschwinden.
    Vor Ort war bereits viel los, mehrere Gruppen bereiteten sich zum Tauchen vor und sortierten ihr Gerödel. Als erstes bekamen wir eine ausführliche Besichtigung der Lokalität inklusive dem privaten Termalbecken. Zusätzlich erhielten wir noch die Einweihung in das Geheimnis des berühmten „Rubberboat-riding“. Auf dem Gelände befinden sich noch die Überreste eines alten Türkischen Bades, welches auch gleich als Umkleide benutzt wird.

    Wir hatten uns einen ausgedehnten Tauchgang zum Kennenlernen und eventuell zum Fotografieren vorgenommen, geplante 3 – 4 Stunden. Wir waren alles Taucher mit Rebreather (Typ: AH1 und RB 100). Unser Tauchgang sollte uns einmal quer durch einen großen Teil des Systems führen.

    In Ruhe bauten wir unsere Geräte zusammen, ließen Scooter und Stages zu Wasser und stiegen die bereits von vielen Bildern bekannten Stufen hinab ins Wasser. Der Einstieg ist sehr schmal, eher wie eine Vertikalkluft und ging runter bis auf 4m. Der Gang verlief weiterhin schmal und etwas labyrinthisch bis zum ersten größeren Raum auf 14m. Dann begann unser mittelkomplexer Plan.

    Vor … 6m Gas abwerfen … zurück … Scooter aufnehmen … rechts weg …. 21m Gas ablegen … zurück und dann links. Jedenfalls so in etwa …………

    Danach begann der eigentliche Tauchgang. Wir glitten durch das mollig warme Wasser (18°C auf 50m und 28°C auf 6m), was für ein Unterschied zu unseren letzten Tauchgängen in deutschen Gewässern. Die Passagen zwischen den einzelnen Teilsystemen wurden gescootert, den Großteil des Tauchgangs erkundeten wir aber zu Fuß. Leider hatten wir etwas Pech und unser Besuch kollidierte mit intensiven Grabungsarbeiten. Dadurch war die Sicht zumeist schlecht bei unter 5m. Die Grabungen sollen eine Verbindung zwischen den einzelnen Gangsystemen schaffen. Etwas besser wurde es in der 50m Kammer und im Nordöstlichen Teil des Systems, dort erwarteten uns Sichtweiten von 10 – 15m.

    Es war ein toller und erlebnisreicher Tag, dieser Tauchgang steht schon sehr lange ganz oben auf der Wunschliste. Gemeinsam ließen wir den Abend ausklingen bei lecker „running Sushi buffet“.
    Am Sonntagmorgen begaben wir uns wieder auf unsere 10 stündige Heimfahrt. Diese lange Reise für einen einzigen Tauchgang hatte sich voll gelohnt und war die perfekte Ablenkung vor Manu’s schriftlicher Staatsexamensprüfung (die am nächsten Tag stattfand).
    Das nächste Mal nehmen wir 1-2 Tage mehr Zeit mit, um auch die Stadt Budapest zu erkunden.

    Ein Dank an dieser Stelle noch mal an Clemenzo, Jozsef und Oliver für dieses unvergessliche Erlebnis.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

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  • Grube Christine

    Grube Christine

    Ursprünglich wollten wir im November noch einmal ins Lot starten: Etwas Sonne genießen und Fotografieren war der eigentliche Plan. Doch im Lot gab es Regen satt, wie uns Oli und Tim – sie waren live vor Ort – berichten konnten. Also haben wir Höhe Besancon umdisponiert, waren noch kurz Käse, Wein und Baguette bunkern und sind dann wieder in Richtung Deutschland gefahren.

    Um nicht ganz unverrichteter Dinge nach Hause fahren zu müssen, haben bei Oliver Hecht angerufen und einen Besuch bei Ihm und im Bergwerk Christine abgeklärt. Zum Glück war eine Ferienwohnung frei und Oliver war so spontan, uns das Tauchen so kurzfristig zu ermöglichen. Als wir abends am Quartier ankamen, steckte, wie vorher besprochen, der Schlüssel in der Türe und wir konnten uns einrichten. Nicht viel später kam auch Oliver vorbei und wir haben den Ablauf des Tauchens mit ihm besprochen. Da wir beide Cave 2 zertifiziert sind, stand einem schönen Tauchgang am nächsten Tag in der Christine nichts im Wege! Also wurde der romantische Ofen befeuert, etwas gekocht, die Füße hochgelegt und wir sind, etwas geschafft von der Fahrt, schnell eingeschlafen.
    Am nächsten Morgen nach dem Frühstück trafen wir uns mit Oliver und er hat uns den Weg zur Grube gezeigt. Glücklicher Weise waren wir hier die einzigen Taucher an diesem Tag und so konnten wir die Rödeltische für uns alleine nützen.

    Von Oliver nochmals sensibilisiert, sind wir mit äußerster Vorsicht ins Wasser gestiegen, um uns nicht selber die Sicht zu versauen. Nach dem obligatorischen Check glitten wir den Bremsberg hinunter und ließen den Schiefergang auf uns wirken: Obwohl die Sicht mit ca. 10m gut war, scheint der dunkle Schiefer das Licht geradezu aufzusaugen. Zusammen mit den nicht sehr großen Dimensionen der Gänge und gedrungenen Decken dieses Bergwerks, ergibt sich eine leicht bedrückende Stimmung. Und auch wenn die Rebreather im Vergleich zum offenem Gerät wesentlich weniger Gas ans Wasser abgeben, reichte das schon, um durch Perlokation die Sicht weiter einzutrüben: Ein feiner weißer Schleier sank von der Decke herab. Deshalb gingen wir für unsere Fotosession wie folgt vor: Vorne schwamm Peter als Fotograf, dahinter Manu als Model. Kam eine interessante Stelle in Sicht, schwamm Peter im Boden darum herum, zeigte dabei Manu schon an, wie sie sich positionieren sollte, um sie dann nach einer Drehung von 180° zu fotografieren.

    Doch schon nach wenigen Fotos an einer Stelle trübte die Sicht ein, und es musste weiter gehen. Schön zu sehen waren auch Schichtungen, die durch schwebende Staubschichten im Wasser entstehen. Die von den Bergarbeitern zurück gelassenen Artefakte wie Röhren, Schilder und Werkzeuge geben dem Bergwerk etwas Spukhaftes. Zum Teil sind Details so gut erhalten, dass man in den Stiefelabdrücken im Lehm noch den Nagelbesatzsatz der Sohlen erkennen kann!

    Bei unserem ersten Besuch in der Christine haben wir uns in Ruhe auf der ersten Sohle umgesehen, sind aber nicht den 2. Bremsberg hinunter getaucht, sondern lieber ein ganzes Stück weiter den Gleisen auf der ersten Sohle gefolgt. Das nächste Mal nehmen wir uns dann den tieferen Teil vor.

    Nach einem zünftigen Abendessen – Peter war an diesem Abend der Maitre de Cuisine – und einem Glas französischem Rotwein sowie Käse, haben wir noch die Fotos begutachtet und eine erste Selektion vorgenommen.

    Der nächsten Morgen begann mit einer schlechten Nachricht: Peter war wohl etwas nachlässig mit dem Schutz der Ohren gewesen: jedenfalls war kein Druckausgleich möglich. So mussten wir den geplanten Tauchgang in der Grube Willingen ausfallen lassen und sind direkt nach Hause gefahren.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Fotokurs mit JP Bresser

    Fotokurs mit JP Bresser

    Nachdem wir uns schon seit einiger Zeit relativ erfolglos bemühen, die Eindrücke unserer Höhlentauchgänge auf Bildern festzuhalten, entschlossen wir uns spontan das Angebot von JP Bresser anzunehmen und uns von ihm in die Welt der Unterwasserfotografie einweisen zu lassen.

    Wir waren in der Moulin de Lantouy im alten Mühlhaus untergebracht und teilten uns das idyllische Anwesen ausschließlich mit Höhlentauchern: Kursteilnehmer eines Cave 1 Kurses bei Tom Karch. und einer Gruppe höhlentauchernder Nordlichter. Da die Höhlentauchszene klein ist, trafen wir dort viele alte Bekannte. Für uns selbst war es das erste Mal, dass wir den Charme dieser alten Mühle genießen konnten.

    1.Tag: Ressel, Foto Ist-Zustand

    Der Treffpunkt an diesem Morgen war direkt an der Ressel und der Tag begann in aller Frühe mit einer Vorstellung der Teilnehmer und deren Equipment am Ufer der Cele. Dann wurde das Konzept dieses Workshops vorgestellt: Für jeden Tag würde JP eine andere Aufgabe formulieren, die wir fotografisch lösen sollten. Die drei besten Fotos jedes Fotografen sollten dann am Abend in gemeinsamer Runde besprochen werden. Der Fokus wurde für jeden Tag auf etwas anders gelegt – anfangs sollte die Optimierung des Equipments im Vordergrund stehen, gegen Ende mehr die Verbesserung der Bildkomposition. Wobei die Themen fließend ineinander übergingen und je nach Stärken und Schwächen jedes einzelnen diskutiert wurden. Neben den In-Water-Sessions waren jeden Tag 1 – 2 Einheiten angesetzt, in denen uns die Theorie zum Thema des Tages lebendig vermittelt wurde.

    Die Aufgabe für den 1.Tag klang einfach: Macht ein Bild, mit dem Ihr einem Nicht-Höhlentaucher die Faszination des Höhlentauchens erklären könnt. Nach einer guten Stunde Tauchzeit trafen sich die Gruppen wieder am Ufer und nach einer Pause ging es wieder ins Wasser, dieses Mal mit vertauschten Rollen; die Fotografen des ersten Tauchgangs wurden zu den Models und umgekehrt. Dem zweiten Tauchgang folgte das Belegen unserer Unterkünfte, der Kompressor wurde angeworfen, die Bilder runtergeladen. JP und AM hatten an diesem Abend die Kochmütze auf und zauberten äußerst leckere Entenbrust mit Pasta und Salat. Nach dem opulenten Mahl trafen wir uns im Wohnzimmer und jeder präsentierte seine drei besten Bilder. Diese Auswahl wurde von allen gemeinsam besprochen und schon hier zeigte sich, dass die Startbedingungen für den Kurs sehr unterschiedlich waren: Igor und Matej hatten klar die besten Bilder geschossen, wir (Manu und Peter) sowie Cas hatten noch  mit der Ausrüstung zu kämpfen.

    2. Tag: Ressel, Covershot

    Da es am vorherigen Abend recht spät geworden war, starteten wir entspannt in den Tag und nach dem Frühstück wurde im Haus zunächst einmal die Ausrüstung optimiert. Es ist wirklich unglaublich, wie leicht man sich das Leben machen kann mit den richtigen Tricks und Kniffen!

    Nach der Ausrüstungsbastelstunde ging es wiederum an die Ressel, dort war mittlerweile die Hölle los: Es standen sicher 10 Fahrzeuge am Straßenrand. Die Aufgabe für den zweiten Tag lautete: Macht einen Covershot, der auf der die Titelseite eines Tauchmagazins passen würde. JP erklärte uns, worauf es ankommt (z.B. ausreichend Platz für Titel und Überschriften) und wir konnten uns überlegen, wo wir jeweils unseren Covershot machen wollten und das Model dementsprechend briefen.
    Da wir vereinbart hatten, die Kochmützen jeden Abend an eine andere Nation weiterzureichen, bereiteten Igor und Matej aus Slowenien das Abendessen vor. Neben der leckeren Gemüsepasta blieb auch der Nachtisch in Erinnerung: Eine slowenischer Kuchenspezialität (Name leider vergessen): Äußerst lecker, aber: A Moment on your lips, a lifetime on your hips… Die reine Sünde! J

    3. Tag: Doux de Coly, Taucherteam mit Scootern

    Heute ging es früher los als die beiden vorherigen Tage, da wir eine längere Fahrt vor uns hatten. JP hatte eine Genehmigung für das Tauchen in der Coly bereits im Vorfeld organisiert und auch den Schlüssel für das Gitter dabei. Nach einer guten Stunde Fahrzeit und dem Einsammeln verloren gegangener Schäfchen, konnten wir bequem unser Equipment vorbereiten und uns an die Umsetzung der Tagesaufgabe machen: Das Fotografieren und anleiten von 2 Models mit Scootern. AM und JP stellten sich uns als Models zur Verfügung und brachten dafür Ihre Scooter ins Wasser. Wir legten die Reihenfolge der Fotosessions der einzelnen Fotografen fest und stimmten die jeweiligen Sessions mit den Models ab. Leider hatten wir beide an diesem Tag etwas mit der Kamera zukämpfen, sodass überhaupt nur ein Bild herausgekommen ist, das auch nicht der Reißer ist. So schade das auch war, haben wir an diesem Tag abends am Küchentisch viel über die Kamera gelernt… J

    An diesem Abend waren wir mit dem Kochen an der Reihe. Wir hatten schwäbische Küche versprochen und bereits am Abend vorher alles für den schwäbischen Kartoffelsalat vorbereitet. Dazu gab es Maultaschen und, wer mochte, geschmälzte Zwiebeln obendrauf. Auch wenn zuerst die Überraschung groß war, wollten alle die „echte“ schwäbische Version des Gerichts probieren: Zuerst Kartoffelsalat in den Suppenteller, dann die Maultaschen mit der Brühe darüber, dazu Zwiebeln und nach Geschmack mit Essig abschmecken. Die Skepsis wich gefräßiger Stille. Und der Schwabenvirus war gepflanzt… Als Dessert hatten wir frische Feigen „organisiert“, die wir zusammen mit Ziegenkäse servierten. Der Abend wurde wieder zur Bilddiskussion genutzt und ging bis in die Nacht.

    4. Tag Landenouse, Taucher bei der Arbeit

    Da wir es von unserer Unterkunft nur 7 Minuten zur Landenouse hatten, konnten wir etwas gemütlicher als die Tage zuvor in den Tag starten. Die Aufgabe für den Tag war, einen Taucher bei der Arbeit abzulichten. Dank Matejs und Igors Seilkenntnissen war das Equipment schell im Pool und die Teams konnten loslegen. Da die Sicht nicht besonders gut war, kam uns die Aufgabenstellung sehr entgegen. In der Pause zwischen Tauchgängen kam noch ein Vorauskommando einer deutschen Höhlentauchgruppe vorbei, die sich dann aber dagegen entschied, auch noch in die Landenouse einzusteigen. Zusammen mit uns 7 Tauchern wäre es einfach zu voll geworden. Danke für die Rücksicht!

    Abends haben dann Cas und Sophie unseren Gaumen mit Huhn und Gemüsepfanne verwöhnt (NO HERINGS!). Den Abschluss der Gaumenfreuden bildeten feinster französischer Käse und Obst. In der Abendsession nach dem Essen ging es um digitale Bildbearbeitung durch Photoshop. Auch hier ist es erstaunlich, wie viel man durch ein paar Mausklicks noch herausholen kann und wie schmal der Grat zwischen gut und zu viel ist.

    Resümee

    Der Fotoworkshop bei JP war sein Geld absolut wert, da waren sich alle einig. Wir haben als Fotografieranfänger extrem viel dazugelernt. Da die Lernkurve extrem steil war, haben wir einiges an Zeit eingespart, die man beim Lernen aus Fehlern benötigen würde. Auch die Bilder der „Profis“ Igor und Matej sind noch einmal ein ganzes Stück besser geworden.

    Neben dem Inhaltlichen des Kurses hat es Spaß gemacht, wie unglaublich schnell aus Fremden eine Gruppe geworden ist, die ein gemeinsames Ziel verfolgt: Das Fotografieren zu verbessern. Und ebenso hat sich wieder einmal ein Hauptvorteil des Tauchens nach dem DIR-Prinzip gezeigt: Im Prinzip können Fremde sofort miteinander Höhlentauchgänge mit komplexen Aufgaben absolvieren, da Abläufe und Ausrüstung standardisiert sind und sich somit kein unnötiger Reibungsverlust ergibt.

    Urlaubstauchtage 30.09. – 04.10.2009

    Die anderen Workshopteilnehmer mussten leider wieder nach Hause, uns blieben noch ein paar Tage zum Tauchen und fotografieren.

    5. Tag Cabouy, Traverse Cabouy zur Poumayssen

    Zusammen mit JP und Annmarie fuhren wir an die Cabouy um ein bissl zu scootern. Die Sicht war exzellent, das wurde uns auch schon mehrfach berichtet. Unser Ziel war die Traverse Cabouy zur Poumayssen (und zurück). Die Leinensituation war sehr gut, wir hatten sie etwas chaotischer in Erinnerung. Auffällig waren die vielen T’s und Jumps bis zur Poumayssen. Während dieses Tg’s hätte Peter fast die Beißwarze seines Mundstücks verschluckt. Aber wozu hat man ein Ersatzmundstück dabei? Also g’schwind unterwasser gewechselt.

    Zur Abwechslung gönnten wir uns am Abend einen Ausflug nach Cajarc und fanden in der Altstadt direkt auf dem Marktplatz ein schönes Restaurant um zu Abend zu essen.

    6. Tag Ressel, Noch mal Fotos

    Sehr zu unserer Freude hatte JP uns angeboten, mit seiner Kamera ins Wasser zu springen und das bisher gelernte anzuwenden und zu vertiefen. Für uns war das eine sehr gute Wiederholung. Und ganz klar … da muss noch kräftig geübt werden. Dazu eignete sich am besten die Ressel. So konnten wir unsere Fortschritte am besten vergleichen. Wir hatten uns einiges vorgenommen: Noch mal Bilder mit Arbeitsgerät, mit Scooter, Wechsel zwischen Model und Fotograf, damit jeder alles gemacht hat. Den Abend konnten wir in unserer Küche bei letzten gemeinsamen Kochen nutzen, um ein paar Bilder zu zeigen und letzte Fragen zu stellen. Das nenne ich eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Damit ließen wir eine sehr angenehme und anregende Woche voller Bilder in digitaler und emotionaler Form ausklingen.

    7. Tag Ressel, Deep loop

    Am letzten Tauchtag dieser Frankreichtour hatten wir uns den Deep Loop in der Ressel vorgenommen. Um den besten Parkplatz zu bekommen starteten wir ganz zeitig am Morgen. Diese Woche machten wir die Erfahrung, dass nach 10:00 kein Parkplatz mehr zu haben war. Aber dieses Mal hatten wir Glück, wir waren ganz allein mit unserem ganzen Geraffel. In Ruhe bereiteten wir alles vor. Richteten die Kreisel, ließen die Scooter zu Wasser und warfen gefühlte 20 Stages  😉 in den Fluß.
    Die Sicht betrug im vorderen Teil nur 3-5m, ab dem Schacht dann ca. 7m und dann im tiefen Teil ab dem 3.T ca. 15-20m. Wir hatten uns dieses Jahr schon 2x den tieferen Teil in der Ressel angesehen. Bisher aber immer an der Hauptleine. Am 4. T bogen wir dann in den Loop ab. Interessant war die Veränderung der Gesteinsformationen, nicht wie im vorderen Teil große Platten mit glatt geschliffenen Wänden. Hier wirkte das Gestein wie zerfressen und angelöst mit bizarren Formationen. Das nächste Mal müssen wir unbedingt die Fotokamera mitnehmen.

    Profil unseres Tauchgangs durch den Deep Loop.Verwendete Gase im Rebreather: 15/55, 35/35, 50/25 und Sauerstoff.

    Am Abend wehte der Duft eines Currys durch die Mühle und wir hatten genügend Mitesser am Tisch.

    8.Tag: Comb Negre ohne tauchen

    Der letzte Tag wurde zum Scouten einer weiteren Höhle genutzt. Wir machten uns auf den Weg zur Comb Negre. Der Einstieg ist am Flussufer der Dordogne. Der Weg dorthin geht durch den Fluss, sodass wir erstmal Schuhe und Socken ausziehen mussten und nur knietief watend zum Höhleneingang gelangten: Vom Fluss aus sieht man schon mehrere kleine röhrenförmige Öffnungen. Der Einstieg ist klein und die Höhle besteht aus einer Anreihung von Tauch- und Trockenabschnitten. Eines ist klar: Da müssen wir mal mit kleinem Gerät vorbeikommen!

    Der Rest des Tages wurde zum Packen genutzt. Ein paar gute Freunde aus Pirna waren in der Zwischenzeit auch schon angekommen. Welch ein HALLO!!! Am Abend wurde zum Abschluss zünftig gegrillt.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Besuch bei Suex

    Besuch bei Suex

    Am Samstag den 20.12.08 fuhr ich mit Jacqueline und Clemenzo, von der DIR-Austria, zu Alessandro Fenu nach Villorba, Italien. Zum einen wollte ich die Firma im Detail kennenlernen wo die Scooter hergestellt werden und zum anderen nahm ich die bestellten 5 Magnum (SLA42) Scooter nach Deutschland mit.

    Mit der jetztigen Bestellung sind es genau 16 Suex Scooter die über die Cavebase, bzw. Clemenzo organisiert wurden. Wir haben die Suex Scooter jetzt seit gut 1,5 Jahren im Einsatz und haben bis jetzt noch keinen einzigen Ausfall oder sonstige Beanstandungen melden müssen. Somit ist der überwiegende Teil von uns jetzt mit den Suex unterwegs. Die restlichen Scooter vom Team sind Gavins od. Eigenbauten…. und ja, einen Aquazepp haben wir auch noch 😉

    Bei der Anfahrt nach Italien ging es schon in Österreich gut los 🙂 Hier standen wie erst mal ne gute Zeit auf der Autobahn rum und warteten bis eine Lawine neben der Strasse gesprengt wurde!

     http://www.cavebase.de

    Wir wollten anschliesend noch einen Höhlentauchgang in der Fontanazzi machen, jedoch waren die Bedingungen leider äusserst schlecht, sodas wir gleich die Heimreise angetreten haben :-(.

    Alessandro, wir sehen und bei der nächsten Order 🙂

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Wrack der Josefine

    Wrack der Josefine

    Team: Tibor, Tim, Tobi, Oli, Roland, Robin, Michi Winter, Günther

    Am 19.01.2008 haben wir uns erneut am Starnberger See getroffen um einige organisatorische Dinge zu besprechen, aber um vor allem einen entspannten Teamtauchgang zu machen.

    So sind Oli und Tim diesmal mit dabei gewesen, um das Wrack der Josefine zu betauchen. Stefan, Roland und Robin waren am 23.12.07 schon bei dem Schiffchen. Oli wollte die Kiste unbedingt noch mal angreifen, nachdem sich beim letzten Mal eine Armmanschette verabschiedet hat und den Trocki etwas geflutet hat.

    Die Josefine ist ein altes Holzboot von etwa 20 m Länge welches ursprünglich zum Transport von Schiefer verwendet wurde. Es liegt inmitten des Starnberger Sees auf einer Tiefe von 87 m. Man muss im Freiwasser etliche Minuten von der Steilwand am Grund entlang scootern, um zu dem Wrack zu gelangen. Viele haben sich hier schon vertaucht und haben dann von 90 m einen entsprechenden Freiwasseraufstieg hingelegt. Leider gab es hier auch bereits einen tödlichen Unfall.

    Oli und Tim sind Open Circuit mit 2 x 80 cf Bottommix Stages mit einem Trimix 12/65 sowie 3 Dekogasen (O2, 50/25, 35/35) getaucht. Roland und Robin waren mit den RB 80 und jeweils einer 80 cf Trimixstage 12/65 und 3 Dekogasen (wie oben) sowie jeweils einer Heizröhre unterwegs. Jeder führte noch einen Scooter mit sich, da wir erstmal gut 22 Minuten im Freiwasser scootern mussten.

    Robin, Oli und Tim waren mit Gavins unterwegs, Roland scooterte mit einem Suex ADV 42.

    Es ist im übrigen schlichtweg ein Ammenmärchen das man die Injektoren des RB aufgrund des angeblich viel lauteren Motorengeräusches des Suex nicht hört. Ich habe Rolands Injektoren einwandfrei gehört (mit 2 Kopfhauben) und das selbstverständlich während wir auf dem Trigger waren. Aber eine akustische Kontrolle des RB’s ist die eine Sache, die visuelle Inspektion durch den Tauchpartner und Monitoring des Gasflusses (Counterlung Dump Valve)die andere Sache.

    Tibor und Tobi haben dem Elektroboot an der Steilwand bei der Seeburg auf 63 m einen Besuch angestattet.

    Wir machten so etwa 15 min Grundzeit und waren nach etwa 130 min wieder aus dem Wasser. Von der Wasserwacht spart man bestimmt gut 20 min, leider ist da aber im Winter Tauchverbot.

    Den Tag ließen wir wie sonst auch im Mantal bei einer zünftigen Brotzeit und einem/mehrerer Weißbier(e) ausklingen.

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • RB Training 07/2008

    RB Training 07/2008

    Teilnehmer: Robin, Roland, Markus, Albert, Christian, Alex

    Im Juni hatten wir uns am Starnberger See für einige Übungen und Test´s mit den RB´s getroffen.
    Im Hauptsächlichen ging es um das Doppel RB-Rigg. Der erste Test TG (Roland und Robin) ging gleich mal auf 90m Tiefe Richtung Josefine (Wrack). Im Anschluss an die Bilder vom Starnberger sind noch ein paar Bilder vom Trainingstag am Matschelsee.

     http://www.cavebase.de

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Walchensee, Cavebase Treffen – 2008

    Walchensee, Cavebase Treffen – 2008

    Teilnehmer: Roland, Robin, Marc, Arne, Peter, Manu, Stefan, Tim, Jacqueline, Zoé, Antje, Albert

    Am 27.06. kamen gegen 14:00 Uhr Tim und Robin zum Roland um im Starnberger See eine „Einweisung“ bzw. ein Rebreather Training für Tim zu geben.

    Wir sind mit EAN50 an der Wasserwacht in Allmanshausen im Starnberger See ein paar Stunden im Wasser gewesen um uns dann anschliesend mit Marc, Antje und Arne am Kochelsee zu treffen. In einer Wirtschaft am Kochelsee noch mal was anständiges Essen und gleich weiter zum Walchensee zur unserer Unterkunft. Wie immer wenn wir am Walchensee sind, sind wir bei Conny untergebracht.

    Am nächsten Morgen gings nach einem Frühstück in unserer Pension an den Tauchplatz, Galerie. Es waren Tauchgänge in den verschiedenen Buddyteams zwischen 70m und 133m geplant und durchgeführt.

    Manu und Peter, jeweils mit RB80 unterwegs, planten ca. 70m für 20min. Roland (RB80), Marc (RB80), Arne (RB80), Tim (OC) und Albert (OC) wollten zu dem Autowrack auf 95m um dabei etliches an Grundzeit zu machen. Stefan und Robin, jeweils mit RB80, sind auf 133m getaucht. Leider ist beim Abstieg Alberts Halsmanschette undicht geworden (gerissen!?) und er musste somit abrechen. Tim ist mit Albert zusammen aufgetaucht, wärend die restliche Autowrack Truppe weiter abgetaucht ist.

    Die Tauchgänge haben alle, wie geplant, sehr gut funktioniert. Am Sonntag gingen Arne, Marc, Stefan und Roland noch mal an die Galerie. Der Rest der Truppe hatte sich, auf Grund der zum Teil sehr langen Anreise, bereits nach dem Frühstück verabschiedet und sind schon wieder unterwegs.

    Anbei noch eine Zusammenfassung über den 133m Tauchgang von Robin und Stefan:

    Robin und ich planten einen 133m Rebreather Tauchgang welchen wir anschließend im Zuge des Cavebase-Treffen an der Galerie erfolgreich durchführten. Geplant war, am frühen Samstag morgen am Walchensee einzutreffen um gute Parkplätze zu ergattern. Mit dieser Ausgangssituation hätten wir es mit den schweren Rebreathern um einiges leichter den Tauchgang gemütlich beginnen und enden zu lassen, da wir uns größere Laufwege ersparen würden. Dieser Wunsch wurde glücklicherweise auch erfüllt und wir hatten in top Lage parken können. Sofort wurde begonnen die Stages und Heiztanks im Wasser zu deponieren. Dies ermöglichte uns ein angenehmes Anlegen der Ausrüstung direkt im Wasser. Jedoch sollte sich der große Haufen später noch als Nachteil erweisen.

    Zunächst jedoch wurde erst einmal begonnen die Rebreather zusammen zu bauen und diese sorgfältig auf ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen. Nach all den Vorbereitungen bei strahlendem Sonnenschein, viel Schweiß und guter Laune durch alle Teilnehmer begannen Robin und ich vor der restlichen Mannschaft unseren Tauchgang. Der Grund lag darin, dass nicht alle zeitgleich Platz finden würden am großen Haufen der Stages. So ging’s für uns als erstes ins Wasser. Nach und nach wurden die benötigten Stages von uns beiden aufgenommen. Doch dann kam der Schreck. Meine Bottom-Mix-Stage war unauffindbar. Nach weiterem zweimaligen durchsuchen und umwälzt aller Stages stand fest. Sie war definitiv nicht im Pulk. Schnell kam die Idee auf, sie müsste sich gelöst haben und am Fuße der Steilwand auf der Halde zum liegen gekommen zu sein. Diese Möglichkeit wurde ergriffen und es wurde begonnen an der Wand in die Tiefe zu gleiten. Nach kurzer Zeit war die Stage tatsächlich in Sichtweite, Gott sei Dank in nur 12m tiefe. Glück gehabt! Nun konnte der eigentliche Tauchgang planmäßig beginnen.

    Gesagt getan. Der Tauchgang führte uns die steil abfallende Geröllhalde folgend in die Tiefe, vorbei am Autowrack um dann am Kreuz hinweg weiter am Gartenzaum vorbei um dann im rechten Winkel einem ins Wasser gestürzten Baum in die Tiefe zu folgen. Nach kurzer unspektakulärer Grundzeit begannen wir den Aufstieg. Der erste Stopp stand bei 108m auf dem Programm. Hier war es imposant mit anzusehen wir Roland, Arne und Marc am Auto eintrafen. Nach kurzem Rudeltauchen rund um das Auto auf ca. 95m verließen uns die drei um ihre Deco einzuleiten. Ab diesem Zeitpunkt begann für Robin und mich ein „einsamer“ Tauchgang. Und so kam es, dass wir uns Meter für Meter Richtung Oberfläche herantasteten mit immer länger werdenden Decompressionszeiten. Unterbrochen wurde die Wartezeit nur, als Robin auf 60m feststellte, dass seine Heizung den Dienst quittiert hatte. Jedoch stellt die Heizung bei solchen Tauchgängen nur einen Ausrüstungsgegenstand dar welcher uns die Tauchzeit bequemer machen soll. Solche Tauchgänge sind auch ohne Heizung durchführbar und erfordern eine solche nicht zwingen. So kam es für den restlichen Tauchgang auch, dass Robin den auf die Bequemlichkeit verzichten musste. Der restliche Tauchgang barg wenig Erwähnenswertes. Jedoch hatten wir auf 6m überraschenden und nicht abgesprochenen besuch von Supporttauchern welche uns die Gase für den tiefen Teil des Tauchganges abnahmen. So konnte der restliche 6m Stopp mit relativ wenig Material am Körper absolviert werden.

    Danke an den Support!

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase

  • Cavebase & Friends 2008

    Cavebase & Friends 2008

    Team: Robin, Roland mit Jacqueline, Arne, Manu, Peter, Tibor, Tim mit Katharina, Tobi mit Jodith
    Friends: Markus Osswald, Carsten Richardt, Tobi Ziegler, Nicola Joa, Albert Allmang, Fred Petzinger

    Da seit dem letzten Treffen des Teams schon wieder einige Zeit vergangen war, traf sich die Cavebase vom 7. – 9. November am Starnberger See. Zu dem Treffen hatten wir auch einige Interessenten eingeladen, um sich gegenseitig kennen lernen zu können und gemeinsam tauchen zu gehen.

    Bereits am Freitag Abend kam das Team in der gemeinsamen Unterkunft an und beim deftigen Essen und Verkostung landestypischer Getränke wurden die zwei folgenden Tage besprochen. Dabei ging es unter anderem um den gemeinsamen Tauchgang am Samstag sowie die Betreuung der Cavebase-Friends. Am Ende machten wir in der Wirtschaft das Licht aus, da die Wirtin schon ins Bett verschwunden war.

    Am Samstag Morgen waren wir noch vor der Wirtin im Gastraum, was bei Ihr einiges Erstaunen auslöste. Nach dem ausgiebigen Frühstück trafen wir um 9 Uhr am Tauchplatz ein, mit den „Neuen“ war Termin auf halb Zehn angesagt. Wie es alte Tradition bei uns ist, wurde erst mal kräftig geratscht. Nachdem wir dann für alle die entsprechenden Tauchpläne abgestimmt hatten, ging es ins Wasser. Schwerpunkt war zum einen, 5 Budyteams so abzustimmen, dass das gemeinsame Ziel erreicht werden konnte. Außerdem wurden Carsten und Markus ins Schlepptau am Scooter genommen, da die beiden ohne Propellerknecht waren: Es ist einfach erstaunlich, wie gut das Abschleppen geht, wenn alles passt. Die Scooter, die zwei Taucher zu ziehen hatten, waren natürlich aufgrund der höheren Last (vorne D20 am Rebi sowie 3 Stages, hinten D20 mit vier Stages) etwas langsamer, aber ansonsten kamen auch die Doppelteams problemlos zum Treffpunkt unter Wasser.

    Ab dem Treffpunkt übernahm Tobias als ortskundiger Führer die Navigation zum Wrack. Zurück an der Wand trennten sich die Teams, und die Teams tauchten individuell weiter, je nach Gasvorrat (es war wieder eine große Anzahl Rebis am Start, es gab aber auch offen tauchende Teams), so dass jeder auf seine Kosten kam.

    Unser „Küken“ Meister Jo(d)a wurde von Tim unter die Fittiche genommen: Er wies sie ins Multiple Stage Scooter Diving ein. Nach dem Tauchen ist vor dem Tauchen, und so kam es, wie es kommen musste: Nach dem Tauchen wurde wieder heftigst geratscht, und so ging die Sonne schon unter, als wir vom Tauchplatz losfuhren. Aufgrund einer Strassensperrung nach einem Unfall konnten wir nicht in die für diesen Abend ausgekuckte Wirtschaft fahren, so gab es das Abendessen wieder in unserer Unterkunft. Dieses mal wurde eine nicht unerhebliche Menge an Süssspeisen vernascht. Eines ist klar: Wenn wir uns öfter im Bayrischen treffen, brauchen wir neue Trockies… ? Während und nach dem Essen wurden die gemachten Erfahrungen des Tages ausgewertet und neue Pläne geschmiedet. Am Sonntag morgen waren wir noch früher als am Samstag am Frühstücken, um pünktlich auszuchecken und kurz nach 9 Uhr die letzten Parkplätze am Tauchplatz zu ergattern. Da wir alle abends noch heimfahren mussten, ging es etwas zügiger ins Wasser.

    Heute ließen es alle taucherisch etwas gemächlicher angehen und unser Angebot des „Coachings“ wurde gerne angenommen. Auf dem Plan standen Scootereinweisung und -erfahrung sammeln sowie Basics-Training im Flachwasser. Wir sehen solche Basics als Grundlage für sicheres und entspanntes Höhlentauchen, und geben von daher auch gerne unsere Erfahrungen weiter. Danach packten wir unsere sieben Sachen wieder zusammen und fuhren noch auf einen Kaffe ins Manthal. Die Wirtin hat sich so gefreut, uns wiederzusehen, dass sie glatt ein paar anwesende Gäste rausgeschmissen hat! Eigentlich war uns das ein wenig unangenehm, aber was sollten wir machen?

    Wieder war ein Teamtreffen viel zu schnell vorbeigegangen und alle Teilnehmer kamen auf Ihre Kosten. Wir haben uns gefreut, ein paar neue Gesichter kennen zu lernen. Und wer weiß, vielleicht wächst unsere Gruppe ja noch weiter? Jedenfalls sind neue Treffen und Projekte schon in der aktiven Planungsphase…

    In diesem Sinne,

    Eure Cavebase